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Schlossanlage Grevenburg, Nieheim
 

Arnd von Oeynhausen erbaute 1536 ein Vorwerk, das er nach dem Bach Greve als Grevenburg bezeichnete. Seine Söhne errichteten zwischen 1566 und 1579 das kleine Renaissance-Herrenhaus. 1655 erfolgten weitere Um- und Ausbauten, die die einzelnen Gebäudeflügel zu einem Viereck zusammenschlossen. Zwei kleine Eingangsbauten im Westen der Anlage und der weitläufige Wirtschaftshof mit zahlreichen Ökonomiebauten stammen aus dem 19. Jahrhundert.

Externe ID: T-P363N403-20080404-0003
Erfassungsdatum: 04.04.2008
Kategorie: Staats- und Herrschaftswesen
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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1998: Gut Grevenburg

Zugehöriges Objekt

Gutspark Grevenburg, Nieheim-Sommersell (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Privateigentum. Die Anlage ist nicht öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Weserbergland; nordöstlich von Sommersell; Größe etwa 2,5 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Arnd von Oeynhausen erbaute 1536 ein Vorwerk, das er nach dem Bach Greve als Grevenburg bezeichnete. Seine Söhne errichteten 1566 bis 1579 das kleine Renaissance-Herrenhaus als Stammsitz der Familie. Zur NS-Zeit logierte in der Grevenburg neben SS-Führer Heinrich Himmler auch Adolf Hitler. Der damalige Eigentümer Adolf von Oeynhausen war auf Hitlers persönliche Veranlassung zum Regierungspräsidenten in Minden aufgestiegen.

Gebäude und Ausstattung:
Mächtiges Torhaus im Westen mit achteckigem Treppenturm an der Hofseite, der Südflügel ist ein Fachwerkbau mit überkragenden Geschossen und kunstvoll geschnitzten Balkenköpfen. Der steinerne Nordflügel mit Freitreppe und reichverzierten Sandsteinportalen.

1655 erfolgten weitere Um- und Ausbauten, die die einzelnen Gebäudeflügel zu einem Viereck zusammenschlossen. Zwei kleine Eingangsbauten im Westen der Anlage und der weitläufige Wirtschaftshof mit zahlreichen Ökonomiebauten stammen aus dem 19. Jahrhundert.

Art der Grünanlage:
Historischer Landschaftspark.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Die Grevenburg war ursprünglich von einer 18 m­­ breiten Gräfte umgeben, die wiederum von einem mächtigen Ringwall gesäumt war, der bis zur Höhe des Dachansatzes der Burg reichte. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Wassergraben mit den gewaltigen Erdmassen der Wallanlage zum großen Teil verfüllt. Auf der so entstandenen Fläche wurde anschließend ein landschaftlicher Park mit Schlängelwegen angelegt. Aus Resten der Gräfte entstand im Osten ein größerer Teich mit Insel und im Süden ein schmaler Teich. Auf dem gärtnerisch gestalteten Wall wurde während der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts ein Belvedere mit Blick über den großen Teich angelegt. In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde der Park umgestaltet.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Der relativ gut gepflegte Park wird heute durch seinen alten Baumbestand charakterisiert. Vermutlich aus dem 19. Jahrhundert stammen eine Pflanzschale mit Steinsockel und ein rundes Wasserbecken mit Fontäne in einer halbrunden Nische.

Weitere Abbildungen:
Westfalia Picta, Band 5, Seite 336 - 342.

Quellenangaben

  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (1896): Blatt 4121, Schieder-Schwalenberg (Schwalenberg). Herausgegeben 1896, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.

Literaturangaben

  • Wengerzink, Lothar (1992): Adelssitze im Kreis Höxter in lithografischen Ansichten des 19. Jahrhunderts. In: Jahrbuch Kreis Höxter 1992, Höxter.
  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe. Band 3.1: Kreis Höxter. Zugleich CD-ROM, Münster.
  • Luckhardt, Jochen (Bearb.) et al. (1995): Kreis Höxter, Kreis Paderborn. In: Westfalia Picta, Band 5, Bielefeld.
  • Alber-Longère, Christine (1986): Grevenburg in Marienmünster. In: Schlösser, Burgen, Herrensitze in Ostwestfalen-Lippe, Bielefeld, Seite 167 - 169.
  • Duncker, Alexander (Hrsg.) (1862/63): Die ländlichen Wohnsitze, Schlösser und Residenzen der ritterschaftlichen Grundbesitzer in der preussischen Monarchie. Berlin, Band 5, Nr. 284.
Externe ID: LWL-GUP00053
Erfassungsdatum: 10.01.2000
Kategorie: Gutspark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Literaturauswertung
  • Auswertung historischer Karten
Touristische Bedeutung: Keine Angabe
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1845 - 1855
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10033854


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1998: Gut Grevenburg
1938: Gut Grevenburg
1896: Gut Grevenburg
1862: Gut Grevenburg
1837: Gut Grevenburg