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Schlossanlage Niesen, Willebadessen
 

Als Vorgänger der Schlossanlage mit Kapelle, Herrenhaus und Wirtschaftsgebäuden ist eine mittelalterliche Burg belegt, die im 19. Jahrhundert abgerissen wurde. Ältestes Bauwerk der Anlage ist südöstlich vom Herrenhaus eine dem Heiligen Godehard 1674 geweihte Hauskapelle des Herrn von Niehusen zu Niesen. Das Herrenhaus wurde 1703 errichtet und um 1950 neu aufgebaut. An das Herrenhaus schließt sich westlich ein kleiner Hof mit Wirtschaftsgebäuden des 19. Jahrhunderts an. Der große Wirtschaftshof des Gutsbetriebes liegt mit seinen hufeisenförmig gruppierten Gebäuden im Westen der gesamten Schlossanlage.

Externe ID: T-P363N403-20080417-0003
Erfassungsdatum: 17.04.2008
Kategorie: Staats- und Herrschaftswesen
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2008: Schloss Niesen

Zugehöriges Objekt

Schlosspark Niesen. Willebadessen (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Privateigentum. Die Anlage ist nicht öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Weserbergland; zwischen Oberwälder Land und Warburger Börde im Talraum der Nethe; Größe etwa 3 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
---

Gebäude und Ausstattung:
Die ausgedehnte Schlossanlage wird von der Nehte umflossen, die sich hier in zwei Arme teilt. Als Vorgänger der Schlossanlage mit Kapelle, Herrenhaus und Wirtschaftsgebäuden ist eine mittelalterliche Burg belegt, die im 19. Jahrhundert abgerissen wurde. Ältestes Bauwerk der Anlage ist südöstlich vom Herrenhaus eine dem Hl. Godehard 1674 geweihte Hauskapelle des Herrn von Niehusen zu Niesen. Das Herrenhaus wurde 1703 mit zwei Geschossen errichtet und um 1950 mit nur einem Vollgeschoss neu aufgebaut. Die Bauform des Gebäudes mit jeweils einem Mittelrisalit an der Hauptzufahrt von Süden und an der Gartenseite nach Norden ist zusammen mit den doppelläufigen Freitreppen an beiden Seiten erhalten geblieben. An das Herrenhaus schließt sich westlich ein kleiner Hof mit Wirtschaftsgebäuden des 19. Jahrhunderts an. Der große Wirtschaftshof des Gutsbetriebes liegt mit seinen hufeisenförmig gruppierten Gebäuden im Westen der gesamten Schlossanlage.

Art der Grünanlage:
Historischer Landschaftspark.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
An der Gartenseite des Herrenhauses wurden vermutlich zur 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts kunstvolle Wasseranlagen mit Quellen, Bächen, Teichen, Wasserfällen, Grotten und mehreren Brücken angelegt. Der damalige Besitzer der Schlossanlage Freiherr von Bocholtz ließ auch westlich der Schlossanlage einen ausgedehnten Landschaftspark gestalten. Der Park erstreckte sich südlich der Nethe und führte auf einem Weg durch das bewaldete Gelände bis zur mehr als 1 ­km­ entfernten Marienkapelle in Richtung Fölsen. Der gärtnerisch intensiver gestaltete Bereich reichte bis zur Wilhelmskapelle auf halber Wegstrecke und wurde durch ein System aus geschwungenen Wegen erschlossen.

Heutige, Zustand / Nutzung:
An der Gartenseite des Herrenhauses haben sich zusammen mit dem Altbaumbestand noch die Teiche und mehrere Ausstattungen der ehemaligen Wasseranlagen erhalten. Der Landschafspark westlich der Schlossanlage ist nur noch schwer erkennbar, zumal die Wilhelmskapelle zerstört ist. Der Park wird heute intensiv forstwirtschaftlich genutzt.

Literaturangaben

  • Rodenkirchen, Nikolaus (Bearb.) / Rave, Wilhelm (Hrsg.) (1939): Die Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen: Kreis Warburg. Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen, Band 44, Münster, Seite 141 - 146.
  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe. Band 3.1: Kreis Höxter. Zugleich CD-ROM, Münster.
  • Seick, Carsten (1996): Studien zu landschaftlichen Gärten und Parks in Westfalen-Lippe unter besonderer Berücksichtigung der Anlagen privater Auftraggeber. Münster, Westfälische Wilhelm-Universität Münster, Dissertation, Band 1 - 4, Band 3, Seite 451.
Externe ID: LWL-GUP00157
Erfassungsdatum: 01.01.2000
Kategorie: Schlosspark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Literaturauswertung
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Auswertung historischer Karten
Touristische Bedeutung: Keine Angabe
Naturnähe: Keine Angabe
Historischer Zeitraum: ab 1801 - 1850
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10034288


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2008: Schlosspark Niesen
1998: Schloss Niesen
1896: Willebadessen
Schloss Niesen