Für die Menschen, für Westfalen-Lippe Signet: LWL-GeodatenKultur
Username:  
Password:  
Trennlinie; Beginn des Seitenfußes
  Start     Karte     Suche     Auswahlliste     Objektansicht     Hilfe  
Johannes-Nepomuk-Kapelle und Prozessionsweg, Rietberg
 

Ab 1751 wurden an einem alten Prozessionsweg, der dem historischen Verlauf der Straße von Rietberg nach Paderborn folgte, sieben Bildstöcke aufgestellt. Bereits 1723 wurde am Ende des Weges eine barocke Nepomuk-Statue von dem Grafen Maximilian Ulrich und seiner Frau Maria Ernestine Franziska von Kaunitz-Rietberg gestiftet. Der Johannesweg verläuft mit den aufgestellten Bildstöcken unter einer mächtigen Allee. Im Auftrag von Wenzel Anton Fürst von Kaunitz-Rietberg wurde neben der Nepomuk-Statue ab 1747 in mehrjähriger Bauzeit die spätbarocke Johannes-Nepomuk-Kapelle errichtet. 

Externe ID: T-P363N403-20080225-0011
Erfassungsdatum: 25.02.2008
Kategorie: Religion
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



In Karte anzeigen

1999: Johannes-Nepomuk-Kapelle

Zugehöriges Objekt

Johannes Nepomuk-Kapelle, Rietberg (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Stadt Rietberg, Postfach 2364, 33381 Rietberg; Fam. Tenge-Rietberg, Müntestr. 10, 33397 Rietberg; der Außenbereich ist öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:

Gütersloher Sandebene; am südlichen Stadtausgang von Rietberg.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Südlich des hübschen Ortszentrums von Rietberg befindet sich am Johannesweg, ein bedeutendes Denkmalensemble. Ab 1751 wurden an einem alten Prozessionsweg, der dem historischen Verlauf der Straße von Rietberg nach Paderborn folgte, sieben Bildstöcke aufgestellt, die der in Wiedenbrück tätige Bildhauer Joseph Guidobald Licht fertigte. Die Reliefs zeigen Szenen aus dem Leben und Martyrium des Heiligen Johannes Nepomuk. Der Legende nach musste der Heilige im Jahre 1393 in der Moldau den Tod des Ertrinkens erleiden, weil er das Beichtgeheimnis der Königin wahren wollte. Entlang des Prozessionsweges können die Gläubigen die Leidensgeschichte des Märtyrers nachempfinden.

Gebäude und Ausstattung:
Im Auftrag von Wenzel Anton Fürst von Kaunitz-Rietberg hat man neben der Nepomuk-Statue die spätbarocke Johannes-Nepomuk-Kapelle errichtet. Das elegante Gebäude entstand ab 1747 in mehrjähriger Bauzeit. 1822 kam die Kapelle zusammen mit reichen landwirtschaftlichen Besitzungen an die Familie Tenge-Rietberg, die seitdem für den Erhalt des Bauwerks sorgt.

Art der Grünanlage:
Historische Grünanlage (Wallfahrtsanlage).

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Bereits 1723 wurde, sechs Jahre vor der Heiligsprechung des Prager Brückenheiligen, am Ende des Weges eine barocke Nepomuk-Statue von dem Grafen Maximilian Ulrich und seiner Frau Maria Ernestine Franziska von Kaunitz-Rietberg gestiftet.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Der Johannesweg verläuft mit den in größeren Abständen aufgestellten Bildstöcken unter einer mächtigen Allee aus Kastanien, Linden und Ahornbäumen.

Die Johannes-Nepomuk-Kapelle liegt mitten in einer offenen Rasenfläche, die mit einem einfachen Holzlattenzaun eingefriedet ist. Um die Rasenfläche erstreckt sich im Halbkreis eine dichte Pflanzung mit alten Eichen und Buchen sowie verschiedenen Gehölzen. Der vorhandene Gehölzbestand bietet nur einen unzureichenden Sichtschutz zum benachbarten Gewerbegebiet. Eine aktuelle Planungskonzeption beabsichtigt neben einer dichteren Gehölzpflanzung die naturnahe Gestaltung der Außenflächen. Bei Neuplanungen im historisch bedeutsamen Umgebungsbereich sollten auch die Würde und Stimmung des Ortes berücksichtigt werden.

Alljährlich am Sonntag nach Pfingsten findet hier eine traditionelle Wallfahrt statt.

Quellenangaben

  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (1895): Blatt 4116, Rietberg. Herausgegeben 1895, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.
  • Stadt Rietberg (1998): Vorentwurf zur Umgestaltung der öffentlichen Grünflächen an der Johannes-Kapelle in Rietberg. Maßstab 1 : 500. Rietberg.

Literaturangaben

  • Bufe, Thomas (2000): Gartenreise - Ein Führer durch Gärten und Parks in Ostwestfalen-Lippe. Münster, Seite 151 - 152.
  • Beine, Manfred / Herbort, Käthe (1992): Rietberg - Historischer Stadtrundgang. Westfälische Kunststätten, Heft 67, Münster.
  • Meisel, Sofie (1959): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 98 Detmold. Naturräumliche Gliederung Deutschlands 98, Bonn-Bad Godesberg.
  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. In: Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe Heft 3, Band 3.3 Kreis Gütersloh, Kreis Minden-Lübbecke. Zugl. CD-ROM, Münster.
Externe ID: LWL-GUP00085
Erfassungsdatum: 01.08.1999
Kategorie: Wallfahrtskirche
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Auswertung historischer Karten
  • Literaturauswertung
  • Geländebegehung/-kartierung
Touristische Bedeutung: gering - ist einen Besuch vor Ort wert
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1723
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10033042


In Karte anzeigen

1999: Johannesweg an der Johannes-Nepomuk-Kapelle
1999: Johannes Nepomuk-Kapelle, Kreuzweg
1895: Rietberg