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Wallanlage Lügde
 

Die um 1250 durch die Grafen von Pyrmont planmäßig angelegte Stadt entspricht dem Planschema vergleichbarer lippischer Stadtgründungen (Blomberg, Detmold, Horn, Lemgo, Barntrup), bei denen der ovale Stadtgrundriss durch ein System aus drei Längsstraßen und mehreren Querstraßen gegliedert wird. Von der einstmals durch e­ine 1,5 km­ lange Mauer und sieben Wehrtürmen gekennzeichneten Befestigung haben sich noch die beiden Längsseiten der Stadtmauer und zwei imposante Türme erhalten.

Externe ID: T-P363N403-20080729-0008
Erfassungsdatum: 29.07.2008
Kategorie: Siedlung
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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1997: Wallanlagen

Zugehöriges Objekt

Wallanlage Lügde (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Stadt Lügde, Postfach 1352, 32670 Lügde. Die Anlagen sind öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Weserbergland/Lipper Bergland; die historische Altstadt umfassend.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Die um 1250 durch die Grafen von Pyrmont planmäßig angelegte Stadt entspricht dem Planschema vergleichbarer lippischer Stadtgründungen (Blomberg, Detmold, Horn, Lemgo, Barntrup), bei denen der ovale Stadtgrundriss durch ein System aus drei Längsstraßen und mehreren Querstraßen gegliedert wird. Von der einstmals durch eine 1,5 ­km­ lange Mauer und sieben Wehrtürmen gekennzeichneten Befestigung haben sich noch die beiden Längsseiten der Stadtmauer und zwei imposante Türme erhalten.

Art der Grünanlage:
Historische Wallanlage.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Vor dem westlichen Bereich der Stadtbefestigung bildete der Flusslauf der Emmer ein natürliches Hindernis. Die anderen Bereiche der Stadtbefestigung umgab man mit einem von der Emmer abgezweigtem Wassergraben. Über den Zeitpunkt der Entfestigung und Umwandlung in eine Grünanlage liegen keine Angaben vor.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Der westliche Wallabschnitt führt heute als malerische Promenade direkt an der Stadtmauer entlang durch eine alte Hainbuchenallee. Im östlichen Wallabschnitt hat man erst vor einigen Jahren das historische Erscheinungsbild der einstigen Stadtbefestigung wiederhergestellt. Nach der Restaurierung der mittelalterlichen Stadtmauer ist der zuvor in Rohre gezwängte Stadtgraben renaturiert worden. Den gesamten Wallabschnitt gestaltete man in eine pflegeleichte Grünanlage mit weiten Wiesenflächen um.

Im nur wenige Kilometer vom renommierten, niedersächsischen Staatsbad Pyrmont entfernten lippischen Landstädtchen Lügde haben sich noch umfangreiche Reste der mittelalterlichen Befestigungen erhalten. Die Besucher können fast vollständig über die ehemaligen Wallanlagen spazieren und direkt vom Wall aus auf kurzen Wegen ins schmucke Städtchen gelangen.

Quellenangaben

  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (1896): Blatt 4021, Bad Pyrmont (Pyrmont). Herausgegeben 1896, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.

Literaturangaben

  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe. Band 3.2: Kreis Lippe. Zugleich CD-ROM, Münster.
  • Heise, Michael (1988): Grünordnungsplan "Kleine Emmer". Erläuterungsbericht für die Stadt Lügde. o.O.
  • Bufe, Thomas (2000): Gartenreise - Ein Führer durch Gärten und Parks in Ostwestfalen-Lippe. Münster, Seite 224.
  • Rinne, Wilhelm (Hrsg.) (1993): Landeskunde Nordrhein-Westfalen - Lippe. Paderborn, 320 S. In: Landeskunde Nordrhein-Westfalen in drei Teilen, Köln, Paderborn.
Externe ID: LWL-GUP00194
Erfassungsdatum: 01.01.2000
Kategorie: Stadtverteidigung
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Geländebegehung/-kartierung
Touristische Bedeutung: Keine Angabe
Naturnähe: Keine Angabe
Historischer Zeitraum: ab 1250
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10034737


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1997: Wallanlagen
1896: Lügde