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Wasserburg und Parkanlagen Anholt
 

Nahe der holländischen Grenze liegt die Stadt Isselburg mit dem Ortsteil Anholt, der einige Schätze birgt, unter anderem die gleichnamige Wasserburg mit ihren ausgedehnten Parkanlagen. Ort und Burg sind eng miteinander verbunden, historisch sowie durch Sichtachsen und Wege. Die eindrucksvolle Wasserburg des Fürstenhauses Salm-Salm liegt auf einer Zweiinselanlage mit Gräfte und weist zum Teil noch mittelalterliche Elemente auf. Sie beherbergt in der Vorburg ein Hotel und im Hauptschloss ein Museum. Der vielseitige Schlosspark und die Anholter Schweiz sind bereits seit Jahrzehnten gegen Eintritt öffentlich zugänglich, gut beschildert und besucherfreundlich ausgestattet. Zur Gesamtanlage gehört auch ein zwischen diesen beiden Teilen liegender Golfplatz.

Externe ID: T-P363L302-20080304-0001
Erfassungsdatum: 04.03.2008
Kategorie: Staats- und Herrschaftswesen
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
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2007: Schloss Anholt

Zugehöriges Objekt

Parkanlagen der Wasserburg Anholt (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit
Privat; der Park ist gegen Eintritt ganzjährig zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe
Niederrheinisches Tiefland - Isselebene; etwa 2 km nordwestlich von Isselburg; etwa 35 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte, Ausstattung und Beschreibung
Als Einstimmung in die knapp 35 Hektar große Anlage des Schlossparks bietet sich eine Übersicht in Form eines Rundgangs an:
Die Zufahrt liegt im Westen des Schlosses und führt an den historischen Mühlengebäuden vorbei diagonal auf die Vorburg. Die Öl- und die Kornmühle stammen beide aus dem 16. Jahrhundert und wurden bis Ende des 19. Jahrhunderts genutzt. Rechterhand befindet sich zunächst ein mit kunstvoll geschnittenen Hecken und Platanen bepflanzter Parkplatz. Er wurde Mitte der 1960er Jahre im ehemaligen Rosengarten gebaut, der im Zweiten Weltkrieg durch Bomben zerstört worden war. Dieser Rosengarten war erst 1910 nach Plänen des Alfred II Fürst zu Salm-Salm im architektonischen Stil der Zeit angelegt worden. Er befand sich auf den historischen Nutzgartenflächen des Triangels und des Bongardsgartens. Der Bereich des ehemaligen Triangels war seit frühester Zeit Nutzgarten und ab dem 19. Jahrhundert mit mehreren Treibhäusern (unter anderem für Ananas, Trauben und Pfirsiche) und einem Blumengarten ausgestattet. Südlich schloss sich der Bongardshof an. Der zugehörige Bongardsgarten war im 16. Jahrhundert bereits Küchengarten. Im 18. Jahrhundert werden Kartoffeln, Obst und sogar Tabak als Produkte erwähnt. Im 19. Jahrhundert wuchsen hier vor allem Obst- und Nussbäume. Zusätzlich gab es eine Reitbahn und einen Eiskeller, über deren genaue Entstehungszeiten nichts bekannt ist. In den 1870er Jahren werden hier zunächst ein Blumenhaus und eine neue Orangerie gebaut. 1909 folgt ein Palmenhaus. Die drei Gebäude bildeten ein gelungenes Ensemble, das 1910 in den Rosengarten integriert wurde, der darüber hinaus Raum für die zahlreichen Skulpturen aus dem alten barocken Garten bot. 1912 wurde hier eine Kopie des historischen Teehauses im heutigen Canalgarten als Gartenhaus errichtet. Bei der Bombardierung 1945 wurde die gesamte Anlage fast völlig zerstört und viele der Skulpturen beschädigt. Das Gartenhaus blieb erhalten, wurde 1966 restauriert und dient heute der Museums- und Parkverwaltung. Es steht in der alten Achse mit dem Zufahrtstor.

