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Burganlage Dringenberg, Bad Driburg
 

In Dringenberg, 1316 erstmals erwähnt, ließ Bischof Bernhard V. von Paderborn die Burg auf dem Bergplateau über dem Bachtal der Oese errichten. Um 1323 war der Bau der Burg, der Stadtmauern und der städtischen Siedlung vorläufig abgeschlossen. Südlich der Burg wurde die "Freiheit" durch Mauern vom städtischen Rechtsbereich abgetrennt. 1323 verlieh Bischof Bernhard V. von Paderborn dem Ort das Borgentreicher Stadtrecht. Die Burg war seit dem 14. Jahrhundert Sitz des Landdrosten des Oberamtes Dringenberg und Verwaltungszentrum des "Oberwäldischen Distriktes". Der Ort Dringenberg war mit seiner weithin sichtbaren Burg vom 15. bis zum 17. Jahrhundert zeitweilig Residenz der Paderborner Fürstbischöfe. Nach der Säkularisation wurde Dringenberg 1803 preußische Staatsdomäne und die Burg ging 1825 in den Besitz der Stadt über und wurde Sitz der Verwaltung des Amtes Dringenberg.

Externe ID: T-P363N403-20080313-0002
Erfassungsdatum: 13.03.2008
Kategorie: Staats- und Herrschaftswesen
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2004: Burggarten Dringenberg

Zugehöriges Objekt

Burggarten Dringenberg, Bad Driburg (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Stadt Bad Driburg, Am Rathausplatz 2, 33014 Bad Driburg. Die Anlage ist öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Weserbergland/Oberwälder Land; in reizvoller Lage auf der Höhe des Dringenberges; Größe etwa 2 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Der Ort Dringenberg war mit seiner weithin sichtbaren Burg vom 15. bis zum 17. Jahrhundert zeitweilig Residenz der Paderborner Fürstbischöfe. Die Bischöfe wussten die strategische Lage des 1316 erstmals erwähnten Ortes zu schätzen. Um 1323 war der Bau der Burg, der Stadtmauern und der städtischen Siedlung vorläufig abgeschlossen. Südlich der Burg wurde die "Freiheit" durch Mauern vom städtischen Rechtsbereich abgetrennt. Nach der Säkularisation wurde Dringenberg 1803 preußische Staatsdomäne und die Burg ging 1825 in den Besitz der Stadt über und wurde Sitz der Verwaltung des Amtes Dringenberg.

Gebäude und Ausstattung:
Höhenburg mit unregelmäßiger viereckigen Ringmauer mit Wehrturm, Wehrmauer und großem Innenhof, im Süden und Osten durch einen mächtigen Graben geschützt. Der Gründungsbau wurde von 1318 bis 1323 errichtet, 1488 und 1547 erweitert und umgebaut, im Dreißigjährigen Krieg durch Brand beschädigt und anschließend wiederhergestellt. Weitere Baumaßnahmen erfolgten Anfang des 18. und im 19. Jahrhundert.

Art der Grünanlage:
Grünanlage des 20. Jahrhunderts und Burgpromenade.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Auf der südlich der Burg vorgelagerten "Freiheit" standen ursprünglich Gesindehäuser, Stallungen, das Gefängnis und die erhaltene Zehntscheune, die heute als Stadthalle genutzt wird. Hauptsächlich in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden die verbliebenen Wirtschaftsgebäude abgerissen und auf der Fläche eine zeitgemäße Grünanlage gestaltet. Um die Burg wurde ein Umgangsweg als Promenade vermutlich schon im 19. Jahrhundert angelegt und wird bis heute durch mächtige alte Eichen und Linden geprägt.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Während die platzartige Fläche der "Freiheit" durch einige Altbäume (Eiche und Kastanien) charakterisiert wird, erstreckt sich im westlichen Anschluss daran eine moderne Grünanlage, die durch weite Rasenflächen und Randbepflanzung mit niedrig wachsenden Gehölzen und Stauden bestimmt wird. Auffällig ist eine Geländestufe mit einer Treppe, die die Grünanlage somit in zwei Terrassen gliedert. Der "Burggarten" und die Promenade werden gepflegt, leider fehlen der Burgpromenade an besonders markanten Stellen Ruhe- und Aussichtsplätze.

Abbildungen:
weitere Abbildungen: Westfalia Picta, Band 5, Seite 88 - 95

Quellenangaben

  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (1896): Blatt 4320, Willebadessen. Herausgegeben 1896, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.

Literaturangaben

  • Meisel, Sofie (1959): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 85 Minden. Naturräumliche Gliederung Deutschlands 85, Bonn-Bad Godesberg.
  • Luckhardt, Jochen (Bearb.) et al. (1995): Kreis Höxter, Kreis Paderborn. In: Westfalia Picta, Band 5, Bielefeld, Seite 88 - 95.
  • Schröder, Markus (1986): Burg Dringenberg in Dringenberg. In: Schlösser, Burgen, Herrensitze in Ostwestfalen-Lippe, Bielefeld, Seite 81 - 83.
  • Böker, Doris (1989): Burg Dringenberg. Schnell Kunstführer, Nr. 1764, München.
  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe. Band 3.1: Kreis Höxter. Zugleich CD-ROM, Münster.
  • Pöppel, Diether (1981): Dringenberg. Stadt, Burg und Kirche im Wandel der Jahrhunderte. Bad Driburg.
Externe ID: LWL-GUP00012
Erfassungsdatum: 30.06.1999
Kategorie: Burggarten
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Literaturauswertung
  • Auswertung historischer Fotos
  • Auswertung historischer Karten
  • Geländebegehung/-kartierung
Touristische Bedeutung: gering - ist einen Besuch vor Ort wert
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1960 - 1969
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10033490


In Karte anzeigen

2004: Burggarten Dringenberg
2004: Burggarten Dringenberg
1900: Burg Dringenberg
1896: Burg Dringenberg