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Kirchenanlage Stockkämpen, Halle
 

Ab 1691 durch Stiftung der Familien Korff-Schmiesing auf Schloss Tatenhausen und Wendt auf Schloss Holtfeld errichte katholische Kirche. Neben der Kirche entstanden zwei weitere Gebäude, das Schulhaus und das Pfarrhaus sowie auf dem zug­ehörigen Friedh­of ein Mausoleum, heute als Kapelle genutzt. Stockkämpen ist auch heute noch Ziel einer Prozession.

Externe ID: T-P363N403-20080303-0004
Erfassungsdatum: 03.03.2008
Kategorie: Religion
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2006: Stockkämpen

Zugehöriges Objekt

Stockkämpen, Halle-Hörste (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Privateigentum. Die Anlage ist öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Ostmünsterland, etwa 3 ­­km­ südlich des Teutoburger Waldes, Größe etwa 4,1 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Nachdem die Grafschaft Ravensberg zu Beginn des 17. Jahrhunderts zu Brandenburg kam, hatte sich die Reformation dort bis etwa zum Ende des 17. Jahrhunderts durchgesetzt. Nur wenige adlige Familien waren katholisch geblieben. 1672 wurde diesen durch den Kurfürsten von Brandenburg die Erlaubnis erteilt, an geeigneten Stellen auf eigene Kosten eine Kirche oder Kapelle zu errichten.

Die Familien Korff-Schmiesing auf Schloss Tatenhausen und Wendt auf Schloss Holtfeld waren katholisch geblieben und errichteten im Rahmen einer Stiftung der Legende nach genau auf der Mitte zwischen ihren Schlössern 1691 eine Kirche, die 1696 geweiht wurde. Die Verwaltung und Seelsorge wurde von den Franziskanern aus Wiedenbrück übernommen, die die Stiftung mit zwei, später drei Patres besetzte.

Neben der Kirche entstanden zwei weitere Gebäude, das Schulhaus und das Pfarrhaus sowie auf dem zugehörigen Friedhof ein Mausoleum, heute als Kapelle genutzt. Stockkämpen ist auch heute noch Ziel einer Prozession.

Gebäude und Ausstattung:
Die barocke Kirche ist durch eine schlichte und zurückhaltende Architektur gekennzeichnet, zu der eine sehr reiche Innenausstattung im Kontrast steht. Hier ist insbesondere der hochbarocke Hochaltar vom Ende des 17. Jahrhundert hervorzuheben. Das Schulhaus wurde bis 1968 als solches genutzt, nach einem Kindergarten dient es heute als Gemeindehaus.

Art der Grünanlage:
Kirchliche Anlage.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
An eine hofartige Anordnung von Kirche und Gebäuden mit einer alten Linde sowie einer Bonifatiusstatue schließt nach Westen der Friedhof, nach Osten eine Obstwiese und nach Süden ein Waldstück an, in dem sich einzelne Bildstöcke befinden.

Stockkämpen ist keine Parkanlage im eigentlichen Sinn. Nach dem Bau der Kirche und der anderen Gebäude zu einem kleinen katholischen Zentrum ist durch die Konfiguration der Gebäude, die Lage im Wald, den Friedhof mit teilweise historisch bedeutenden Grabmalen sowie die Bildstöcke an den Wegeachsen im Wald ein landschaftliches Ensemble von besonderem Reiz entstanden.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Die Gebäude und die Anlage werden heute noch für kirchliche Zwecke genutzt. Sie befinden sich insgesamt in einem guten Zustand.

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Quellenangaben

  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (1895): Blatt 3915, Bockhorst. Herausgegeben 1895, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.

Literaturangaben

  • Hauser, Ulrike (1992): Die Kapelle Stockkämpen - Katholische Enklave im evangelischen Ravensberg. In: Heimat-Jahrbuch Kreis Gütersloh 1992, Gütersloh, Seite 126-130.
  • Schmitt, Michael (Bearb.) (2002): Minden-Ravensberg Stadt Bielefeld - Kreis Gütersloh Kreis Herford - Kreis Minden-Lübbecke. In: Westfalia Picta, Band 7, Münster, Seite 133 - 134.
  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. In: Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe Heft 3, Band 3.3 Kreis Gütersloh, Kreis Minden-Lübbecke. Zugl. CD-ROM, Münster.
  • Meisel, Sofie (1961): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 83/84 Osnabrück-Bentheim. Naturräumliche Gliederung Deutschlands 83/84, Bonn-Bad Godesberg.
  • Fronemann, Walter (ca. 1988): Hörste im Wandel der Zeiten. Chronik eines westfälischen Dorfes im Spiegel der Familiengeschichte Fronemann. Gelsenkirchen-Buer.
Externe ID: LWL-GUP00188
Erfassungsdatum: 19.09.1999
Kategorie: Kirchenanlage
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Auswertung historischer Karten
  • mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
  • Literaturauswertung
  • Geländebegehung/-kartierung
Touristische Bedeutung: gering - ist einen Besuch vor Ort wert
Naturnähe: Keine Angabe
Historischer Zeitraum: ab 1691
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10033210


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2006: Stockkämpen
2006: Stockkämpen
2006: Stockkämpen
2001: Stockkämpen
1895: Halle
Stockkämpen