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Kuranlage Grotenburg, Detmold
 

Am Osthang des Teutoburger Waldes und unterhalb des 1875 eröffneten Hermannsdenkmals etablierte sich seit dem späten 19. Jahrhundert im Luftkurort Hiddesen, heute Ortsteil von Detmold, ein Erholungs- und Kurwesen. Neben zahlreichen Gäste- und Logierhäusern entstand im frühen 20. Jahrhundert am steil abfallenden Hang der Grotenburg das Sanatorium Hiddesen mit einer kleinen Kuranlage.

Externe ID: T-P363N403-20080313-0004
Erfassungsdatum: 13.03.2008
Kategorie: Siedlung
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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1999: Grotenburg (Sanatorium Hiddesen)

Zugehöriges Objekt

Kuranlage Grotenburg (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Privateigentum. Die Außenanlage ist teilweise öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Weserbergland; am Osthang des Teutoburger Waldes; Größe etwa 1,5 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Am Osthang des Teutoburger Waldes und unterhalb des 1875 eröffneten Hermannsdenkmals etablierte sich seit dem späten 19. Jahrhundert im Luftkurort Hiddesen schnell ein Erholungs- und Kurwesen. Neben zahlreichen Gäste- und Logierhäusern entstand im frühen 20. Jahrhundert am steil abfallenden Hang der Grotenburg das Sanatorium Hiddesen.

Gebäude und Ausstattung:

1906 ließ der Bauherr Dr. Fuhrmann vom Detmolder Architekten Bollmann ein symmetrisches Sanatoriumsgebäude des Historismus mit einem zweigeschossigen Hauptflügel und zwei eingeschossigen Seitenflügeln mit Mansarddächern errichten. Das Gebäude ist inzwischen abgerissen. An der gleichen Stelle hat man 1998 - 1999 einen dreiteiligen Neubau errichtet.

Art der Grünanlage:
Historische Gartenanlage.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:

In axialer Orientierung auf das ehemalige Hauptgebäude legte man den Garten 1907 an. Die von Mauern umgrenzte und steil abfallende Gartenfläche wurde am Hang durch unterschiedlich hohe Stützmauern in drei Terrassen gegliedert. Eine große zweiläufige Freitreppe führte von der oberen Terrasse in den repräsentativ gestalteten Garten, dessen untere Terrasse als symmetrischen Abschluss ein rundes Wasserbecken mit Fontäne bildete. Im unteren Bereich der Anlage errichtete man kleine "Lufthäuschen", in denen nach Damen und Herren getrennt "frische Luft" inhaliert werden konnte. Dieser Bereich wurde auch als "Luftpark" bezeichnet. Die Gartenanlage hat man nach dem Niedergang des Sanatoriums im Verlauf der letzten Jahrzehnte vernachlässigt und den östlichen Bereich der ursprünglich weitläufigen Gartenflächen mit Einfamilienhäusern bebaut.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Die zentrale Gartenanlage ist im Norden des Neubaues auf der Grundlage eines gartendenkmalpflegerischen Fachgutachtens von 1999 - 2000 wiederhergestellt worden.

Quellenangaben

  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (1912): Blatt 4019, Detmold. Kartierung 1910, Herausgegeben 1912, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.

Literaturangaben

  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe. Band 3.2: Kreis Lippe. Zugleich CD-ROM, Münster.
  • Meisel, Sofie (1959): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 98 Detmold. Naturräumliche Gliederung Deutschlands 98, Bonn-Bad Godesberg.
Externe ID: LWL-GUP00030
Erfassungsdatum: 30.09.1999
Kategorie: Kurpark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Literaturauswertung
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Auswertung historischer Karten
Touristische Bedeutung: Keine Angabe
Naturnähe: Keine Angabe
Historischer Zeitraum: ab 1907
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10033518


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1999: Grotenburg (Sanatorium Hiddesen)
1999: Grotenburg (Sanatorium Hiddesen)
1910: Grotenburg