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Fürstenallee, Schlangen
 

Zwischen der Ortschaft Schlangen und dem steilen Aufstieg über die Gauseköte, einer alten Passstraße über den Teutoburger Wald, erstreckt sich eine beeindruckende Allee mit vier Baumreihen. Die Allee endet am Kreuzkrug, einem historischen Gasthof und ehemaligen Ausspannstation an der Landstraße L 937 von Paderborn nach Detmold.


Externe ID: T-P363N403-20080728-0007
Erfassungsdatum: 28.07.2008
Kategorie: Verkehr
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2009: Fürstenallee

Zugehöriges Objekt

Fürstenallee, Schlangen (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Innere Baumreihe: Straßenbauverwaltung NRW
Äußere Baumreihe: Landesverband Lippe, Schloßstraße 18, 32657 Lemgo

    Die Anlage ist öffentlich zugänglich.

    Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
    Weserbergland; zwischen Senne und dem Westhang des Teutoburger Waldes; die Länge beträgt etwa 2,5 Kilometer.

    Allgemeine Angaben zur Geschichte:
    Zwischen der Ortschaft Schlangen und dem steilen Aufstieg über die Gauseköte, einer alten Passstrasse über den Teutoburger Wald, erstreckt sich eine beeindruckende Allee mit vier Baumreihen. Die Allee endet am Kreuzkrug, einem historischen Gasthof und ehemaligen Ausspannstation an der Landstraße von Paderborn nach Detmold.

    Art der Grünanlage:
    Historische Allee.

    Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
    Auf einer Karte des Landvermessers Riepe aus dem Jahre 1715 war die Allee zwischen Schlangen und dem Kreuzkrug noch nicht eingezeichnet. Zeitgenössische Berichte der Jahre um 1750 erwähnen eine junge Allee, die vor etwa 20 bis 25 Jahren gepflanzt wurde. Wahrscheinlich wurde somit die Fürstenallee in den Jahren zwischen 1725 und 1730 angelegt. Die Anpflanzung der vierreihigen Allee entlang der historischen Wegeverbindung zwischen Paderborn und Detmold stand im unmittelbaren Zusammenhang mit der Nutzung des Jagdschlosses Oesterholz am Rande der Senne. Über die Fürstenallee gelangte man an einem Abzweig durch eine doppelreihige Eichenallee direkt zum Jagdschloss. Zur Zeit des barocken Absolutismus in Lippe hatte die Fürstenallee somit eine repräsentativ-hoheitliche Funktion, indem man beispielsweise Reisenden aus oder in die Richtung des Fürstbistums Paderborn den Wohlstand und die Autonomie des kleinen Landes aufzeigte. Die Allee hatte mit ihren seitlich am Hauptweg entlang geführten Sommerwegen auch eine praktische Funktion, indem die Reisenden inmitten der relativ baumlosen Sennelandschaft auch vor der intensiven Sonneneinstrahlung geschützt wurden.

    Heutiger Zustand / Nutzung:
    Nach einem Bericht der Firma Maurers Baumpflege von 1974 besteht die vierreihige Allee aus Eichen und Buchen, die man zu drei unterschiedlichen Zeiten pflanzte. Die Sachverständigen beklagten den unsachgemäßen Pflegezustand der alten Alleebäume. In den nachfolgenden Jahren wurden neue Nachpflanzungen vorgenommen. Die einstigen Sommerwege sind stellenweise verbuscht. Die Fürstenallee ist für Ostwestfalen-Lippe ein einzigartiges Zeugnis der historischen Landschaftsgestaltung.

    Bei dem Orkan Kyrill (18./19. Januar 2007) wurde die Allee stark beschädigt. Etwa 100 Alteichen konnten stehen bleiben. Die anderen werden seit Anfang 2009 neu gepflanzt.

    Quellenangaben

    • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (1912): Blatt 4119 Horn (Horn-Bad Meinberg), 1896 - 1910. Herausgegeben 1912, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.

    Literaturangaben

    • Capelle, Walter, E. (1991): Das Jagdschloss Oesterholz in seiner Blüte um 1700. In: Beiträge zur Geschichte: Schlangen, Kohlstädt, Oesterholz, Haustenbeck, Schlangen, Seite 12 - 15.
    • Winter, Hans (1974): Fürstenallee Schlangen. In: Heimatland Lippe 3/1974, Detmold, Seite 116.
    • Meisel, Sofie (1959): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 98 Detmold. Naturräumliche Gliederung Deutschlands 98, Bonn-Bad Godesberg.
    • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe. Band 3.2: Kreis Lippe. Zugleich CD-ROM, Münster.
    • Weerth, Karl (1991): Zum Alter der Fürstenallee. In: Beiträge zur Geschichte: Schlangen, Kohlstädt, Oesterholz, Haustenbeck, Schlangen, Seite 16 -17.
    Externe ID: LWL-GUP00018
    Erfassungsdatum: 30.06.1999
    Kategorie: Allee
    Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
    Erfassungsmethode:
    • Geländebegehung/-kartierung
    • Literaturauswertung
    • Auswertung historischer Karten
    Touristische Bedeutung: gering - ist einen Besuch vor Ort wert
    Naturnähe: verändert/beeinflusst
    Historischer Zeitraum: ab 1715 - 1750 bis 2009 -
    Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
    Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10034597


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    2009: Fürstenallee
    2009: Fürstenallee
    2009: Fürstenallee
    2009: Fürstenallee
    1999: Fürstenallee
    1951: Fürstenallee
    1896: Fürstenallee