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LWL-Klinik Gütersloh
 

Die LWL-Klinik Gütersloh wurde 1919 als Provinzial-, Heil- und Pflegeanstalt gegründet. Sie ist eine Einrichtung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).

Die LWL-Klinik Gütersloh ist Kooperationspartner der Universität Bielefeld und versorgt gemeindenah mit 318 stationären Betten, 79 Tagesklinikplätzen und ausgebauten Institutsambulanzen mehr als 16.000 Patienten im Jahr.

Das maßgeblich von dem damaligen ärztlichen Direktor der Anstalt, Herrn Dr. Hermann Simon, entwickelte Bau- und Gebäudekonzept sah die Unterbringung der psychisch kranken Patienten in pavillonartigen Gebäuden in einer weitläufigen Parklandschaft vor. Die im Park eingebundenen Gebäude aus der Gründungszeit sowie die Wohnstraßen sind weitgehend erhalten.

Externe ID: T-P363N403-20080227-0006
Erfassungsdatum: 27.02.2008
Kategorie: Siedlung
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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Zugehöriges Objekt

Park der LWL- Klinik Gütersloh (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Landschaftsverband Westfalen-Lippe, LWL-Klinik Gütersloh, Anschrift Hermann-Simon-Straße 7, 33334 Gütersloh. Die Anlage ist öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Ostmünsterland, Gütersloher Sandebene. Die Klinik liegt am westlichen Stadtrand von Gütersloh. Größe der Gesamtanlage etwa 50 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Die LWL-Klinik Gütersloh wurde 1919 als Provinzial-, Heil- und Pflegeanstalt gegründet. Das maßgeblich von dem damaligen ärztlichen Direktor der Anstalt, Herrn Dr. Hermann Simon, entwickelte Bau- und Gebäudekonzept sah die Unterbringung der psychisch kranken Patienten in pavillonartigen Gebäuden in einer weitläufigen Parklandschaft vor.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Schritte zur Öffnung der Klinik eingeleitet und konsequent ab Beginn der 80er Jahre umgesetzt. Ab 1990 wurde die Patientenzahl der LWL-Klinik durch intensive Bemühungen zur Enthospitalisierung der chronisch psychisch kranken Menschen mehr als halbiert.

Gebäude und Ausstattung:
Die im Park eingebundenen Gebäude aus der Gründungszeit sowie die Wohnstraßen sind weitgehend erhalten. Sie wurden in den letzten Jahren für neue Nutzungen umgebaut, modernisiert oder durch Neu- und Anbauten ergänzt.

Gebäude mit starkem Bezug zum Park sind der Festsaal und eine ehemalige Friedhofskapelle. 1972 erfolgte der Bau des Sozialzentrums mit mehreren Gebäuden am Westrand des Parks.

Art der Grünanlage:
Historischer Krankenhauspark.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Der heute denkmalgeschützte Kernbereich aus dem Jahr 1919 hat eine Größe von fast 37 Hektar. Das Parkgelände wies unterschiedlich strukturierte Teilräume auf:

  • Im Umfeld der Pavillons befanden sich ursprünglich zugeordnete Gärten, die von den Patienten bewirtschaftet wurden und in Parkflächen zur Abgrenzung der Gebäude voneinander übergingen.
  • Am Hauptgebäude sowie im Umfeld des Gesellschaftshauses (heute Festsaal) entstanden repräsentative Gartenanlagen, die die landschaftliche Struktur der Gütersloher Sandebene mit ihren kleinen Dünen gestalterisch aufgriffen.
  • Am Nordwestrand entstand ein Friedhof, auf dem ­u. a.­ Hermann Simon sowie Vater und Sohn Blank begraben sind, die beide langjährig als Gärtner den Park betreuten.

Mit den Erweiterungen nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden ein Wildgehege, Sportanlagen sowie moderne Grünflächen im Umfeld neuer Klinikgebäude.
Nach dem Rückgang der Patientenzahlen und die dadurch angestrebte Umnutzung der Gebäude eröffnen sich Möglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Gütersloh, die Anlagen verstärkt für Gesundheitsdienstleistungen, Freizeit und Kulturveranstaltungen zu nutzen. Durch zahlreiche Veranstaltungen auf dem Gelände wurde seit einigen Jahren eine stärkere Öffnung und Nutzung des Parks für die Öffentlichkeit eingeleitet. Dazu wird zurzeit (Stand 2000) die Parkplatz- und Zugangssituation an der Nordseite des Parks umgestaltet.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Die Struktur der Gesamtanlage, wie sie bis in die 30er Jahre errichtet wurde, ist weitgehend erhalten. Die Patientengärten an den Pavillons sind nicht mehr vorhanden. Die Flächen zwischen den Pavillons sind durch dichten Baumbestand aus alten und jüngeren Bäumen gekennzeichnet. Sie nehmen inzwischen waldartigen Charakter an und gehen somit fließend in die das Gebäude umgebenden Waldflächen über.

Die repräsentativen Parkteile im Umfeld des Festsaals sind erhalten und werden gepflegt, allerdings ist hier auch durch zu dichten Gehölzbestand die gestalterische Qualität nicht mehr voll erkennbar. Am Übergangsbereich zum Friedhof hat sich auf kleinen Sanddünen eine interessante Struktur aus naturnahen und gestalterischen Elementen entwickelt.

Literaturangaben

  • Meisel, Sofie (1959): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 98 Detmold. Naturräumliche Gliederung Deutschlands 98, Bonn-Bad Godesberg.
  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. In: Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe Heft 3, Band 3.3 Kreis Gütersloh, Kreis Minden-Lübbecke. Zugl. CD-ROM, Münster.
Externe ID: LWL-GUP00139
Erfassungsdatum: 01.01.2000
Kategorie: Krankenhausanlage
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Literaturauswertung
Touristische Bedeutung: Keine Angabe
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1930 - 1939
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10033140


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2001: LWL-Klinik Gütersloh
2001: LWL-Klinik Gütersloh
2001: LWL-Klinik Gütersloh