Für die Menschen, für Westfalen-Lippe Signet: LWL-GeodatenKultur
Benutzername:  
Passwort:  
Trennlinie; Beginn des Seitenfußes
  Start     Karte     Suche     Auswahlliste     Objektansicht     Hilfe  
Haus Bosfeld, Rheda-Wiedenbrück
 

Das Gut Bosfeld wird erstmalig am Ende des 16. Jahrhunderts in den Renteiregistern von Rheda geführt. Nach verschiedenen Eigentümern im 17. Jahrhundert gelangt das Gut 1713 in das Eigentum des regierenden Grafenhauses Bentheim. Das um 1713 erbaute barocke Herrenhaus ist vollständig von einer Gräfte umgeben.

Externe ID: T-P363N403-20080225-0005
Erfassungsdatum: 25.02.2008
Kategorie: Staats- und Herrschaftswesen
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



In Karte anzeigen

2001: Haus Bosfeld

Zugehöriges Objekt

Garten Haus Bosfeld, Reda-Wiedenbrück (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Privateigentum. Die Anlage ist nicht öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Ostrand des Kernmünsterlandes, etwa 3 km westlich des Stadtkerns von Rheda, Größe etwa 1 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Das Gut Bosfeld wird erstmalig am Ende des 16. Jahrhunderts in den Renteiregistern von Rheda geführt. Nach verschiedenen Eigentümern im 17. Jahrhundert gelangt das Gut 1713 in das Eigentum des regierenden Grafenhauses Bentheim. Es ist bis heute im Besitz dieser Familie. Das vorhandene Gebäude wurde zu diesem Zeitpunkt zum Witwensitz der Gräfin Christiane Maria umgebaut, dabei wurden Bruchsteine des zerfallenen Turms der Burg in Rheda verwendet. Es folgt eine Verpachtung für landwirtschaftliche Nutzung und von 1769 bis 1773 eine Nutzung als Porzellan- und Fayence-Manufaktur der Grafen. Nach der Auflösung des Klosters Herzebrock wurden die von dort kommenden Ordensinsassen einquartiert, seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird das Gebäude von Mitgliedern der fürstlichen Familie bewohnt, unterbrochen von einer Nutzung als Müttergenesungsheim im 2. Weltkrieg.

Gebäude und Ausstattung:
Das um 1713 erbaute barocke Herrenhaus mit Mittelrisalit und aufgesetztem Dreiecksgiebel sowie Mansardendach ist vollständig von einer Gräfte umgeben. Der Hofbereich wird nach Osten von einem Gräftenausläufer begrenzt, nach Westen schließen flache Wirtschaftsgebäude um einen weiteren Hof an. Der Haupteingang wird durch ein hohes schmiedeeisernes Tor an Sandsteinpfosten begrenzt.

Art der Grünanlage:
Historischer Gutspark.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Über die Gartenanlage liegen keine Unterlagen vor. Auch die preußische Neuaufnahme von 1895 zeigt keine Parksignatur, sondern Garten-, Hof- und Grünlandsignatur. Es dürfte sich überwiegend um Nutzgärten gehandelt haben.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Das Gelände ist weitgehend von einer Hainbuchenhecke umgeben, der Hof zwischen Tor und Herrenhaus ist durch Rasenflächen mit axialen und geschwungenen Kieswegen sowie altem Baumbestand gekennzeichnet. Das Gelände östlich der Gebäude und Gräften ist weitgehend mit Fichten bestanden. In diesem Fichtenbestand sind kleinere Gartenbereiche mit barocken Gestaltungselementen eingelagert. Die außerhalb der Gräften liegenden kleineren Parkteile sowie ein reetgedecktes Gartenhaus am Nordrand sind über weiße Holzbrücken erreichbar. Kleinere leicht verwilderte Parkteile an der Kreisstraße weisen eine hohe Dichte von Frühjahrsgeophyten auf.

Quellenangaben

  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (1895): Blatt 4115, Rheda-Wiedenbrück (Wiedenbrück). Herausgegeben 1895, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.

Literaturangaben

  • Meisel, Sofie (1960): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 97 Münster. Naturräumliche Gliederung Deutschlands 97, Bonn-Bad Godesberg.
  • Maoro, Ernst (1986): Schloss Bosfeld in Rheda. In: Schlösser, Burgen, Herrensitze in Ostwestfalen-Lippe, Bielefeld, Seite 202 - 204.
  • Krewerth, Rainer A. / Rensing, Dieter (1990): Westfalen - Land der Wasserburgen. Bielefeld.
  • Bentheim-Tecklenburg, Sissi zu (1983): Ein kleines Guckloch in die Geschichte von Haus Bosfeld. In: Heimat-Jahrbuch Kreis Gütersloh 1983, Gütersloh, Seite 54 - 58.
  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. In: Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe Heft 3, Band 3.3 Kreis Gütersloh, Kreis Minden-Lübbecke. Zugl. CD-ROM, Münster.
Externe ID: LWL-GUP00021
Erfassungsdatum: 29.02.2000
Kategorie: Gutspark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Literaturauswertung
  • Auswertung historischer Karten
Touristische Bedeutung: Keine Angabe
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1850
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10032958


In Karte anzeigen

2001: Haus Bosfeld
1999: Garten von Haus Bosfeld
1999: Haus Bosfeld
1895: Haus Bosfeld