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Park der magischen Wasser, Bad Oeynhausen
 

Als zentrales Gelände der Landesgartenschau 2000 ist im Grenzgebiet der Städte Löhne und Bad Oeynhausen der "Park der Magischen Wasser = AQUA MAGICA" angelegt worden. Auf dem 20 Hektar großen Gelände, das vorher landwirtschaftlich und von einer Ziegelei genutzt wurde, entstand nach den Plänen der französischen Gartenarchitekten Henri Bava und und seines Büros "Agence Ter" seit September 1998 die Anlage.

Externe ID: T-P363N403-20080731-0007
Erfassungsdatum: 31.07.2008
Kategorie: Komplexe Raumstruktur
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2000: AQUA MAGICA

Zugehöriges Objekt

Park der magischen Wasser, Bad Oeynhausen (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
AQUA MAGICA Bad Oeynhausen & Löhne GmbH, Koblenzer Straße 20c, 32584 Löhne. Die Anlage ist öffentlich zugänglich, es wird teils Eintrittsgeld erhoben.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Ravensberger Hügelland; an der westlichen Stadtgrenze von Bad Oeynhausen und der östlichen Stadtgrenze von Löhne-Gohfeld­; Größe etwa 20 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:

Als zentrales Gelände der Landesgartenschau 2000 ist im Grenzgebiet der Städte Löhne und Bad Oeynhausen der "Park der Magischen Wasser" angelegt worden. Auf Gelände, das vorher landwirtschaftlich und von einer Ziegelei genutzt wurde, entstand nach den Plänen der französischen Gartenarchitekten Henri Bava und Olivier Philippe seit September 1998 die Anlage.

Gebäude und Ausstattung:
Ein Grundgedanke der Aqua Magica ist es, die heilenden Solequellen der Region als einzigartigen, unverwechselbaren Bodenschatz sichtbar und erlebbar zu machen. Vor diesem Hintergrund entstand als eindrucksvollstes Bauwerk der Landesgartenschau ein 25 ­m tiefer Wasserkrater, der von einer hohen Mauer aus Stahl mit zwei Toren umschlossen wird. Etwa fünf Meter unter dem Niveau des Erdbodens wird dann eine Fläche mit einem Durchmesser von 70 m gärtnerisch gestaltet. Im Mittelpunkt des abgesenkten Gartens gelangen die Besucher dann zum begehbaren Wasserkrater, der am Grund immerhin noch einen Durchmesser von 15 m hat.

Art der Grünanlage:
Landesgartenschaugelände.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Unter dem Thema "Magisches Wasserland" (Aqua Magica) ist im Rahmen der Landesgartenschau 2000 an der Stadtgrenze von Löhne und Bad Oeynhausen ein "Kurpark der Zukunft" entstanden. Bestandteile des Gesamtkonzepts waren auch die bestehenden Anlagen des historischen Kurparks, des Sielparks mit der Werreaue und das Siekertal in Bad Oeynhausen. In den Anlagen sind zur Steigerung der Attraktivität umfangreiche landschaftsgärtnerische Arbeiten vorgenommen und neue bauliche Attraktionen geschaffen worden.

Zwei zentrale Gestaltungselemente prägen die Anlage: Die Allee des Weltklimas und der Wasserkrater. Die Allee des Weltklimas ist langfristig das gestalterische Gerüst des Parks. Mit der Ost-West-Ausrichtung der Platanenallee wird einerseits die Verbindung zwischen Bad Oeynhausen und Löhne hergestellt, anderseits soll auch auf den Verlauf von unterirdischen, geologischen Verwerfungen hingewiesen werden, die erst die Erschließung der zahlreichen heilkräftigen Solequellen ermöglichen. Oberirdisch wechseln sich im systematisch komponierten Rhythmus schattige Baumhaine mit offenen sonnigen Plätzen entlang der Allee ab. In diesem Bereich wurden im Jahr der Landesgartenschau auf insgesamt 3000 Quadratmetern ebenso verschiedene Themen- und Experimentiergärten junger Gartenkünstler vorgestellt. Als weitere Attraktionen wird neben dem spektakulären Wasserkrater ein Sprühgarten angelegt. Als motivisches Vorbild dienten dafür die barocken Wasserkünste und Vexierspiele der adeligen Lustgärten.

