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Schlossanlage Benkhausen, Espelkamp
 

Das Gut Benkhausen entstand 1510 durch Teilung des Gutes Ellerburg. In den Jahren 1657 bis 1663 wurde das Schloss in seiner heutigen Form erbaut. Seit 1962 wird die Anlage vom Wittekindshof genutzt, einer diakonischen Einrichtung für geistig Behind­erte. Von den historischen Gartenelementen sind nur Teile des Altbaumbestandes erhalten.

Externe ID: T-P363N403-20080222-0008
Erfassungsdatum: 22.02.2008
Kategorie: Siedlung
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2014: Gut Benkhausen, Espelkamp-Gestringen

Zugehöriges Objekt

Park Schloss Benkhausen, Espelkamp-Gestringen (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Diakonische Einrichtung Wittekindshof, 32543 Bad Oeynhausen. Die Anlage ist öffentlich zugänglich.
­
Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Norddeutsche Tiefebene, westlich der Ortschaft Gestringen; Größe etwa 8,6 Hektar.

Allgemeine Angabe zur Geschichte:
Das Gut Ellerburg bei Fiestel wurde 1510 zwischen den Erben der Familie von Münch geteilt. Das Gut Ellerburg ist heute noch als Ruine erhalten, aus der zweiten Teilungshälfte entstand das Gut Benkhausen. In den Jahren 1657 bis 1683 wurde das Schloss in seiner heutigen Form erbaut. Der kinderlose Philip Münch vererbte das Gut 1773 an die Familie von der Bussche, die Besitzer des Gutes nennen sich seitdem von der Bussche-Münch. Zwischen 1924 und 1930 fand der Konkurs des landwirtschaftlichen Betriebes statt, der letzte Eigentümer aus der Familie von der Bussche-Münch veräußerte das Schloss 1962 an die Behinderteneinrichtung Wittekindshof, die hier auch heute noch eine Einrichtung für Behinderte unterhält.

Im Waldbesitz des Schlosses entstanden in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts Munitionsfabriken und Lager, auf deren Fläche nach dem 2. Weltkrieg die Stadt Espelkamp errichtet wurde. Von 1945 bis 1955 war das Schlossgebäude als Hauptquartier für die britischen Streitkräfte beschlagnahmt.

Gebäude und Ausstattung:
Der Hauptbau von Gut Benkhausen wurde bis etwa 1683 erbaut. 1899 erfolgten größere Umbauten.

Art der Grünanlage:
Historischer Schlosspark.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Um 1837 bestand nach historischen Karten nördlich und östlich des Schlosses eine Grünanlage mit geometrischem Wegeraster. Dabei wurden nördlich des Schlosses offene Flächen mit Alleen gegliedert, daran anschließend fanden sich vorwiegend Gehölzflächen, in denen sich das Wegeraster fortsetzte. Östlich des Schlosses eine kreuzförmig angeordnete Wegeführung, deren Zentrum ein rautenförmiger oder runder Platz bildete. Ein ähnliches Bild lieferte die Karte von 1858. 1896 sind einige Wege nördlich des Schlosses verschwunden, der Bereich war aufgegliedert in schlossnahes Garten- oder Grabeland sowie nördlich davon eine Gehölzfläche. Östlich des Schlosses fand sich ein Park, dessen nunmehr geschwungene Wegeführung auf eine Umgestaltung der ursprünglichen Anlage im landschaftlichen Stil schließen ließ.

Südlich des Gutes befand sich nach einer Lithographie aus dem 19. Jahrhundert ein Mühlenstau der Gutsmühle mit einer Insel, die gärtnerisch gestaltet und über eine Brücke erreichbar war. Die Brücke über das Flüsschen Flöthe hatte in der Brüstung auffällige Sitznischen, die vergleichbar mit der Gestaltung der heute noch vorhanden Brücke an der Gutszufahrt war.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Die gesamte Anlage wird heute vom Wittekindshof genutzt, einer diakonischen Einrichtung für geistig Behinderte. Von den historischen Gartenelementen ist außer Teilen des Altbaumbestandes nichts erhalten.

Quellenangaben

  • Landesvermessungsamt NRW (Hrsg.) (1837): Urmeßtischblatt Blatt 3617. Bonn-Bad Godesberg.
  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (1896): Blatt 3617, Lübbecke. Herausgegeben 1896, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.
  • Landesvermessungsamt NRW (Hrsg.) (1837-1855): Karte von Rheinland und Westfalen Generalstabskarte, M 1:80000 Blatt Nr. 3 Lübbecke. Bonn-Bad Godesberg.

Literaturangaben

  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. In: Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe Heft 3, Band 3.3 Kreis Gütersloh, Kreis Minden-Lübbecke. Zugl. CD-ROM, Münster.
  • Bartocha, Heinz (1986): Schloss Benkhausen in Espelkamp. In: Schlösser, Burgen, Herrensitze in Ostwestfalen-Lippe, Bielefeld, Seite 91 - 93.
  • Meisel, Sofie (1959): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 85 Minden. Naturräumliche Gliederung Deutschlands 85, Bonn-Bad Godesberg.
  • Schütte, Leopold (1983): Zur Geschichte des Rittergutes Benkhausen. In: An Weser und Wiehen. Beiträge zur Kultur und Geschichte einer Landschaft, Minden, Seite 189 - 208.
Externe ID: LWL-GUP00138
Erfassungsdatum: 01.08.1999
Kategorie: Schlosspark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Geländebegehung/-kartierung
Touristische Bedeutung: gering - ist einen Besuch vor Ort wert
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1657 - 1837
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10032804


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2007: Schloss Benkhausen (Wittekindshof)
2007: Schloss Benkhausen (Wittekindshof)
2007: Schloss Benkhausen (Wittekindshof)
2007: Schloss Benkhausen (Wittekindshof)
2007: Schloss Benkhausen (Wittekindshof)
1896: Lübbecke
1837: Lübbecke