Für die Menschen, für Westfalen-Lippe Signet: LWL-GeodatenKultur
Username:  
Password:  
Trennlinie; Beginn des Seitenfußes
  Start     Karte     Suche     Auswahlliste     Objektansicht     Hilfe  
Kurpark Bad Holsing, Preußisch Oldendorf
 

Moderne Kurparkanlage, deren Entwicklung vermutlich erst nach dem Zweiten Weltkrieg begonnen hat. Der Kurpark im landschaftlichen Stil wurde Mitte der 1980er Jahre erweitert.

Externe ID: T-P363N403-20080213-0011
Erfassungsdatum: 13.02.2008
Kategorie: Siedlung
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



In Karte anzeigen

2001: Kurpark Bad Holsing

Zugehöriges Objekt

Kurpark Bad Holsing, Preußisch Oldendorf (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:

Privateigentum. Die Anlagen sind in erster Linie den Kurgästen vorbehalten, sind aber zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:

Lübbecker Lösshang am Nordrand des ­Wiehengebirges, etwa 800­ m­ östlich des Bahnhofs Holzhausen; Größe etwa 8 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:

1710 entdeckte der Landphysikus Julius Fincke in der Holzhausener Masch insgesamt fünf Quellen mit Mineralwä­ssern für Trinkkuren. Ein Dr. Rudolphi ließ 1713 eine Quelle fassen, in der Zeit bis 1730 betrieb er die Brunnenanlagen, es sollen sie bis zu 2000 Gäste auch aus dem Osnabrücker Domkapitel besucht haben. Die Brunnenanlagen sowie Logierhäuser wurden ständig erweitert. 1761 bestehen Pläne zur Anlage einer Allee. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts werden die Trinkkuren durch Badeanwendungen ergänzt. Während im 18. Jahrhundert insgesamt 15 Bauern Kurgäste beherbergten, waren um 1825 drei spezialisierte Betriebe bei Landwirten entstanden, die 1900 nach dem Bau der Eisenbahn und des Bahnhofs einen weiteren Aufschwung nahmen. Zwei dieser Betriebe sind bis heute erhalten, der seit 1746 bestehende Betrieb Reisebrink (heute Klinik am Brunnen/Jürgensmeier) und der seit 1825 existente Betrieb Maschmeier (heute Wiehengebirgsklinik/Holsing). Es werden überwiegend orthopädische Behandlungen sowie Anschlussheilbehandlungen unter Verwendung von Bädern, Moorbädern und Trinkkuren angeboten.

Gebäude und Ausstattung:

Auf dem Standort der alten Höfe sind durch zahlreiche An- und Umbauten sowie Neubauten moderne Klinikgebäude entstanden.

Art der Grünanlage:

Moderner Kurpark.

Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:

Die Preußische Landesaufnahme von 1896 zeigt außer kleinen Gärten an den Bädern keine Grünflächen. Die Entwicklung der Parkanlage dürfte wohl erst nach dem Zweiten Weltkrieg begonnen haben, u.U.­ ­im Zusammenhang mit der 1948 begonnenen Zusammenarbeit von Bad Holsing mit den Rentenversicherungsträgern.

Südlich der Wiehengebirgsklinik liegt ein fast 2 Hektar großer Kurpark im landschaftlichen Stil, der nach dem Alter des Baumbestandes etwa 40 bis 50 Jahre alt ist, im Bereich eines Neubaus auch jünger. Dieser von Rasen, Rhododendron und Baumgruppen gekennzeichnete Park ist durch ein Wegenetz erschlossen.

Mitte der 80er Jahre wurde der Park südlich der Straße "Auf dem Brunnen" um eine rund 4 Hektar große Fläche erweitert. Die Erweiterungsfläche ist von einem dichten Gehölzbestand mit nach innen vorgelagertem Ruderalsaum umgeben. Im Zentrum der Fläche eine große Wiese, die durch Baumgruppen und Einzelbäume gegliedert ist. Es sind hier keine Wege vorhanden. Am Übergang zum alten Kurpark entstand ein Teich, den eine weiße Holzbrücke überspannt. Diese Holzbrücke ist ein Pendant zu einer Brücke im 2 ­km­ weiter westlich gelegenen Kurpark Holzhausen, der etwa zur gleichen Zeit entstand.

Heutiger Zustand / Nutzung:

Die Kuranlagen befinden sich in einem guten Pflegezustand und werden von den Patienten und Gästen intensiv genutzt.
Der Teich in der Erweiterungsfläche weist ökologisch wertvolle Pflanzen- und Amphibienbestände auf.

Literaturangaben

  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalenLippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. In: Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe Heft 3, Band 3.3 Kreis Gütersloh, Kreis Minden-Lübbecke. Zugl. CD-ROM, Münster.
  • Kaspar, Fred (1993): Brunnenkur und Sommerlust - Gesundbrunnen und Kleinbäder in Westfalen. Bielefeld, Seite 222 - 224.
  • Meisel, Sofie (1959): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 85 Minden. Naturräumliche Gliederung Deutschlands 85, Bonn-Bad Godesberg.
Externe ID: LWL-GUP00103
Erfassungsdatum: 01.01.2000
Kategorie: Kurpark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Literaturauswertung
Touristische Bedeutung: Keine Angabe
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1948 - 1960
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10032437


In Karte anzeigen

2001: Kurpark Bad Holsing