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Haus Werther, Werther
 

Haus Werther ist ein altes Rittergut, erstmalig erwähnt 1295. Nach mehrfachem Besitzerwechsel ist das Haus Eigentum der Stadt Werther und wird seit 1994 als Bürgerbegegnungsstätte und Bibliothek genutzt.

Externe ID: T-P363N403-20080227-0005
Erfassungsdatum: 27.02.2008
Kategorie: Staats- und Herrschaftswesen
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2001: Haus Werther

Zugehöriges Objekt

Park am Haus Werther, Werther (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Die Gebäude und die Gräfteninsel sind Eigentum der Stadt Werther und weitgehend öffentlich zugänglich; die Gartenflächen südlich der Gräfte sind privat und nicht zugänglich. Die Parkteile sind jedoch von den angrenzenden öffentlichen Wegen gut einzusehen.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Ravensberger Hügelland im nordöstlichen Osning-Vorland im Talraum des Schwarzbachs, am östlichen Rand des Stadtzentrums Werther innerhalb von Wohngebieten, eingebettet in eine öffentliche Grünanlage entlang des Schwarzbachs, Größe etwa 1,5 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Haus Werther ist ein altes Rittergut, erstmalig erwähnt 1295. Seit 1385 in Lehen der Grafen von Ravensberg, die 1526 die Grafen v. Hatzfeld mit dem Gut belehnten. Die Grafen von Hatzfeld aus Hessen besaßen das Gut bis 1803, bewohnten es aber nie, sondern ließen es verwalten. 1840 kam das Haus in den Besitz des damaligen Landrates des Kreises Halle, zur Hellen . Es diente von 1843 bis 1855 auch als Landratsamt. 1887/88 wurden die Gebäude an die Firma Weinberg verkauft, die dort bis 1938 eine Zigarrenfabrik betrieb. Der Besitz der jüdischen Familie Weinberg wurde 1938 arisiert und kam an die Herforder Zigarrenfabrik. Nach Rückübertragung 1951 verkaufte die Familie Weinberg das Haus an einen weiteren Zigarrenfabrikanten. Bis 1966 wurden im Hause Zigarren produziert, bis Ende der 80er Jahre war es noch Sitz eines Zigarrenvertriebs. Seit 1994 dient das Haus als Bürgerbegegnungsstätte und Bibliothek.

Gebäude und Ausstattung:
Die Gebäudekonfiguration entspricht wohl weitgehend der ursprünglichen Burganlage. Die Gebäude sind vollständig von einer Gräfte umgeben, die vom Schwarzbach gespeist werden. Der Bach treibt eine zum Komplex gehörende Mühle. Der Hof ist über eine Brücke mit Sandsteinpfeilern mit dem Wappen der Fam. Hatzfeld zu erreichen.

Die Gebäude wurden 1751 in schlichtem barocken Stil umgewandelt und in Folge der wechselnden Nutzungsansprüche, insbesondere der Zigarrenproduktion, angepasst. In der Gartenfläche außerhalb der Gräfte befindet sich ein modernes Wohnhaus.

Art der Grünanlage:
Ehemaliger Gutspark.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Die Karte der Preuß. Landesaufnahme von 1895 zeigt keine Parksignatur, sondern stellt Gartenflächen dar. Nach dem Alter des Baumbestandes ist davon auszugehen, dass Mitte des 19. Jahrhunderts während der Zeit als Landratssitz ein repräsentativer Garten angelegt wurde, von dem heute insbesondere die Alteichen an der Gräfte, eine Linde in der Südwestecke sowie zwei Pyramideneichen zeugen. Zwei Linden an der Toreinfahrt mit einem Durchmesser von 150 cm­ dürften älter sein.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Die Linden an der Einfahrt sind baumchirurgisch behandelt, ansonsten befinden sich die Altbäume in einem guten Zustand. Der Garten wird als private Anlage genutzt und gepflegt.

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Quellenangaben

  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25.000 - Neuaufnahme (1895): Blatt 3416, Halle. Herausgegeben 1895, Berlin, Neuherausgegeben von der Bezirksregierung Köln, Geobasis NRW, Köln.

Literaturangaben

  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. In: Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe Heft 3, Band 3.3 Kreis Gütersloh, Kreis Minden-Lübbecke. Zugl. CD-ROM, Münster.
  • Meisel, Sofie (1959): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 85 Minden. Naturräumliche Gliederung Deutschlands 85, Bonn-Bad Godesberg.
  • Stieghorst, Erika (1987): Das "feste Haus Werther" - alter Adelssitz und Wasserschloss am Schwarzbach. In: Heimat-Jahrbuch Kreis Gütersloh 1987, Gütersloh, Seite 85 - 90.
Externe ID: LWL-GUP00135
Erfassungsdatum: 01.01.2000
Kategorie: Gutspark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Literaturauswertung
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Auswertung historischer Karten
Touristische Bedeutung: Keine Angabe
Naturnähe: Keine Angabe
Historischer Zeitraum: ab 1834 - 1867
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10033126


In Karte anzeigen

1999: Haus Werther
1998: Haus Werther
1895: Werther