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Gut Stockhausen, Lübbecke
 

Ehemalige Wasserburg, deren heutiges Ensemble aus Herrenhaus (Ende des17. Jahrhunderts, enthält jedoch ältere Bauteile), Wirtschaftsgebäuden, Ecktürmen und Torhaus (1672) besteht. Von der ehemaligen barocken Gartenanlage hat sich bis auf eine Kastanienallee nichts erhalten.

Externe ID: T-P363N403-20080222-0004
Erfassungsdatum: 22.02.2008
Kategorie: Staats- und Herrschaftswesen
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2007: Gut Stockhausen

Zugehöriges Objekt

Gutspark Stockhausen, Lübbecke-Stockhausen (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Privateigentum. Die Außenanlage ist öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Norddeutsche Tiefebene, wenige Kilometer nördlich des Wiehengebirges am südwestlichen Rand des Dorfes Stockhausen gelegen; Größe der heutigen Gutsanlage etwa 2 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:
Ehemalige Wasserburg mit umlaufendem Wassergraben. Ehemals im Besitz der Familie Kyllfois (14. Jahrhundert), danach der Familie von Westorp (15. und 16. Jahrhundert), seit Mitte des 17. Jahrhunderts bis in die jüngste Zeit im Besitz der Familie von der Recke. Zwischen 1830 und 1875 bewohnten Caroline und Luise von der Recke, ein in der Region für ihr fortschrittliches soziales und pädagogisches Engagement bekanntes Geschwisterpaar das Gut.

Gebäude und Ausstattung:
Guts- und Wirtschaftsgebäude sind aus Bruchstein gemauert, die Obergeschosse bestehen teilweise aus Backstein-Fachwerk. Das Ensemble besteht aus Herrenhaus (Ende 17. Jahrhundert enthält jedoch ältere Bauteile), Wirtschaftsgebäuden, Ecktürmen und Torhaus (1672).


Art der Grünanlage:
Ehemaliger barocker Gutsgarten.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Am Gutshof selber befinden sich heute keine nennenswerten Gartenanlagen. Auch über die ehemaligen Gartenanlagen geben die historischen Karten wenig Aufschluss. Gestalterisches Hauptelement der Anlage ist westlich der Gutsanlage eine in Nord-Südrichtung verlaufende alte Kastanienallee. Diese endet in nördlicher Richtung am Erbbegräbnis der Familie von der Recke. Dieser kleine Friedhof umfasst etwa 20 Gräber und wurde vermutlich Ende des 18. Jahrhunderts angelegt. Hier finden sich einige gusseiserne Grabkreuze. Die Anlage wurde in den letzten Jahren wieder instandgesetzt.

Der südliche Teil der Allee mit etwa 200-jährigen Kastanien endet heute in der freien Landschaft. Es wird vermutet, dass dieser Teil der Allee ein Element einer ehemaligen barocken Gartenanlage war, von der heute jedoch nichts mehr erhalten ist.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Der ehemalige Hausgarten wurde in eine Rasenfläche umgestaltet.

Der vermutete "Große Garten" wurde in Obstwiesen umgestaltet.

Weitere Abbildungen:
Westfalia Picta, Band VII, Seite 198 - 202

Quellenangaben

  • Landesvermessungsamt NRW (Hrsg.) (1837): Urmeßtischblatt Blatt 3617. Bonn-Bad Godesberg.
  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (1896): Blatt 3617, Lübbecke. Herausgegeben 1896, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.

Literaturangaben

  • Schmitt, Michael (Bearb.) (2002): Minden-Ravensberg Stadt Bielefeld - Kreis Gütersloh Kreis Herford - Kreis Minden-Lübbecke. In: Westfalia Picta, Band 7, Münster.
  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. In: Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe Heft 3, Band 3.3 Kreis Gütersloh, Kreis Minden-Lübbecke. Zugl. CD-ROM, Münster.
  • Meisel, Sofie (1959): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 85 Minden. Naturräumliche Gliederung Deutschlands 85, Bonn-Bad Godesberg.
  • Bartocha, Heinz (1986): Burg Stockhausen in Lübbecke. In: Schlösser, Burgen, Herrensitze in Ostwestfalen-Lippe, Bielefeld, Seite 161 - 163.
Externe ID: LWL-GUP00080
Erfassungsdatum: 15.11.2000
Kategorie: Gutspark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Auswertung historischer Karten
  • Literaturauswertung
  • Geländebegehung/-kartierung
Touristische Bedeutung: Keine Angabe
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1680 - 1800
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10032748


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2007: Gut Stockhausen
2007: Gut Stockhausen
2007: Gut Stockhausen
1999: Gut Stockhausen
1896: Gut Stockhausen
1837: Gut Stockhausen
1837: Gut Stockhausen