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Nordpark Bielefeld
 

Bereits 1937 wurde der Nordpark in Bielefeld mit geometrischen Gestaltungselementen Grünanlage angelegt. Die Idee zur Anlage des Nordparks geht auf den ersten Bielefelder Gartenbaudirektor Paul Meyerkamp zurück. Sein Ziel war es, dass innerstädtische Freiflächen nicht die Bedeutung von Restflächen zwischen der Bebauung erhielten, sondern Teile einer Gartenlandschaft wurden, in der sich die Stadt entwickeln konnte. Die Grünflächen sollten mit der umgebenden Landschaft vernetzt werden und nicht wie Inseln in der dichten Bebauung liegen. Genauso wichtig war es für Meyerkamp, das die Bewohner von Bielefeld ihre Grünanlagen als Stätte der Begegnung und Kommunikation nutzen konnten.

Externe ID: T-P363N403-20080128-0004
Erfassungsdatum: 28.01.2008
Kategorie: Siedlung
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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1999: Nordpark

Zugehöriges Objekt

Nordpark Bielefeld (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit:

Stadt Bielefeld, 33597 Bielefeld; öffentlich

Naturräumliche Situation, Lage und Größe:

Ravensberger Land, nördlich der Innenstadt; 6,5 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte:

Bereits 1937 wurde der Nordpark mit geometrischen Gestaltungselementen als 1,5 Hektar große Grünanlage angelegt. Die Idee zur Anlage des Nordparks geht auf den ersten Bielefelder Gartenbaudirektor Paul Meyerkamp zurück. Sein Ziel war es, dass innerstädtische Freiflächen nicht die Bedeutung von Restflächen zwischen der Bebauung erhielten, sondern Teile einer Gartenlandschaft wurden, in der sich die Stadt entwickeln konnte. Die Grünflächen sollten mit der umgebenden Landschaft vernetzt werden und nicht wie Inseln in der dichten Bebauung liegen. Genauso wichtig war es für Meyerkamp, das die Bewohner von Bielefeld ihre Grünanlagen als Stätte der Begegnung und Kommunikation nutzen konnten.

Gebäude und Ausstattung:

Als Treffpunkt für die Parkbesucher dient ein Pavillon, der aus einem privaten Garten in den Nordpark versetzt wurde. Das neoklassizistische Gebäude von 1830 plante vermutlich ein Schüler des berühmten preußischen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel. Der großzügige Gartenpavillon wird als Café und für gelegentlich stattfindende Musikveranstaltungen genutzt.

Art der Grünanlage:

Moderner Stadtpark mit historischen Elementen. Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte: Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Park als Anbaufläche für Kartoffeln genutzt. Aus dem "Kartoffelacker" entstand in den Jahren des Wiederaufbaus der heute etwa 6,5 Hektar große landschaftlich gestaltete Stadtpark. Die Planungen für die 1954 fertiggestellte Anlage stammen vom städtischen Grünflächenamt unter der Leitung von Dr. Hans-Ulrich Schmidt.

Heutiger Zustand / Nutzung:

Inmitten des dicht bebauten Stadtgebietes von Bielefeld hat der Nordpark mit seinem alten Baumbestand und den großen weiten Rasenflächen eine wichtige Funktion für die wohnungsnahe Erholung. An der Südseite des Gartenpavillons findet vom Spätsommer bis zum Herbst eine attraktive Dahlienschau statt. Verschiedene großblumige und reichblühende Dahlien sowie außergewöhnliche Neuzüchtungen werden in dem Schaugarten alljährlich zu prächtigen Pflanzungen arrangiert. Hinweisschilder mit Sortenbezeichnungen unterstützten Freizeitgärtner beim Vergleich und der Auswahl für den eigenen Hausgarten.

Zu unterschiedlich langen Spaziergängen durch den ausgedehnten Park laden mehrere Zugänge ein. Die großen Rasenflächen stehen genau wie bei allen anderen Parkanlagen der Stadt Bielefeld als Spiel- und Liegewiesen zur Verfügung. Für Kinder hat man im südlichen Teil des Parks einen Spielplatz eingerichtet. Große Einzelbäume und eine nahezu dichte Bepflanzung mit Sträuchern und Wildstauden schirmen den Park gegen die umgebende Wohnbebauung ab. Im Gegensatz dazu ist im südöstlichen Bereich eine Kastanienreihe bewusst nicht mit Sträuchern unterpflanzt worden, um den dortigen Anliegern einen freien Blick in das sich weit öffnende Parkgelände zu bieten. Im nordöstlichen Bereich des Parks ist zudem vor einigen Jahren ein kleinerer Rosengarten angelegt worden. Wie im Dahlienschaugarten sind die einzelnen Sorten mit Hinweisschildern versehen. Daneben liegt ein Teich mit einer Wasserfontäne. An den mit einer Schilf- und Röhrichtzone bewachsenen Ufern des Gewässers stehen malerisch einige alte Hängeweiden. Hier finden zahlreiche Wasservögel einen angemessenen Schutz. Auf den Rasenflächen bieten zahlreiche alte Birken, Ahorn- und Nadelbäume sowie mächtige Buchen, Eichen und Linden in den Sommermonaten hervorragenden Schatten. Besonders im Herbst sind die artenreichen Laubgehölze wegen ihrer herrlichen Herbstfärbung ein besonderer Blickfang im Park.

Literaturangaben

  • o.A. (1988): Wissen und Können im Grünbereich. In: Garten + Landschaft 2/1988, München, S. 6 - 7.
  • Bufe, Thomas (2000): Gartenreise - Ein Führer durch Gärten und Parks in Ostwestfalen-Lippe. Münster, Seite 89 - 92.
  • Bufe, Thomas / Neuling, Walter et al. (2002): Garten-Landschaft OstWestfalen-Lippe. Dokumentation bedeutender Park- und Gartenanlagen im Regierungsbezirk Detmold. Beiträge zur Landschafts- und Baukultur in Westfalen-Lippe Band 3.4: Stadt Bielefeld, Kreis Herford, Kreis Paderborn. Zugleich CD-ROM, Münster.
  • Meisel, Sofie (1959): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 85 Minden. Naturräumliche Gliederung Deutschlands 85, Bonn-Bad Godesberg.
Externe ID: LWL-GUP00124
Erfassungsdatum: 24.08.1999
Kategorie: Volkspark, Stadtpark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Literaturauswertung
Touristische Bedeutung: mittel - ist einen Abstecher wert
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1937
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10032199


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2001: Nordpark
1999: Nordpark
1999: Nordpark
1999: Nordpark
1999: Nordpark