Auf der der Zufahrt bietet sich ein schöner Blick auf den Wassergarten und das Schloss, in dem man Informationsmaterial und Münzen für den Eintritt in den Garten erhält. Südlich der Zufahrt befand sich von 1715 bis 1870/71 ein Orangeriegebäude. Es stand somit ungewöhnlicher Weise ganz ohne Zusammenhang mit den Lustgärten und wurde ab 1784 zunehmend zu einem Wohnhaus umgebaut. In den 1830er Jahren wurde es für den Erbprinzen Alfred I aufgestockt, aber nur 40 Jahre später abgerissen. Eine neue Orangerie befand sich seit den 1870er Jahren auf dem Triangel, wurde dort aber 1945 durch Bomben zerstört.

Der Rundgang durch den Garten beginnt kurz hinter dem Parkplatz und führt durch das Drehtor und eine Allee auf dem Bongardsdyck nach Süden in den Teil, der ursprünglich Cingel hieß. Der Cingel wurde 1600 erstmals erwähnt und als Bleichwiese genutzt, später auch als Pferdekoppel. Der Bereich war damals eine Grasfläche mit einzelnen Bäumen und wenigen Wegen. Spätestens seit 1583 stand hier ein Taubenhaus (es wurde 1846 abgerissen und 1993 rekonstruiert). 1748 wurde ein barocker Schildkrötenteich angelegt. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts folgte eine landschaftliche Umgestaltung des Bereichs als Hirschgehege (auch Hertekolck genannt). Ab 1861 ließ der englische Landschaftsarchitekt Edward Milner nicht nur den Schildkrötenteich zuschütten, sondern auch zahlreiche ungewöhnliche Bäume pflanzen, unter ihnen eine Libanonzeder, eine Flügelnuss und diverse Ahornarten, von denen einige noch stehen. 1976 wurden Tulpen- und Dahlienbeete angelegt, seit den 1980er Jahren jedoch zunehmend wieder aufgegeben. Heute ist der Bereich also vor allem wieder eine Art Landschaftspark mit geschlängelten Wegen, seltenen Bäumen und einigen blühenden Sträuchern.

Folgt man der Uferlinie der Issel auf dem landeinwärts gelegenen Weg, gelangt man bald an eine Brücke. An dieser Stelle haben sich Anfang des 18. Jahrhunderts zwei Schießplätze befunden; sie waren bis 1847 erhalten und zeitweise öffentlich zugänglich. 1965 wurden hier heimische Bäume gepflanzt und etwa 20 Jahre später durch Rhododendron und Azaleen ergänzt. Von hier aus besteht die Möglichkeit eines kurzen Rundwegs nach Norden über den sogenannten "Postwagen", eine historische Wegeverbindung.

