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Schlossanlage Petershagen
 

Das Schloss wurde nördlich der Stadt Minden an der Mündung der Ösper in die Weser in Petershagen errichtet. Anfang des 14. Jahrhunderts wurde die Anlage ursprünglich als Wasserburg errichtet, aber im 16. Jahrhundert im Stil der Weserrenaissance zu einem Schloss umgebaut. Heute wird es als Hotel genutzt und der Kreis Minden-Lübbecke veranstaltet in Kooperation mit dem Verein „Herrenhäuser und ihre Parks im Mühlenkreis“ Kammerkonzerte im Schloss. Ein kleiner landschaftlich gestalteter Park mit beeindruckendem Altbaumbestand, vermutlich im Bereich der ehemaligen Befestigungsanlagen, erstreckt sich südlich der großen Schlossterrasse.

Externe ID: T-P363N403-20080218-0006
Erfassungsdatum: 18.02.2008
Kategorie: Staats- und Herrschaftswesen
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2007: Schloss Petershagen

Zugehöriges Objekt

Schlosspark Petershagen (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:
Privateigentum. Die Anlage ist nicht öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:
Norddeutsche Tiefebene, am linksseitigen Weserufer im Zentrum von Petershagen; Größe etwa 1,5 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:

Minden war seit der Gründung des Bistums Minden 803 Sitz des Bischofs. Durch den Anschluss Mindens an die Hanse und das Erstarken der Bürgerschaft fühlte sich der Bischof Gottfried von Waldeck in der Ausübung seiner geistlichen und weltlichen Macht eingeengt. So ließ er 1306 etwa 10 Kilometer nördlich von Minden an der Mündung der Ösper in die Weser eine neue Residenz als wehrhafte Burg bauen. Der Ausbau zur Renaissance-Residenz erfolgte unter Bischof Franz II. Graf von Waldeck in dessen Regierungszeit von 1530 bis 1553. Mit der Auflösung des Fürstbistums 1647/48 und dem vom Westfälischen Frieden festgelegten Übergang an Brandenburg endet die Funktion von Burg und Schloss Petershagen als Residenz. Das Gebäude diente danach als Wohnsitz für Regierungsbeamte und verfiel zusehends. 1901 erwarb Heinrich Hestermann das Schloss, es ist bis heute im Besitz der Familie. 1967 wurde in dem Schloss ein Hotel und Restaurant eröffnet.

Gebäude und Ausstattung:
Die im 14. Jahrhundert vom Mindener Bischof Gottfried von Waldeck als Residenz erbaute Wasserburg wurde unter Bischof Franz II. von Waldeck durch den Baumeister Jörg Unkair in den Jahren 1544 bis 1547 zu einem stattlichen Weserrenaissanceschloss umgebaut. Um 1560 wurde die Anlage im Norden um einen zweiten Flügel, das sogenannte "Neue Haus" mit Festsaal und Kirche erweitert.

Art der Grünanlage:
Kleine Parkanlage mit Altbaumbestand.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Durch das frühe Ende des Residenzsitzes kam es nicht wie z. B.­­ in Schloss Neuhaus oder Corvey im 18. Jahrhundert zum Ausbau einer repräsentativen Gartenanlage.
Vermutlich im Bereich der ehemaligen Befestigungsanlagen erstreckt sich im südlichen Anschluss an die große Schlossterrasse ein kleiner landschaftlich gestalteter Park mit beeindruckendem Altbaumbestand, über dessen Entstehungszeit nichts bekannt ist. Die vormals großzügig anlegte Parkanlage ist im Laufe der Zeit bebaut und mehrfach umgestaltet worden.

Heutiger Zustand / Nutzung:
Die Gartenanlage wird heute vom Hotelbetrieb genutzt.

Quellenangaben

  • Königlich Preußische Landesaufnahme 1:25000 - Neuaufnahme (1896): Blatt 3619, Petershagen. Herausgegeben 1896, Berlin. Neuherausgegeben Geobasis NRW, Köln.
  • Landesvermessungsamt NRW (Hrsg.) (1837): Urmeßtischblatt Blatt 3619. Bonn-Bad Godesberg.

Literaturangaben

  • Meisel, Sofie (1959): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 85 Minden. Naturräumliche Gliederung Deutschlands 85, Bonn-Bad Godesberg.
  • Maoro, Ernst (1986): Schloss Petershagen in Petershagen. In: Schlösser, Burgen, Herrensitze in Ostwestfalen-Lippe, Bielefeld, Seite 196 - 198.
  • Hestermann, Klaus (1984): Schloss Petershagen. In: 1200 Jahre Petershagen 784 - 1984. Beiträge zur Kultur und Geschichte, Petershagen, Seite 75 - 78.
Externe ID: LWL-GUP00159
Erfassungsdatum: 01.01.2000
Kategorie: Park
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Archivauswertung
  • Literaturauswertung
  • Auswertung historischer Karten
  • Geländebegehung/-kartierung
Touristische Bedeutung: mittel - ist einen Abstecher wert
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1544 - 1648
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10032648


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2007: Schloss Petershagen
2007: Schloss Petershagen
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1953: Schloss Petershagen
1896: Petershagen
1837: Minden
1896: Petershagen