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Gut Oheimb, Porta Westfalica
 

Das Gut Holzhausen wird bereits 1099 erwähnt, 1170 ging es in den Besitz des Bischofs von Minden über. In der weiblichen Erbfolge kam das Gut 1774 durch Heirat an den Schaumburg-lippischen Oberst Georg Wilhelm von Oheimb. Diese Familie besaß das Gut, das lange auch noch als "Gronenhof" bezeichnet wurde, bis 1950.

Externe ID: T-P363N403-20080225-0012
Erfassungsdatum: 25.02.2008
Kategorie: Staats- und Herrschaftswesen
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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1999: Gut Oheimb

Zugehöriges Objekt

Gutspark Oheimb, Porta Westfalica - Holzhausen (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Privateigentum. Die Anl­age ist nicht öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Am Übergang des Hausberger Hügel- und Berglandes in die Weseraue; im Ortszentrum von Holzhausen; Größe etwa 2 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Das Gut Holzhausen wird bereits 1099 erwähnt, 1170 ging es in den Besitz des Bischofs von Minden über. Weitere Angaben zur Geschichte liegen erst 500 Jahre später wieder vor, der Sohn des Amtmannes zu Hausberge, Johann von Grone, wird als Eigentümer genannt. In der weiblichen Erbfolge kam das Gut 1774 durch Heirat an den Schaumburg-lippischen Oberst Georg Wilhelm von Oheimb. Diese Familie besaß das Gut, das lange auch noch als "Gronenhof" bezeichnet wurde, bis 1950, nachdem das Gut bereits in den letzten Jahren des 2. Weltkrieges als Lazarett gedient hatte und in den ersten Jahren nach dem Krieg als chirurgische Privatklinik diente. 1952 erwarb das Deutsche Rote Kreuz die Gebäude und betrieb dort bis in die 80er Jahre erst ein Mütterkurheim, später Mütter-Kind-Kurheim. In der Folge wurde es ein Erholungsheim für Senioren und danach Unterkunft für Aussiedler. Mittlerweile stehen die Gebäude weitgehend leer.

Gebäude und Ausstattung:
Das Herrenhaus wurde als Klinik und Kurheim aus- und umgebaut. Daneben befinden sich alte Wirtschaftsgebäude auf dem Gelände. Am Westrand des Parks liegt das Erbbegräbnis der Familie v. Schellersheim von Gut Eisbergen.

Art der Grünanlage:
Historischer Gutspark, Klinikpark.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:

Die Königlich Preußische Landesaufnahme zeigt südlich des Herrenhauses einen kleinen Landschaftspark, daran angrenzend Wiesenflächen. Nach der Übernahme durch das Deutsche Rote Kreuz wurde der Park instandgesetzt und um Spiel- und Liegewiesen sowie einen Teich erweitert, die westlichen Teilflächen der ehemaligen Wiesen wurden aufgeforstet.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Einige schöne Altbäume sind erhalten, die Anlage ist ansonsten seit Aufgabe der Nutzung stark verwildert. Die Parkstrukturen sind nicht mehr erkennbar. Nach 2009 entstand im ehemaligen Landschaftspark das Baugebiet "Gut Oheimb".

Quellenangaben

  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (1896): Blatt 3719, Minden. Herausgegeben 1896, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.

Literaturangaben

  • Meisel, Sofie (1959): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 85 Minden. Naturräumliche Gliederung Deutschlands 85, Bonn-Bad Godesberg.
  • Münstermann, Albert / Wolfgang, Heinrich (o.J.): Porta Westfalica - Porträt einer Landschaft. Porta Westfalica.
  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. In: Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe Heft 3, Band 3.3 Kreis Gütersloh, Kreis Minden-Lübbecke. Zugl. CD-ROM, Münster.
  • Macke, Helmut (1979): Holzhausen. In: Porta Westfalica, Porta Westfalica.
Externe ID: LWL-GUP00069
Erfassungsdatum: 06.09.2000
Kategorie: Gutspark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Literaturauswertung
  • Auswertung historischer Karten
Touristische Bedeutung: Keine Angabe
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1774 - 1850 bis 2009
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10033056


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1999: Gut Oheimb
1896: Gut Oheimb