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Schloss Wendlinghausen, Dörentrup
 

Hilmar von Münchhausen ließ zwischen 1613 und 1616 das von einem Wassergraben umgebene Weserrenaissanceschloss erbauen. 1731 erwarb die Familie von Reden das Schloss mit den dazugehörigen Gutsanlagen und nutzt es seither als Wohnsitz.


Externe ID: T-P363N403-20080303-0010
Erfassungsdatum: 03.03.2008
Kategorie: Staats- und Herrschaftswesen
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2005: Schloss Wendlinghausen

Zugehöriges Objekt

Schlosspark Wendlinghausen, Dörentrup (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Privateigentum. Die Besichtigung ist nach Voranmeldun­g und im Rahmen von Veranstaltungen möglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Inmitten des Lipper Berglandes, nördlich der Ortschaft Wendlinghausen, im Talraum der Bega gelegen; Größe etwa 2 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Hilmar von Münchhausen ließ zwischen 1613 und 1616 das von einem Wassergraben umgebene Weserrenaissanceschloss erbauen. 1731 erwarb die Familie von Reden das Schloss mit den dazugehörigen Gutsanlagen und nutzt es seither als Wohnsitz.

Gebäude und Ausstattung:
Schlossbau der späten Weserrenaissance; Gutshof mit Gebäuden des 18. und 19. Jahrhunderts. Zwischen Schloss und Park sind eine Garage aus Fachwerk mit Schmuckbalken aus dem Jahre 1756 und ein ehemaliges Backhaus vom Noltehof in Spork errichtet worden. Im Park sind moderne Großskulpturen aufgestellt.

Art der Grünanlage:
Historischer Landschaftspark.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Im 18. Jahrhundert erfolgte die Pflanzung von zahlreichen Eichen im sogenannten "Lustholz", das sich im Norden mit mehreren Teichen an den Park anschließt. Nach ersten planmäßigen Baumpflanzungen und der Anlage eines Familienfriedhofes zu Beginn des 19. Jahrhunderts, war die Anlage des Parks vor allem dem botanischen und dendrologischen Interesse Ernst von Redens (1806 bis 1869) zu verdanken. Eine planmäßige Gestaltung des Parks ist bis zum frühen 20. Jahrhundert nicht erfolgt. Nach dem 1. Weltkrieg beauftragte Otto von Reden den Königlich Preußischen Garteninspektor Paul Lässig aus Magdeburg mit der Umgestaltung und Erweiterung des Parks. Neben der Neugruppierung von Bäumen und Sträuchern wurde auch ein umfangreiches Wegenetz angelegt.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Nach einigen kleineren Umgestaltungen in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts sind gegenwärtig die zahlreichen exotischen Solitärbäume gestaltprägend. Hervorzuheben sind ein fast zweihundert Jahre alter Tulpenbaum, eine Flügelnuss, eine japanische Kobuski-Magnolie und mehrere Riesen-Lebensbäume sowie Sapindusfichten. Der Schlosspark ist gut gepflegt und wird von der Familie des Eigentümers genutzt.

Seit 2000 finden im Park von Schloss Wendlinghausen immer wieder Rauminszenierungen mit Skulpturenausstellungen verschiedener Künstler statt:

2000    „5 Frauen“ von Thomas Schütte
2001    „51 Gartenornamente“ von Martha Schwartz
2002    „Jazz-Skulpturen“ von George Condo
2004    „Maman“ von Louise Bourgeois
2005    „Drei ausgesetzte Kinder“ von Tobias Rehberger

Der Schlosspark Wendlinghausen ist ein Bestandteil des europäischen Gartennetzwerkes (EGHN).

Quellenangaben

  • o. A. (1996): Bestandsliste der Gehölze im Schlosspark vom 01.01.1996. Wendlinghausen.
  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (1910): Blatt 3920, Extertal (Bösingfeld). Herausgegeben 1910, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.
  • Stiftung Schloss Dyck, Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur (Hrsg.) (2012): http://www.eghn.org/wendlinghausen-prolog. Zuletzt aufgerufen 02.03.2012, Jüchen.

Literaturangaben

  • Maoro, Ernst (1986): Schloss Wendlinghausen in Lemgo. In: Schlösser, Burgen, Herrensitze in Ostwestfalen-Lippe, Bielefeld, Seite 155 - 157.
  • Bufe, Thomas (2000): Gartenreise - Ein Führer durch Gärten und Parks in Ostwestfalen-Lippe. Münster, Seite 117 - 119.
  • Harms, Harry (1980): Gehölze in den Parkanlagen von Lippe. In: Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde, Band 49, Detmold, Seite 168 - 284, Seite 243 - 245.
  • Harms, Harry (1973): Seltene Bäume im Schlosspark zu Wendlinghausen. In: Heimatland Lippe, 66 Jg., Nr. 3/1973, Detmold, Seite 92.
  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe. Band 3.2: Kreis Lippe. Zugleich CD-ROM, Münster.
  • Reden, Dankward von (1994): Der Park des Rittergutes Wendlinghausen. Maschinenschriftl. Manuskript mit Abbildungen, Wendlinghausen.
  • Soenke, Jürgen (1977): Das Renaissanceschloss. In: Heimatland Lippe 70. Jg., 4/1977, Detmold, Seite 149 - 155.
Externe ID: LWL-GUP00169
Erfassungsdatum: 01.01.2000
Kategorie: Schlosspark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
  • Literaturauswertung
  • Archivauswertung
  • Geländebegehung/-kartierung
Touristische Bedeutung: mittel - ist einen Abstecher wert
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1613 - 1616
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10033336


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2013: Dörentrup, Schloss Wendlinghausen
2005: Schlosspark Wendlinghausen
2005: Schlosspark Wendlinghausen, Raum-Inszenierung
2004: Schlosspark Wendlinghausen, Rauminszenierungen Garten-Landschaft OWL
2002: Schlosspark Wendlinghausen, Raum-Inszenierung
2001: Schlosspark Wendlinghausen, Raum-Inszenierung
2000: Schlosspark Wendlinghausen, Raum-Inszenierung
1910: Dörentrup