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Gut Obernfelde, Lübbecke
 

Das Rittergut wird erstmalig um 1540 erwähnt. Die Gutsparkanlage entstand im 19. Jahrhundert.

Externe ID: T-P363N403-20080222-0005
Erfassungsdatum: 22.02.2008
Kategorie: Staats- und Herrschaftswesen
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2007: Gut Obernfelde

Zugehöriges Objekt

Gutspark Obernfelde, Lübbecke (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Privatbesitz, die Anlage ist nicht öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Nordhang des Wiehengebirges, etwa 1,5 ­km­ südwestlich des Stadtzentrums von Lübbecke in der Nähe des Krankenhauses, Größe etwa 2 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Das Rittergut wird erstmalig um 1540 erwähnt. Nach wechselnden Eigentümern gelangt das Gut 1730 in den Besitz der Familie von Korff, die im 18. Jahrhundert mehrere Mindener Landräte stellte. 1818 erwarb Freiherr von der Recke das Gut, welches sich bis heute im Besitz dieser Familie befindet.

Gebäude und Ausstattung:
Im Zentrum der Anlage liegt das langgestreckte Herrenhaus. Parallel zum Herrenhaus liegen die ehemaligen Wirtschaftsgebäude, so dass ein langgestreckter schmaler Hof entsteht. Westlich dieses Komplexes liegt an einem steileren Hangabschnitt das sogenannte Ministerhaus. Die Gebäude werden überwiegend als Wohnungen genutzt. Südwestlich des Herrenhauses liegt die Orangerie. Die Orangerie wurde 1828 bis 1829 erbaut und diente bis 1940 zur Aufzucht und Verwahrung von Pflanzen im Zusammenhang mit dem landwirtschaftlichen Betrieb. Nach einer Zwischennutzung als Gefangenenlager lebte nach dem Krieg die Orangerienutzung noch einmal auf bis 1980 durch einen grundlegenden Umbau die Orangerie in ein Wohnhaus umgewandelt wurde.

Art der Grünanlage:
Historischer Gutspark.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Es ist zu vermuten, dass der Garten nach Kauf des Gutes durch die Familie von der Recke auch im Zusammenhang mit dem Orangeriebau angelegt wurde. Die Preußische Uraufnahme von 1837 zeigt die Gebäude bereits in ihrer bis heute erhaltenen Konfiguration. Nördlich der Orangerie ist ein durch geometrische Flächen gekennzeichneter Garten erkennbar. Das Wegenetz besteht aus zwei parallelen Wegen in Nord-Süd-Richtung sowie einen Querweg. Die Orangerie liegt nicht axial in diesem Wegesystem, sondern ist Ausgangspunkt einer der beiden Längswege. Aus der Achse des Herrenhauses führt eine Allee nach Westen durch die landwirtschaftlichen Flächen.

Die Preußische Neuaufnahme von 1896 zeigt einen typischen Landschaftspark mit randlichen Nutzgärten. Die Orangerie bildet den Mittelpunkt dieses Landschaftsparks mit einem relativ aufwendigen Wegesystem.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Die Parkteile nördlich der Orangerie sind bis auf einzelne randliche Altbäume nicht mehr vorhanden. Die Fläche wird als Grünland genutzt. Als Altbäume hervorzuheben sind einige Linden im Bereich der Zufahrten zum Herrenhaus und zur Orangerie. Der verbleibende Park besteht im Wesentlichen aus einer zentralen Rasenfläche mit einzelnen Blumenbeeten sowie randlichen Gehölzbeständen. Der gut gepflegte Park wird ausschließlich privat von den Bewohnern des Herrenhauses genutzt. Am Ministerhaus wurden in den letzten Jahren die bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen in einen privaten Garten umgewandelt.

Quellenangaben

  • Landesvermessungsamt NRW (Hrsg.) (1837): Preußische Aufnahme - Urmeßtischblatt 2014. Bonn-Bad Godesberg.
  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (1896): Blatt 3717 Kirchlengern (Quernheim). Herausgegeben 1896, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.

Literaturangaben

  • Meisel, Sofie (1959): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 85 Minden. Naturräumliche Gliederung Deutschlands 85, Bonn-Bad Godesberg.
  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. In: Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe Heft 3, Band 3.3 Kreis Gütersloh, Kreis Minden-Lübbecke. Zugl. CD-ROM, Münster.
  • Linten, Claudia Simone (1997): Orangerien in Westfalen. Europäische Hochschulschriften Reihe 28, Kunstgeschichte, Band 327. Zugleich: Münster, Universität, Dissertation, Frankfurt/Main, Seite 209 - 215.
  • Dallmann, Gerhard (2001): Lieblich-lind duften die Lindenbäume "tausend-jährige" Linden in Minden-Ravensberg-Lippe. Legenden und Wirklichkeit. Herford-Hiddenhausen.
Externe ID: LWL-GUP00068
Erfassungsdatum: 01.01.2000
Kategorie: Gutspark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
  • Literaturauswertung
  • Auswertung historischer Karten
  • Auswertung historischer Fotos
  • Geländebegehung/-kartierung
Touristische Bedeutung: Keine Angabe
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1818 - 1837
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10032762


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2007: Gut Obernfelde
2007: Gut Obernfelde
2007: Gut Oberfelde
2007: Gut Obernfelde
2007: Gut Obernfelde
2007: Gut Obernfelde
1930: Gut Obernfelde
1896: Gut Obernfelde
1837: Gut Obernfelde