Jenseits der Brücke liegt der ausgedehnte Hagen. Im Mittelalter war dieser Bereich ein nahezu undurchdringliches Sumpfgebiet, das der Burg auf dieser Seite Schutz vor Angriffen bot. Auch im 16. und 17. Jahrhundert bestand hier noch kein Park; die Fläche diente der Brennholzgewinnung. 1700 ist erstmals eine Viehweide nachweisbar, diese Nutzung ging mit Erdarbeiten zur Entwässerung, Aufhöhung und Eindeichung einher. 1715 wurden schmückende Alleen in diesem Teil des Gartens angelegt. Nach einer etwa hundertjährigen Ruhephase plante 1828 der Düsseldorfer Gartenkünstler Maximilian Friedrich Weyhe einen ersten landschaftlichen Park, der jedoch nicht ausgeführt wurde. Dreißig Jahre später nahm der englische Landschaftsarchitekt Milner die Planungen zum Landschaftspark wieder auf und so entsteht zwischen 1861 und 1890 ein typischer Landschaftsgarten im englischen Stil, der heute noch weitgehend erhalten ist. Hierzu werden alte geradlinige Gräben geschwungen geformt, stellenweise aufgeweitet und mit Inseln versehen. Auch die Wege erhalten einen geschwungenen Verlauf und sind durch locker gepflanzte Baumgruppen ergänzt, so dass ein natürlicher Eindruck entsteht. Genau geplante Durchblicke beziehen auch heute noch die umgebende Landschaft ein. 1884 wird ein Teich im Südosten angelegt. Sogar Pflanzungen nach dem Zweiten Weltkrieg richten sich überwiegend nach den Plänen Milners. 1968 wird die historische Pferdeschutzhütte restauriert, die im Stil gut zu den urigen Knüppelbrücken des Parks passt. Einzige Änderungen in der Gestaltung dieses Parkteils sind der Ersatz einer Dahlienschau durch Azaleenbeete und Rhododendron-Pflanzungen. Neu hinzugekommen ist außerdem ein Quercetum (eine Sammlung verschiedener Eichen, darunter auch immergrüne Arten). Der gesamte Bereich ist auf den Wegen in großen oder kleineren Bögen gut zu erwandern.
Im Norden des Hagens gelangt man über eine weitere Brücke zurück in intensiver gestaltete Teile des Schlossparks, zunächst in den Bereich "de Tonge". Dies war bis in das 19. Jahrhundert eine kaum erschlossene Laubbaumpflanzung hinter dem Busquett. Die Landschaftsarchitekten des 19. Jahrhunderts gestalteten den Bereich um und erschlossen ihn erstmals, wobei aber keine genaue Zuschreibung zu Weyhe oder Milner möglich ist. 1965 wird ein Heidegarten angelegt, gefolgt von einem neuen Irrgarten aus Thuja-Hecken im Jahr 1987. Dieser ist seit 1990 der Allgemeinheit zugänglich und eine bedeutende Attraktion für Jung und Alt. Wer es ins Zentrum geschafft hat, kann zur Belohnung ein Podest besteigen und das Labyrinth überblicken.

Weiter westlich lag der Bereich des ehemaligen Bosketts - hier Busquett genannt. Diese Baumgärten waren wichtige Bestandteile eines typischen Barockgartens. Es sind von Hecken umgebene Gartenräume mit Bäumen, teilweise mit Wasserbecken, Blumen und Skulpturen geschmückt. Sie dienten der höfischen Gesellschaft als bevorzugte Aufenthaltsorte im Freien und waren dementsprechend auch als "salle", "salon" oder "cabinet" bezeichnet. Durch den hohen Hecken- und Baumbewuchs rahmten sie normalerweise die andere typische Gartenform, den Parterregarten. In Anholt waren diese Gartenteile jedoch nicht direkt benachbart, sondern lagen getrennt. Es gab ein vorderes und ein hinteres Busquett, in denen auch Skulpturenschmuck (ein Herkules Farnese) nachweisbar ist. Zwischen den beiden Bereichen lag ein Karpfenweiher. Bereits in den 1790er Jahren wurde der gesamte Bereich gerodet und als Obstgarten bepflanzt. In den 1830er Jahren wird er von Weyhe umgestaltet und erhält das "Bergsken" (einen erhöht liegenden Teil mit Baumrondell).

Der Bereich geht heute beinahe nahtlos in den ehemaligen Labyrinthgarten über. Noch 1650 lag an dieser Stelle ein Teil der mittelalterlichen Befestigung mit doppeltem Wall und Wassergräben. 1714 wird hier ein Irrgarten beschrieben: Es war ein Heckengarten auf einer rechteckigen Insel, der durch Tore verschlossen werden konnte. 1723/24 werden erstmals Skulpturen erwähnt und Zeichnungen von 1737 zeigen die vier Jahreszeiten (in Anlehnung an Versailler Skulpturen). Später folgte die Aufstellung der Gruppe "Susanna im Bade", die für viel Aufregung sorgen sollte. Der Irrgarten wurde wohlmöglich bereits 1748 aufgelöst, knapp 50 Jahre später war er jedenfalls zu einem Gemüsegarten geworden. Ab 1750 ist in der Nähe des Irrgartens ein Grottenhaus nachweisbar, das jedoch schon 1770 abgerissen wurde. Der Skulpturenschmuck blieb kurioser Weise stehen, bis Weyhe 1828 die Figuren der Jahreszeiten anderswo und getrennt platzierte. Die Figurengruppe der Susanna im Bade mit den Pharisäern wird 1848 aufgrund ihres "anstößigen" Äußeren im Park vergraben und ist bis heute nicht aufgefunden worden. Die Jahreszeiten gelangten ab 1910 im damals neuen Rosengarten wieder gemeinsam zur Aufstellung, wurden im jedoch Krieg beschädigt und stehen jetzt restauriert im Wassergarten.

