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Burg Mühlenburg, Spenge
 

Die mittelalterliche Wasserburg mit Mühle wird erstmals 1468 als Besitz der Freiherren von Ledebur erwähnt. Heinrich von Ledebur war von 1690 bis 1733 der Droste zu Ravensberg. Die Mühlenburg wurde anstelle der Ravensburg bei Borgholzhausen sein neuer Amtssitz. 1858 verkauft die Familie von Ledebur das Anwesen, das seit dieser Zeit häufig wechselnde Besitzer hatte. Von der mittelalterlichen Burganlage sind noch die Grundmauern und ein Eckturm vorhanden, der ein Wappen mit der Jahreszahl 1705 trägt. Das Herrenhaus und die weitläufigen Wirtschaftsgebäude sind Um- und Anbauten des Historismus mit Stilelementen der Renaissance und des Barocks. Die Gebäude werden heute überwiegend für Wohnzwecke genutzt.

Externe ID: T-P363N403-20080303-0001
Erfassungsdatum: 03.03.2008
Kategorie: Staats- und Herrschaftswesen
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2000: Schloss Mühlenburg

Zugehöriges Objekt

Schlosspark Mühlenburg, Spenge (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Privateigentum. Die Anlage ist teilweise öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Ravensberger Hügelland; südwestlich des Stadtzentrums von Spenge im Talraum des Mühlenbaches; Größe um 2 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Als Besitz der Freiherren von Ledebur wird eine mittelalterliche Wasserburg mit Mühle erstmals 1468 erwähnt. Heinrich von Ledebur war von 1690 bis 1733 der Droste zu Ravensberg. Die Mühlenburg wurde anstelle der Ravensburg bei Borgholzhausen sein neuer Amtssitz. 1858 verkauft die Familie von Ledebur das Anwesen, das seit dieser Zeit häufig wechselnde Besitzer hatte.

Gebäude und Ausstattung:
Von der mittelalterlichen Burganlage sind noch die Grundmauern und ein Eckturm vorhanden, der ein Wappen mit der Jahreszahl 1705 trägt. Die Gräften der Wasserburg wurden 1858 verfüllt. Das Herrenhaus und die weitläufigen Wirtschaftsgebäude sind Um- und Anbauten des Historismus mit Stilelementen der Renaissance und des Barocks. Die Gebäude werden heute überwiegend für Wohnzwecke genutzt.

Art der Grünanlage:
Historischer Landschaftspark.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Bisher sind historische Pläne oder Abbildungen zu der landschaftlichen Anlage nicht bekannt. Heute lassen aber noch einige wenige Altbäume auf eine landschaftliche Gestaltung des 19. Jahrhunderts schließen. Die Preußische Landesaufnahme von 1895 zeigt im südlichen Anschluss an die Hauptgebäude eine Fläche mit Parksignatur, die jenseits des Mühlenbaches, in östlicher Richtung in ein Wäldchen überging. Der Bach war in diesem Bereich zu einem kleinen Teich aufgestaut. Der westliche Bereich des Parks war von einer Mauer umgeben.

Eine Besonderheit der gärtnerischen Anlage war die sogenannte "Freiligrath-Linde", deren Äste spalierartig rechtwinklig gezogen waren. Auf den waagerechten Teil der Äste legte man bei Veranstaltungen mehrere Bretter, auf denen dann Musikanten Platz nahmen um von dort aus aufzuspielen.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Eine asphaltierte Zufahrt teilt die Anlage von Süden aus in zwei Bereiche. Vom einstigen Landschaftspark haben sich auf den weiten Rasenflächen nur noch wenig alte Bäume erhalten. So finden sich eine Buche und eine Kiefer an der Zufahrt, eine Linde im Südwesten sowie ein Ahorn und eine Platane im westlichen Bereich der Anlage. Teile des Herrenhauses sind mit Efeu berankt und unmittelbar am Haus hat man einige kleiner Zierbeete angelegt. Die Schloßstraße, als ursprüngliche Zufahrt zum Gut, wird von alten Linden gesäumt.

Ergänzt wird die Gesamtanlage durch einen großen Teich westlich der Burg, in dem der Bachlauf des Spenger Mühlenbachs seit altersher als Mühlenteich aufgestaut wurde.

Quellenangaben

  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (1895): Blatt 3816, Spenge (Neuenkirchen). Herausgegeben 1895, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.

Literaturangaben

  • Sahrhage, Norbert (1994): Das geheimnisvolle Verschwinden des Ludwig Albert Wirth, Amtmann in Spenge 1907-1911. In: Minden-Ravensberger, Bielefeld, Seite 103 - 105.
  • Meisel, Sofie (1959): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 85 Minden. Naturräumliche Gliederung Deutschlands 85, Bonn-Bad Godesberg.
  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalen-Lippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe Band 3.4: Stadt Bielefeld, Kreis Herford, Kreis Paderborn. Zugleich CD-ROM, Münster.
  • Maoro, Ernst (1986): Mühlenburg in Spenge. In: Schlösser, Burgen, Herrensitze in Ostwestfalen-Lippe, Bielefeld, Seite 220 - 222.
  • Wehrenbrecht, August (1987): Bilder und Geschichten aus sechs Jahrhunderten. Bielefeld, Seite 23-32.
Externe ID: LWL-GUP00156
Erfassungsdatum: 31.08.2000
Kategorie: Schlosspark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Literaturauswertung
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Auswertung historischer Fotos
  • Auswertung historischer Karten
Touristische Bedeutung: gering - ist einen Besuch vor Ort wert
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1801 - 1860
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10033168


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2000: Schlosspark Mühlenburg
Schloss Mühlenburg
1895: Spenge