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Kurpark Bad Randringhausen, Bünde
 

Im Ostbachtal entdeckte man bereits im 17. Jahrhundert Schwefelquellen, die anschließend zu Heilzwecken genutzt wurden. 1929 erfolgte die Gründung der Bäder Ernstmeier und Wilmsmeier, die das Schwefelwasser in Kombination mit Moor/Torf, der ebenfalls im Ostbachtal vorhanden ist, zu Kurzwecken nutzen. Seit 1948 erfolgten ständige bauliche Erweiterungen und der Ausbau der Freiflächen zu Kuranlagen. Der Kurpark ist als Landschaftspark gestaltet. 1979 erfolgte die Anerkennung als Erholungsort mit Kurmittelgebiet, 1980 die Anerkennung der Kurhäuser Ernstmeier und Wilmsmeier als Sanatorien.

Externe ID: T-P363N403-20080225-0001
Erfassungsdatum: 25.02.2008
Kategorie: Siedlung
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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1999: Kurpark
2000: Kurpark

Zugehöriges Objekt

Kurpark Bad Randringhausen; Bünde (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Kurhaus Ernstmeier, Bäderstraße 134, 32257 Bünde; Kurhaus Wilmsmeier, Bäderstraße 102, 32257 Bünde; der Park ist öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Ravensberger Hügelland; Randringhausen liegt etwa 4 ­km­ nordöstlich des Stadtkerns von Bünde im Tal des Ostbaches; der landschaftliche Charakter des Parks und die fließenden Übergänge in die angrenzende Siek- und Waldlandschaft lassen eine eindeutige Abgrenzung und Größenbestimmung nicht zu, die Kernbereiche an den Kurhäusern haben eine Größe von etwa 35 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Im Ostbachtal entdeckte man bereits im 17. Jahrhundert Schwefelquellen, die anschließend zu Heilzwecken genutzt wurden. Im 19. Jahrhundert wurde das Wasser für Spülungen und Bäder genutzt, über bauliche Anlagen ist nichts bekannt. Durch eine Erschließungsbohrung 1928 konnte der Schwefelgehalt des geförderten Wassers deutlich erhöht werden. Diese Bohrung gab den Anstoß für die Gründung der Bäder Ernstmeier und Wilmsmeier, beides ortsansässige Landwirte. 1929 wurden die Bäder eröffnet und nutzen bis heute das Schwefelwasser in Kombination mit Moor/Torf, der ebenfalls im Ostbachtal vorhanden ist. Von 1947 bis 1948 erfolgte eine Nutzung als Altersheim und Vertriebenenunterkunft. 1948 wurde der Kurbetrieb wieder aufgenommen. Seitdem erfolgten ständige bauliche Erweiterungen und der Ausbau der Freiflächen zu Kuranlagen. 1979 erfolgte die Anerkennung als Erholungsort mit Kurmittelgebiet, 1980 die Anerkennung der Kurhäuser Ernstmeier und Wilmsmeier als Sanatorien. Die Bäder gehören zur Arbeitsgemeinschaft der "Bauernbäder" in Ostwestfalen-Lippe.

Gebäude und Ausstattung:
Die beiden Kurhäuser stammen im Kern aus dem Jahr 1929, sind aber ständig erweitert und modernisiert worden. Gegenüber dem Kurhaus Wilmsmeier befindet sich eine feste und überdachte Konzertbühne, vermutlich aus den 1960er Jahren.

Art der Grünanlage:
Landschaftlicher Kurpark.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Unmittelbar im Bereich der Kurhäuser wurden nach dem Krieg unterschiedliche Rasen- und Pflanzflächen angelegt. Im Verlauf der 70er Jahre wurde ein großer Teich aushoben, der seitdem das Zentrum der Kuranlage bildet. Darüber hinaus hat man das Wanderwegenetz in die umgebende Landschaft ständig erweitert. Als Maßnahme zur Anerkennung als Luftkurort plante man um 1980 die Anlage eines etwa fünf Hektar großen Kurparks. Dieses Projekt ist aus finanziellen Gründen nicht realisiert worden.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Die Gestaltung des Kurbereiches bzw.­ des Kurparks hat infolge einer fehlenden Gesamtplanung keine eindeutige Struktur. Neben Wald- und Moorlagerflächen, die teilweise durch Wander- und Rundwege erschlossen werden, befinden sich westlich des Kurhauses Wilmsmeier und südlich des Kurhauses Ernstmeier in unmittelbarer Nähe der Gebäude intensiv gestaltete Flächen mit Rasen und Zierpflanzungen sowie Ruhebänken. Ein größerer Teich im Ostbachtal kann auf Rundwegen umlaufen werden. Auf den Rasenflächen des Talhanges befinden sich Baumgruppen und Gehölzpflanzungen. In diesem Bereich finden im Sommer unterschiedliche Veranstaltungen statt.

Quellenangaben

  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (1896): Blatt 3717 Kirchlengern (Quernheim). Herausgegeben 1896, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.
  • Stadt Bünde (Hrsg.) (1985): Entwicklungsplan Randringhausen. Bünde.

Literaturangaben

  • Meisel, Sofie (1959): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 85 Minden. Naturräumliche Gliederung Deutschlands 85, Bonn-Bad Godesberg.
  • o. A. (1999): Als die Bauern (Colone) in Bad Randringhausen ihre Schwefelquellen zu nutzen begannen. In: Neue Westfälische 29.06.1999, Bielefeld.
  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalen-Lippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe Band 3.4: Stadt Bielefeld, Kreis Herford, Kreis Paderborn. Zugleich CD-ROM, Münster.
Externe ID: LWL-GUP00114
Erfassungsdatum: 01.01.2000
Kategorie: Kurpark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Archivauswertung
  • Literaturauswertung
  • Auswertung historischer Karten
Touristische Bedeutung: Keine Angabe
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1948
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10032902


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2000: Kurpark
1999: Kurpark
1896: Herford - Randringhausen