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Kloster Herstelle, Beverungen
 

Der Ursprung des Klosters geht auf Franziskaner-Minoriten zurück, die zur Mitte des 17. Jahrhunderts aus Höxter vertrieben wurden und sich 1657 auf dem Hersteller Burgberg niederließen. Die Mönche übernahmen die Pfarrseelsorge und den Schulunterricht in Herstelle und den benachbarten Gemeinden und entgingen so der Säkularisation. 1824 wurde der Konvent dann doch aufgelöst und die Gebäude des Klosters der katholischen Kirchengemeinde übergeben, bis sich schließlich 1899 Benediktinerinnen aus Trier und Peppingen (Luxemburg) in Herstelle niederließen. 1924 erfolgte die Erhebung des Klosters zur Abtei vom Heiligen Kreuz.

Externe ID: T-P363N403-20080725-0009
Erfassungsdatum: 25.07.2008
Kategorie: Religion
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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1999: Kloster Herstelle

Zugehöriges Objekt

Klostergarten Herstelle (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Benediktinerinnenabtei vom Hl. Kreuz, Postfach 1553, 37679 Beverungen. Die Kirche, die Kunst- und Buchhandlung sowie der Verkaufsraum der Gärtnerei mit angeschlossenem Schaugarten sind öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Weserbergland, in landschaftlich herausragender Lage auf einer steilen Felsenklippe oberhalb der Weser; Größe etwa 4 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Der Ursprung des Klosters geht auf Franziskaner-Minoriten zurück, die zur Mitte des 17. Jahrhunderts aus Höxter vertrieben wurden und sich 1657 auf dem Hersteller Burgberg niederließen. Die Mönche übernahmen die Pfarrseelsorge und den Schulunterricht in Herstelle und den benachbarten Gemeinden und entgingen so der Säkularisation. 1824 wurde der Konvent dann doch aufgelöst und die Gebäude des Klosters der katholischen Kirchengemeinde übergeben, bis sich schließlich 1899 Benediktinerinnen aus Trier und Peppingen (Luxemburg) in Herstelle niederließen. 1924 erfolgte die Erhebung des Klosters zur Abtei vom Heiligen Kreuz.

Gebäude und Ausstattung:
Kirche und ehemaliges franziskanisches Pfarrhaus im Kern vermutlich mittelalterlich. Beide Gebäude im 17. und 18. Jahrhundert erweitert und mehrfach umgebaut. Sonstige Bauten der Klosteranlage hauptsächlich aus dem 20. Jahrhundert.

Art der Grünanlage:
Klostergärtnerei.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Die am Ende des 19. Jahrhunderts von einer Mauer umgebenen Gartenanlagen des Klosters sind im Laufe des 20. Jahrhunderts deutlich in südöstlicher Richtung erweitert worden. Neben ausgedehnten Nutzgärten mit Obst und Gemüse und einem Park befinden sich auf dem Klostergelände mehrere Gewächshäuser und ausgedehnte Zierpflanzenquartiere. Der gärtnerische Erwerbsgartenbau spielt bis heute im klösterlichen Alltagsleben der Benediktinerinnen eine wichtige Rolle, die vor allem in der Einrichtung des Verkaufsladens der Klostergärtnerei und dem Schaugarten ihren Ausdruck findet. Mit der bis in die Gegenwart hinein gelebten Tradition des Gartenbaus als klösterliche Kulturleistung ist die Abtei Herstelle in Ostwestfalen-Lippe einzigartig.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Gepflegter Schaugarten zur Auswahl von Zierpflanzen wie Sommerblumen, Stauden, Koniferen und Kleingehölzen aus eigener Anzucht.

Abbildungen:
Weitere Abbildungen: Westfalia Picta, Band V , S. 132 -­ 141.

Sonstiges:
Unmittelbar an das Kloster grenzt die Burg Herstelle an. Dieser Burgplatz auf einer Kuppe über der Weser besteht seit 797, als Karl der Große hier ein befestigtes Lager errichtete. Mehrfach wurden hier Burgen errichtet und zerstört. Die jetzige Burganlage wurde ab 1820 von Freifrau Ferdinande Heeremann von Zuydtwyck, geb. von Haxthausen aus Bökendorf aus dem roten Wesersandstein der Umgebung erbaut. Im 19. Jahrhundert hatte die Burg häufig wechselnde Besitzer, zurzeit (Stand: 2002) steht sie leer. Eine Gartenanlage ist auf Grund zahlreicher Nutzungsänderungen nicht erkennbar, zahlreiche Altbäume prägen das Bild.

Quellenangaben

  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (1896): Blatt 4322, Bad Karlshafen (Karlshafen). Herausgegeben 1896, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.

Literaturangaben

  • Hövermann, Jürgen (Bearb.) (1963): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 99 Göttingen. Bonn-Bad Godesberg.
  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe. Band 3.1: Kreis Höxter. Zugleich CD-ROM, Münster.
  • Luckhardt, Jochen (Bearb.) et al. (1995): Kreis Höxter, Kreis Paderborn. In: Westfalia Picta, Band 5, Bielefeld, Seite 193 - 215.
  • Sander, Hermann-Josef (1999): 1500 Jahre Regula Benedicti - 100 Jahre Kloster Herstelle (1899 - 1999). In: Jahrbuch Höxter 1999, Höxter, Seite 193 - 215.
  • Kreis Höxter, Kreis Paderborn, Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) / Brehm, Oliver (Gesamtred.) (2000): Benediktinerinnenabtei vom Hl. Kreuz. In: Klosterführer für die Kreise Höxter und Paderborn. Informationen und Tipps zu den Klöstern der Klosterregion, Höxter, Seite 54 - 56.
Externe ID: LWL-GUP00093
Erfassungsdatum: 01.01.2000
Kategorie: Klostergarten
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Literaturauswertung
  • Auswertung historischer Karten
Touristische Bedeutung: Keine Angabe
Naturnähe: Keine Angabe
Historischer Zeitraum: ab 1657
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10034443


In Karte anzeigen

1838: Kloster Herstelle
1835: Kloster Herstelle
1896: Burg und Kloster Herstelle