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Gut Mönchshof, Barntrup
 

Das Gut Mönchshof stammt aus dem späten Mittelalter. 1471 gelangte der Besitz an die Familie von Kerssenbrock, die ihren Stammsitz auf Schloss Barntrup hat. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts blieb die Anlage im Familienbesitz und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg veräußert.

Externe ID: T-P363N403-20080303-0007
Erfassungsdatum: 03.03.2008
Kategorie: Staats- und Herrschaftswesen
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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1999: Gut Mönchshof

Zugehöriges Objekt

Gutspark Mönchshof, Barntrup (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Privateigentum; die Anlage ist nicht öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Weserbergland/Lipper Bergland; westlich von Barntrup im Begatal; Größe etwa 4 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:

Das Gut Mönchshof stammt aus dem späten Mittelalter. 1471 gelangte der Besitz an die Familie von Kerssenbrock, die ihren Stammsitz auf Schloss Barntrup hat. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts blieb die Anlage im Familienbesitz und wurde nach dem 2. Weltkrieg veräußert.

Gebäude und Ausstattung:
Der Mindener Domküster Friedrich August von Kerssenbrock erbaute 1764 das stattliche verputzte Gutshaus mit Krüppelwalmdach und großer doppelläufiger Freitreppe an der Südseite. Die Ökonomiebauten der Gutsanlage wurden östlich vom Wohnhaus auf der gegenüberliegenden Seite des Wirtschaftsweges errichtet. Westlich vom Gutshaus sind noch einige kleinere Fachwerkbauten und ein auffälliges Gebäude aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.

Art der Grünanlage:
Historischer Landschaftsgarten.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Der von einer Bruchsteinmauer umgrenzte Landschaftsgarten wurde vermutlich zur Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt. Mehrere historische Pläne und Ansichten zeigen um das stattliche Wohnhaus eine großzügig gestaltete Gartenanlage. Die landschaftliche Anlage mit zahlreichen dendrologischen Besonderheiten wurde durch den Lauf der Bega in zwei Bereiche geteilt und durch ein System aus Schlängelwegen erschlossen. Auf einem 1875 datierten Aquarell lassen sich an der Straßenseite des Herrenhauses mehrere aufgestellte Kübelpflanzen und an der von einer Lindenreihe flankierten Zufahrt ein als Teppichbeet gestaltetes Rondell erkennen.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Bemerkenswert ist der erhaltene Altbaumbestand mit zahlreichen Raritäten des 19. Jahrhunderts. Das Wegenetz im landschaftlichen Bereich ist nicht mehr im ursprünglichen Verlauf vorhanden und weite Bereiche der Anlage werden als Weide genutzt. Die Bruchsteinmauer als Umgrenzung des Gartens ist an vielen Stellen eingestürzt.

Quellenangaben

  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (1910): Blatt 3920, Extertal (Bösingfeld). Herausgegeben 1910, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.
  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (1896): Blatt 4020, Willebadessen. Herausgegeben 1896, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.

Literaturangaben

  • Wehrmann, Volker (zusammengestellt u. bearbeitet) (1985): Burgen, Schlösser, Herrensitze, Kirchen, Bauernhöfe, Bürgerhäuser in Lippe. Lippischer Heimatbund (Hrsg.), Detmold, Seite 101-103.
  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe. Band 3.2: Kreis Lippe. Zugleich CD-ROM, Münster.
Externe ID: LWL-GUP00065
Erfassungsdatum: 01.01.2000
Kategorie: Gutspark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Auswertung historischer Karten
  • Literaturauswertung
Touristische Bedeutung: Keine Angabe
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1845 - 1855
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10033294


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1999: Gut Mönchshof
1910: Gut Mönchshof