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Gut Steinbeck, Bad Salzuflen
 

1864 erwarb Dr. von Lengerke das Rittergut Steinbeck, wo er abseits von den Wirtschaftsgebäuden ein Herrenhaus errichtete. Von Lengerke entstammte einer zu hohem Ansehen gelangten Bremer Patrizierfamilie. Er war Präsident des lippischen Landtages und Vorsitzender der lippischen Ritterschaft.

Externe ID: T-P363N403-20080314-0002
Erfassungsdatum: 14.03.2008
Kategorie: Staats- und Herrschaftswesen
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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Zugehöriges Objekt

Gutspark Steinbeck, Bad Salzuflen (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Privateigentum. Die Anlage ist nicht öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Weserbergland/Lipper Bergland; am Hang oberhalb der Salze nördlich von Bad Salzuflen; Größe etwa 2 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
1864 erwarb Dr. von Lengerke das Rittergut Steinbeck, wo er abseits von den Wirtschaftsgebäuden ein Herrenhaus errichtete. Von Lengerke entstammte einer zu hohem Ansehen gelangten Bremer Patrizierfamilie. Er war Präsident des lippischen Landtages und Vorsitzender der lippischen Ritterschaft.

Gebäude und Ausstattung:
Neugotisches Landhaus als zweigeschossiges Werksteingebäude mit Stilelementen der englischen Tudorgotik zwischen 1867 - 1869 errichtet. Am Haupteingang im Osten ist eine Loggia mit zwei Arkaden vorgebaut. Im Nordosten des Hauses ist ein mehrgeschossiger, quadratischer Turm angefügt. Die Wirtschaftsgebäude der Gutsanlage befinden sich im Norden des Wohnhauses.

Art der Grünanlage:
Historischer Landschaftspark.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Den landschaftlichen Gutspark ließ die Familie von Lengerke mit zahlreichen botanischen Raritäten des 19. Jahrhunderts gleichzeitig mit der Errichtung des Landsitzes anlegen. Die Anlage wird durch eine kreisrunde Zufahrt und weite Wiesenflächen mit Solitärbäumen und Gehölzgruppen gegliedert. Zu den zahlreichen seltenen Laub- und Nadelgehölzen gehören ein Japanischer Judasblattbaum (Cercidiphyllum japonicum), eine fast 50 m hohe Flusszeder (Libocedrus decurrens), eine alte Orientalische Fichte (Picea orientalis) und eine Sumpf-Eiche (Quercus palustris). 1890 brachte ein Familienmitglied aus Nordamerika verschiedene Japanische Fächerahorne mit.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Der gepflegte historische Landschaftspark ist gut erhalten.

Weitere Abbildungen:
Westfalia Picta, Band 10, Seite 904

Quellenangaben

  • Landesvermessungsamt NRW (Hrsg.) (1910): Topographische Karte 1:25.000, Blatt 3818. Bonn-Bad Godesberg.

Literaturangaben

  • Harms, Harry (1975): Seltene Gehölze im Park von Gut Steinbeck. In: Heimatland Lippe 3/1975, Detmold, 133 - 134.
  • Harms, Harry (1980): Gehölze in den Parkanlagen von Lippe. Gutspark Steinbeck in Wüsten. In: Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde, Band 49, Detmold, Seite 174 - 178.
  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe. Band 3.2: Kreis Lippe. Zugleich CD-ROM, Münster.
Externe ID: LWL-GUP00077
Erfassungsdatum: 01.01.2000
Kategorie: Gutspark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Geländebegehung/-kartierung
Touristische Bedeutung: Keine Angabe
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1867 - 1869
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10033574


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