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Wallanlagen Herford
 

Auf dem Gelände der abgeräumten mittelalterlichen Stadtbefestigung, ein attraktiver Baugrund am Rande der engen Altstadt, entstanden zur Gründerzeit repräsentative Villenbauten mit großzügigen Gärten. Das bürgerliche Engagement im "Verschönerungsverein" ermöglichte die Bepflanzung des Wallbereichs und den Bau eines Promenadenweges. Als städtischen Schmuckplatz legte man 1887 im nördlichen Wallabschnitt den Wilhelmsplatz an. Bis 1890 war die Umgestaltung der einstigen Stadtbefestigung zur Wallpromenade mit einem vollständig um die Altstadt führenden Rundweg abgeschlossen.

Externe ID: T-P363N403-20080222-0012
Erfassungsdatum: 22.02.2008
Kategorie: Siedlung
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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1998: Wallanlagen

Zugehöriges Objekt

Wallanlagen Herford (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Stadt Herford, Postfach 2843, 32046 Herford. Die Anlage ist öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Ravensberger Land; Außenbereich der historischen Altstadt.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
In Herford verkaufte man schon 1765 einige Abschnitte der aus Wall, Graben, Mauer und vierzehn Türmen bestehenden mittelalterlichen Stadtbefestigung an die Bürgerschaft. Zum Ende des 18. Jahrhunderts wurde zum Ausgleich der verschuldeten Stadtkasse auch die Stadtmauer mit ihren Türmen als Baumaterial verkauft.

Gebäude und Ausstattung:

---

Art der Grünanlage:
Historische Wallanlage.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Auf dem abgeräumten, attraktiven Baugrund am Rande der engen Altstadt entstanden zur Gründerzeit repräsentative Villenbauten mit großzügigen Gärten. Das bürgerliche Engagement im "Verschönerungsverein" ermöglichte die Bepflanzung des Wallbereichs und den Bau eines Promenadenweges. Als städtischen Schmuckplatz legte man 1887 im nördlichen Wallabschnitt den Wilhelmsplatz an. Bis 1890 war die Umgestaltung der einstigen Stadtbefestigung zur Wallpromenade mit einem vollständig um die Altstadt führenden Rundweg abgeschlossen.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Im Verlauf des 20. Jahrhunderts ist die städtebauliche Entwicklung an den historischen Wallanlagen nicht spurlos vorübergegangen. Zahlreiche Gebäude und vor allem der Straßenausbau haben immer wieder Flächen der Wallanlagen in Anspruch genommen. Trotzdem sind die einzelnen gärtnerisch gestalteten Wallabschnitte - im südlichen Bereich trägt ein Wegeabschnitt die stolze Bezeichnung "Unter den Linden" - bis heute eine sehenswerte Grünanlage um den Stadtkern geblieben. Im direkten Anschluss an den großzügigen Aawiesenpark haben die Wallanlagen eine hohen Naherholungswert und erfüllen wichtige stadtklimatische und ökologische Funktionen. Von besonderem Reiz sind die Wallabschnitte, die malerisch an den Wasserläufen der Werre und des von der Aa abgezweigten Stadtgrabens entlangführen. Charakteristisch sind für die Herforder Wallanlagen die unmittelbar angrenzenden Villengrundstücke mit ihrem alten Baumbestand. Zahlreiche der großen Gärten können direkt vom Wallrundweg aus bewundert werden.

Quellenangaben

  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (1895): Blatt 3818, Herford. Herausgegeben 1895, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.
  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (Hrsg.) (1895): Blatt 3817, Bünde (Herford). Herausgegeben 1895, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.

Literaturangaben

  • Bufe, Thomas (2000): Gartenreise - Ein Führer durch Gärten und Parks in Ostwestfalen-Lippe. Münster, Seite 221 - 222.
  • o.A. (1999): Hoffen auf Expo-Förderung: Alles neu für den Stadtwall. In: Herforder Kreisblatt vom 23.04.1999, Herford.
  • Schmitt, Michael (Bearb.) (2002): Minden-Ravensberg Stadt Bielefeld - Kreis Gütersloh Kreis Herford - Kreis Minden-Lübbecke. In: Westfalia Picta, Band 7, Münster, Seite 142 - 177.
  • o. A. (1999): Stadtwall bricht Schönheitskur. In: Herforder Zeitung vom 18.08.1999, Herford.
  • Meisel, Sofie (1959): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 85 Minden. Naturräumliche Gliederung Deutschlands 85, Bonn-Bad Godesberg.
  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalen-Lippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe Band 3.4: Stadt Bielefeld, Kreis Herford, Kreis Paderborn. Zugleich CD-ROM, Münster.
Externe ID: LWL-GUP00191
Erfassungsdatum: 01.01.2000
Kategorie: Stadtverteidigung
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Archivauswertung
  • mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
  • Auswertung historischer Karten
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Literaturauswertung
Touristische Bedeutung: Keine Angabe
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1871 - 1890
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10032860


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1999: Wilhelmsplatz
1872: Herford
1895: Herford