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Gut Helmern, Willebadessen
 

An der Stelle einer mittelalterlichen Burg, die im 18. Jahrhundert abgerissen wurde, entstand nachfolgend die Gutsanlage mit Herrenhaus und großzügigem Wirtschaftshof mit Fachwerkgebäuden aus dem 19. Jahrhundert.

Externe ID: T-P363N403-20080404-0005
Erfassungsdatum: 04.04.2008
Kategorie: Staats- und Herrschaftswesen
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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1999: Gut Helmern

Zugehöriges Objekt

Gutspark Helmern, Willebadessen (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Privateigentum: Die Anlage ist nicht öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:

Weserbergland; am Ostrand des Eggegebirges in der Talaue der Helmerte; Größe etwa 2 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Nach der Vorgängeranlage eines fränkischen Wirtschaftshofes bewohnte im 13. und 14. Jahrhundert die Familie Schulten von Calenberg und Helmern einen befestigten Burgsitz in Helmern. Sie machten ihre Burg 1315 zum "Offenhaus" des Landgrafen von Hessen. Nach dem Aussterben der Familie Schulten gingen Burg und Land in Helmern größtenteils in den Besitz derer von Niehausen über. Die Familie hatte im 15. Jahrhundert großen Grundbesitz im Warburger Land. In der nachfolgenden Zeit ging der Besitz an das alte Rittergeschlecht von Spiegel zu Peckelsheim auf Helmern über, die im Laufe der letzten Jahrhunderte die Geschichte und wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde Helmern bestimmten.

Gebäude und Ausstattung:
An der Stelle einer mittelalterlichen Burg, die im 18. Jahrhundert abgerissen wurde, entstand nachfolgend die Gutsanlage mit Herrenhaus und großzügigem Wirtschaftshof mit Fachwerkgebäuden aus dem 19. Jahrhundert.

Art der Grünanlage:
Historischer Landschaftspark.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Der Landschaftspark wurde im Bereich nordwestlich des Herrenhauses vermutlich zur Mitte des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit dem Umbau des Wohngebäudes angelegt. Die Preußische Landesaufnahme von 1896 zeigt einen weitläufigen Landschaftspark, der von einem zweiteiligen Umgangsweg erschlossen wird. Am Ostrand des Parkes ist ein Teich erkennbar. Der Landschaftsgarten war zu dieser Zeit durch große Rasenflächen mit einzelnen Gehölzgruppen geprägt. Im Westen des Herrenhauses hat man eine intensiv gestaltete Fläche als "Pleasureground" mit Blumenbeeten angelegt. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden erste Umgestaltungen vorgenommen.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Vom Wirtschaftshof aus kommend, überquert man über eine Brücke die Helmerte und gelangt so zum Herrenhaus mit seinen gärtnerischen Anlagen. Der stellenweise verwilderte und ausgelichtete historische Landschaftspark ist mit dem erhaltenen Altbaumbestand in seinen Grundzügen noch erkennbar. Die Anlage wird nach Norden durch eine alte Mauer umgrenzt. Der größte Teil des ehemaligen "Pleasureground" ist in eine Weidefläche umgewandelt worden. Unmittelbar am Herrenhaus hat man die gepflegten Gartenanlagen in den letzten Jahren neu angelegt. Der südliche Wirtschaftsweg zur Gutsanlage wird durch eine markante Kastanienallee gesäumt.

Weitere Abbildungen:
Westfalia Picta, Band 5, S. 575 - 577

Quellenangaben

  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (1896): Blatt 4320, Willebadessen. Herausgegeben 1896, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.

Literaturangaben

  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe. Band 3.1: Kreis Höxter. Zugleich CD-ROM, Münster.
  • Meisel, Sofie (1959): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 98 Detmold. Naturräumliche Gliederung Deutschlands 98, Bonn-Bad Godesberg.
  • Luckhardt, Jochen (Bearb.) et al. (1995): Kreis Höxter, Kreis Paderborn. In: Westfalia Picta, Band 5, Bielefeld, Seite 575 - 577.
  • Kleinert, Adalbert (1991): Die Anfänge des Königshofes Elmeri. In: Jahrbuch 1991 Kreis Höxter, Höxter, Seite 243 - 246.
  • Seick, Carsten (1996): Studien zu landschaftlichen Gärten und Parks in Westfalen-Lippe unter besonderer Berücksichtigung der Anlagen privater Auftraggeber. Münster, Westfälische Wilhelm-Universität Münster, Dissertation, Band 1 - 4, Band 3, Seite 450.
Externe ID: LWL-GUP00056
Erfassungsdatum: 29.11.1999
Kategorie: Gutspark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Auswertung historischer Karten
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Literaturauswertung
Touristische Bedeutung: Keine Angabe
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1845 - 1855
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10033882


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1999: Gut Helmern
1999: Gut Helmern
1869: Gut Helmern
1896: Gut Helmern