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Gut Niederbarkhausen, Leopoldshöhe
 

Die Ursprünge des Gutes liegen wahrscheinlich in Karolingischer Zeit. 1036 wurde das Gut wie das benachbarte Gut Eckendorf vom Paderborner Bischof Meinwerk dem Kloster Busdorf gestiftet. Es gehörte damit zu den Paderborner Tafelgütern.­

Das Gut ist heute Zentrum eines der größten landwirtschaftlichen Betriebe in Lippe.

Externe ID: T-P363N403-20080728-0006
Erfassungsdatum: 28.07.2008
Kategorie: Staats- und Herrschaftswesen
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2000: Gut Niederbarkhausen

Zugehöriges Objekt

Gutspark Niederbarkhausen, Leopoldshöhe (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Privateigentum. Die Anlage ist nicht öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Am Nordhang des Bielefelder Osning am Übergang ins Ravensberger Hügelland, etwa 1 ­km­ südlich des Bahnhofs Asemissen/Oerlinghausen, Größe etwa 2,5 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Die Ursprünge des Gutes liegen wahrscheinlich in Karolingischer Zeit. 1036 wurde das Gut wie das benachbarte Gut Eckendorf vom Paderborner Bischof Meinwerk dem Kloster Busdorf gestiftet. Es gehörte damit zu den Paderborner Tafelgütern.

Ab dem 15. Jahrhundert lassen sich auf dem Hof die Meier zu Barkhausen nachweisen.

Um 1840 erwarb die Familie Tenge (Friedrich Ludwig Tenge), die auch Schloss Holte und andere Liegenschaften der Grafschaft Rietberg erworben hatte, das Gut. Während der Revolution von 1848 wurde das Gut von 1000 Heuerlingen und Landarbeitern angegriffen, der Eigentümer verschleppt und nach Zugeständnissen wieder freigelassen.

Das Gut ist heute Zentrum eines der größten landwirtschaftlichen Betriebe in Lippe.

Gebäude und Ausstattung:
Ältestes Gebäude der Anlage ist eine fast quadratische "Bauernburg", ein vierstöckiger 14 Meter hoher Flucht- und Wehrturm vermutlich aus dem 14. Jahrhundert. Die Obergeschosse und der Turm dieser historisch für Lippe bedeutenden Burg wurden im 19. Jahrhundert durch Umbauten verändert.

Das Herrenhaus wurde 1608 nach einem Brand errichtet und im 19. Jahrhundert mehrfach verändert. Die zum Park und Haupteingang weisende barock-klassizistische Fassade ist relativ gut erhalten. Vervollständigt wird die Anlage durch eine Toranlage mit aufwendigen Pfeilern und Torhäusern aus dem späten 19. Jahrhundert sowie Wirtschaftsgebäude unterschiedlichen Alters.

Art der Grünanlage:
Historischer Gutspark.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Über die Entstehungsgeschichte des Parks ist nichts bekannt. Die Preußische Landesaufnahme von 1895 zeigt das Herrenhaus eingebettet in einen kleinen Landschaftspark, wobei der größte Teil des Parks auf der herrschaftlichen Zugangsseite im Westen des Gebäudes liegt. Kleinere Parkteile liegen südlich und östlich des Herrenhauses, im Osten schließen ein Teich und Nutzgärten an.

Ein Gemälde von Emil Zeiß aus dem Jahr 1875 zeigt die repräsentativ gestaltete Zufahrtsseite mit einem Rasenrondell und Springbrunnen sowie randlichem Baumbestand.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Der Park ist in seiner Grundstruktur weitgehend erhalten. Die ehemals repräsentative Zufahrt ist durch einen einfachen Zugang von Norden ersetzt worden, so dass der Park geschlossen wirkt. Prägend ist ein alter Baumbestand in den Rasenflächen, vor allem westlich des Herrenhauses, ergänzt durch Reste von Ausstattungselementen, z. B.­ ein Brunnenbecken im Zentrum. Die Parkteile im Süden und Osten bestehen vorwiegend aus Rasenflächen mit randlichem Baumbestand und einzelnen Blumenbeeten und werden ausschließlich als privater Garten genutzt.

Quellenangaben

  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (1896): Blatt 4018, Lage. Herausgegeben 1896, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.

Literaturangaben

  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe. Band 3.2: Kreis Lippe. Zugleich CD-ROM, Münster.
  • Maoro, Ernst / Lippischer Heimatbund (Hrsg.) (1985): Niederbarkhausen in Oerlinghausen. In: Burgen, Schlösser, Herrensitze, Kirchen, Bauernhöfe, Bürgerhäuser in Lippe, Detmold, Seite 76 - 79, Seite 76 - 79.
  • Winkler, Herbert (o.J.): Baudenkmäler in Lippe - Gut Niederbarkhausen. In: Heimatland Lippe 87. Jg. Nr. 9, Detmold, Seite 234 - 236, Seite 234 - 236.
  • Wehrmann, Volker (zusammengestellt u. bearbeitet) (1985): Burgen, Schlösser, Herrensitze, Kirchen, Bauernhöfe, Bürgerhäuser in Lippe. Lippischer Heimatbund (Hrsg.), Detmold, Seite 76 - 79.
Externe ID: LWL-GUP00066
Erfassungsdatum: 11.10.1999
Kategorie: Gutspark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Literaturauswertung
  • Auswertung historischer Karten
  • Geländebegehung/-kartierung
Touristische Bedeutung: Keine Angabe
Naturnähe: Keine Angabe
Historischer Zeitraum: ab 1895
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10034583


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2000: Gut Niederbarkhausen
2000: Gut Niederbarkhausen
1895: Gut Niederbarkhausen