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Gut Renkhausen, Lübbecke
 

Das Gut Renkhausen ist seit 1543 bekannt. Das heutige Gutshaus wurde um die Jahrhundertwende 19. / 20. Jahrhundert errichtet. Zur Gutsanlage gehört ein historischer Landschaftspark mit wertvollem altem Baumbestand.

Externe ID: T-P363N403-20080222-0006
Erfassungsdatum: 22.02.2008
Kategorie: Staats- und Herrschaftswesen
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2007: Gut Renkhausen

Zugehöriges Objekt

Gutspark Renkhausen, Lübbecke-Gehlenbeck (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Privateigentum. Die Anlage ist nicht öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Norddeutsche Tiefebene, wenige Kilometer nördlich de­s Wiehengebirges in einer Bachniederung nahe des Großen Torfmoors. Einzellage in der freien Landschaft. Größe der Anlage etwa 3,5 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Das Gut Renkhausen ist seit 1543 bekannt. Es hatte häufig Besitzerwechse­l. Für die Zeit von 1543 bis 1817 sind fünf adelige Familien als Eigentümer genannt. 1817 erwarb es die Familie Stille aus Lübbecke, die es um 1960 an die heutige Eigentümerfamilie veräußerte.

Der landwirtschaftliche Großbetrieb auf Renkhausen bewirtschaftet heute neben den eigenen Flächen die Flächen der Güter Crollage, Hudenbeck und Obernfelde.

Gebäude und Ausstattung:
Das heutige Gutshaus wurde Ende des 19. Jahrhunderts bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet. Es handelt sich um einen zweigeschossigen Neo-Renaissancebau mit älteren Bestandteilen.

Art der Grünanlage:
Historischer Landschaftspark mit Allee.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Nördlich der Gutsgebäude sind auf den historischen Karten Mitte und Ende des 19. Jahrhunderts Gartenanlagen mit einem regelmäßigen geometrischen Wegeraster zu sehen. Im Süden werden die Gebäude teilweise von einer Gräfte umgeben, im Südwesten findet sich eine Fasanerie. Mit der Übernahme des Gutes durch die Familie Warneke um 1900 wurde der Garten zu einem Landschaftspark umgestaltet.

Vom Gut aus erstreckt sich in östlicher Richtung die Renkhauser Allee mit altem, zum Teil bis zu 100-jährigem Lindenbestand.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Der Bereich nördlich des Gutshauses präsentiert sich heute als historischer Landschaftspark mit einem offenen Rasenbereich im Zentrum, der von altem wertvollen Baumbestand durchsetzt und gesäumt wird. Die Entstehung dieses Bereiches wird ebenso wie die des Gutshauses auf die Jahrhundertwende 19./ 20. Jahrhundert datiert. Es finden sich noch zahlreiche Solitärbäume aus der Entstehungszeit, wie z. B. Eichen, Buchen, Eschen sowie auch Nadelgehölze. Am Rande der Rasenfläche finden sich großflächig ältere Rhododendron-Bestände. Besondere Gestaltungselemente bilden ein Hügel mit einer sehr alten Linde sowie eine Grotte.

Sonstiges:
Der Altbaumbestand weist zahlreiche Trockenschäden im Kronenbereich auf, die in Zusammenhang mit einer Grundwasserabsenkung infolge Trinkwasserentnahme etwa 700 Meter südlich gebracht werden. Eventuell existierten Vorschäden durch den Bau des Mittellandkanals 200 Meter nördlich des Parks. Ebenso ist die Gräfte derzeit trocken gefallen. Gastronomie auf dem Gutshof mit einem kleinen Hofcafé ("Café im kleinen Stall") vorhanden.­

Quellenangaben

  • Landesvermessungsamt NRW (Hrsg.) (1837): Urmeßtischblatt Blatt 3617. Bonn-Bad Godesberg.
  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (1896): Blatt 3617, Lübbecke. Herausgegeben 1896, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.

Literaturangaben

  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. In: Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe Heft 3, Band 3.3 Kreis Gütersloh, Kreis Minden-Lübbecke. Zugl. CD-ROM, Münster.
Externe ID: LWL-GUP00071
Erfassungsdatum: 30.09.1999
Kategorie: Gutspark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Auswertung historischer Karten
Touristische Bedeutung: Keine Angabe
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1543 - 1910
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10032776


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2007: Gut Renkhausen
2007: Gut Renkhausen, Allee
2005: Gut Renkhausen
1896: Gut Renkhausen
1837: Gut Renkhausen