Aber nicht nur der spielerische Umgang mit dem Element Wasser wird im "Park der magischen Wasser" thematisiert. In den wassergefüllten Tongruben der ehemaligen Ziegelei entsteht ein Biotop für die typischen Tier- und Pflanzenarten der feuchten Sieke- und Bachtäler des umliegenden Ravensberger Hügellandes

Ein Promenadenweg verbindet das zentrale Gartenschaugelände durch das Siekertal bis zum Kurpark von Bad Oeynhausen. Der Weg folgt wiederum der unterirdischen Verwerfungslinie, an der zwischen Bad Oeynhausen und Bad Salzuflen die heilkräftige Sole aufsteigt.

Durch die Form und Materialauswahl zur Gestaltung des Promenadenweges werden die verborgenen unterirdischen Strukturen nachvollziehbar gemacht. Wie ein "Magischer Faden" soll der Verlauf des Weges über der unterirdischen Verwerfungslinie die Besucher durch das "Magische Wasserland" führen. Als Richtungsweiser markieren geheimnisvoll beleuchtete Gabionen (mit Natursteinen gefüllte Drahtkörbe) den Weg. Er endet schließlich am Rande des Kurparks von Bad Oeynhausen am neu angelegten "Brunnen der vier Wasser". Hier können dann die Besucher nochmals die besonderen Qualitäten des Solewassers erleben: die Wärme, den Druck, die Mineralstoffe und letztendlich die Magie.

Heutiger Zustand / Nutzung:

Nach Abschluss der Landesgartenschau wurden die temporären Einrichtungen (Veranstaltungszelte, Experimentiergarten, Feldblütengarten) abgebaut. In Teilen der Anlage erfolgte im Jahr 2000 ein Rückbau, der den ökologischen Wert, der das Gelände durchziehenden Sieke erhöhen sollte. Am Wasserkrater und an der Allee des Weltklimas finden jährlich einzelne Veranstaltungen statt. Ein langfristiges Nutzungskonzept wurde erarbeitet und seit dem Jahr 2001 umgesetzt.

Literaturangaben

  • Aqua Magica Publica (1/1998): Die Zeitung im Magischen Wasserland. Bad Oeynhausen.
  • Aqua Magica Publica (2/1999): Die Zeitung im Magischen Wasserland. Bad Oeynhausen.
  • Landesgartenschau Bad Oeynhausen-Löhne (Hrsg.) (2000): Faszination Aqua Magica. Wir über uns. Bad Oeynhausen/Löhne.
  • Meisel, Sofie (1959): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 85 Minden. Naturräumliche Gliederung Deutschlands 85, Bonn-Bad Godesberg.
  • Bufe, Thomas (2000): Gartenreise - Ein Führer durch Gärten und Parks in Ostwestfalen-Lippe. Münster, Seite 35 - 37.
  • Regionale Heilgarten 2000 (Hrsg.) (1998): Magisches Wasserland - Abschlussdokumentation. Bad Salzuflen.
  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. In: Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe Heft 3, Band 3.3 Kreis Gütersloh, Kreis Minden-Lübbecke. Zugl. CD-ROM, Münster.
  • Aqua Magica Publica (3/1999): Die Zeitung im Magischen Wasserland. Bad Oeynhausen.
Externe ID: LWL-GUP00137
Erfassungsdatum: 01.01.2000
Kategorie: Park
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
  • Literaturauswertung
  • Geländebegehung/-kartierung
Touristische Bedeutung: mittel - ist einen Abstecher wert
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1998
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10034863


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2000: AQUA MAGICA
2000: AQUA MAGICA
2000: Themengarten der AQUA MAGICA
1999: Luftbildaufnahme der AQUA MAGICA