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Gut Schönhagen, Extertal
 

Mitte des 19. Jahrhunderts wurden mehrere Höfe zum Gut Schönhagen zusammengefasst. 1890 übernahm der Erfinder und Hersteller des Düngemittels "Thomasmehl" Gerhard Hoyermann das Gut. Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts wechselten die Eigentümer, bis 1956 die Deutsche Bauernsiedlung das Gut kaufte. Danach wurde es bis in die 1990er Jahre als Altenheim genutzt.

Externe ID: T-P363N403-20080728-0004
Erfassungsdatum: 28.07.2008
Kategorie: Siedlung
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2001: Gut Schönhagen

Zugehöriges Objekt

Gutspark Schönhagen, Extertal (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Privateigentum, die Anlage ist nicht öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Lipper Bergland, am Südrand der Reinebecker Höhen, 4 km nordwestlich von Bösingfeld; Größe etwa 1,5 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Zwischen 1845 und 1855 kaufte der Rittmeister Benno v. Kaufmann neun Höfe von Amerikaauswanderern und fasste sie zum Gut Schönhagen zusammen. Nach dessen Konkurs übernahm 1890 der Erfinder und Hersteller des Düngemittels "Thomasmehl" Gerhard Hoyermann das Gut. Das Gut wurde durch Zukauf weiterer Höfe auf über 400 ha vergrößert und diente vorwiegend als Versuchsgut für neu entwickelte Düngemittel. Nach dem Tode Hoyermanns 1913 hatte das Gut wechselnde Eigentümer, auch wurden Teile der Flächen verkauft. Der letzte Eigentümer Wagenführ verkaufte das Gut 1956 an die Deutsche Bauernsiedlung, die neben dem Restgut vier neue Siedlungshöfe einrichtete.

Das Herrenhaus wurde bis in die 90er Jahre als Altenheim genutzt, zurzeit (2000) steht es leer.

Gebäude und Ausstattung:
Ein älteres Herrenhaus (Fachwerkbau) wurde 1937 abgebrochen und durch das heutige Gebäude ersetzt. Zweigeschossiger Putzbau über Rustikalsockel, Anbau mit Dachterrasse. Typischer und unveränderter Vertreter der deutsch-nationalen Architektur der 1930er Jahre.

Art der Grünanlage:
Historischer Gutspark.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Die Preuß. Landesaufnahme von 1896 zeigt das Herrenhaus inmitten eines kleinen Landschaftsparks, der nach Süden in die bewaldete Hangstufe ­eines angrenzenden Bachtals übergeht. Aus dem Park führen einzelne Wege nach Norden und Westen in die freie Landschaft. Repräsentative Auffahrt.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Die Pflege des Parks wurde etwa in den 1980er Jahren eingestellt, die Rasenflächen werden extensiv gemäht. Erhalten geblieben ist ein teils beeindruckender Altbaumbestand, insbesondere auch Nadelgehölze sowie ein Tor und Wegereste an der Hangstufe.

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Quellenangaben

  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (1896): Blatt 3921, Aerzen (Ärzen). Herausgegeben 1896, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.

Literaturangaben

  • Hilkemeier, Friedrich (o.J.): Gut Schönhagen und das Thomasmehl. o.O.
  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe. Band 3.2: Kreis Lippe. Zugleich CD-ROM, Münster.
Externe ID: LWL-GUP00076
Erfassungsdatum: 22.11.1999
Kategorie: Gutspark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Geländebegehung/-kartierung
Touristische Bedeutung: Keine Angabe
Naturnähe: Keine Angabe
Historischer Zeitraum: ab 1845 - 1896
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10034555


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2001: Gut Schönhausen
2001: Gut Schönhagen
1910: Gut Schönhagen