Der Labyrinthgarten wird 1965 durch Fürst Nickolaus Leopold als barockartiger Parterregarten (Rasenparterre mit Rosenbeeten), bald darauf jedoch nach erforderlicher Aufhöhung vereinfacht angelegt (Rasenparterre mit Buchs). 1991 wird der Bereich durch P. J. Ashouwer als Barockgarten rekonstruiert, mit einer zentralen Achse, die auf die Zugbrücke der Hauptburg führt. Die Bepflanzung des heute irrtümlich Busquett genannten Bereichs plante H. H. van de Mars aus dem berühmten Barockgarten Het Loo in den Niederlanden. Am Nordrand dieses formalen Gartens befinden sich zwei Reiterstandbilder, die ursprünglich auf der Bleichweise standen.

Nördlich des Busquetts liegen die ehemaligen Rhiswick- oder Kindergärten, heute Thuilotgarten und Canalgarten genannt. 1651 gehörte das Gelände noch dem Anholter Richter Rhiswick, Anfang des 18. Jahrhunderts kaufte der Anholter Hof das Gelände und bereits 1706 werden erste Arbeiten erwähnt und zwölf Putten, die die Sternzeichen darstellen, aufgestellt. Nach diesen kleinen Figuren hieß der Garten auch Kindergarten. Er war durch einen Wassergraben in den nördlichen "großen" und südlichen "kleinen" Gartenteil getrennt. Beide Bereiche verfügten über ein einfaches Wegekreuz mit Mittelrondell. Am Ende der jeweiligen Längsachsen stand je ein Gartenhaus - beide sind noch heute erhalten: Im Großen Rhiswickgarten der inzwischen sehr schlichte Pavillon an der Nordmauer, auch Pulverhäuschen genannt, und im Kleinen das barocke Teehaus. Die Gärten waren seinerzeit von hohen Eibenhecken umgeben. 1775 wurden die beiden Rhiswickgärten in Nutzgärten umgewandelt, behielten aber, wie der Labyrinthgarten, ihren Figurenschmuck. Erst 1830 werden die Putten auf Anregung Weyhes auf der Schlossterrasse platziert, bevor sie 1910 in den damaligen Rosengarten versetzt werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg befanden sich die Putten kurze Zeit auf Haus Rhede, einem weiteren Besitz des Fürstenhauses. 1985 gelangten sie endlich an ihren alten Standort zurück. Im Kleinen Rhiswickgarten, heute Canalgarten, wird 1923 eine Staudenpflanzung vor dem Teehaus angelegt und 1965 erneuert, bevor die barocke Anlage 1991 durch P. J. Ashouwer wiederhergestellt wird. Die Planung basiert auf einer Ansicht von 1721, wo Buchsmuster in Kies gepflanzt waren. Der Bereich ist der einzige Rückzugsraum der Fürstenfamilie im Garten und deshalb nicht öffentlich zugänglich. Der nördlich anschließende Große Rhiswickgarten wird Anfang des 19. Jahrhunderts als Obstgarten genutzt und heißt Thuilotgarten nach einem angrenzenden Wirtshaus. Die 1784 erwähnten vier Figuren (einer von zwei Tageszeitenzyklen auf Anholt), die 1945 im Rosengarten standen und dort von Bomben schwer zerstört wurden, sind nur noch in Resten vorhanden. Seit 1994 ist der Thuilotgarten Anzuchtgarten der örtlichen Gärtnerei. Als Relikt des ehemaligen Grabens, der die beiden Bereiche trennte, ist heute noch ein Teich vorhanden.

Die westlich an die Rhiswickgärten anschließende Bleiche wird 1739 erstmals erwähnt. Hier befand sich damals eine Wegeverbindung zur Stadt, die von den beiden Reiterstandbildern gerahmt wurde, welche sich jetzt im Busquett befinden. Wie fast alle der 45 Skulpturen auf Anholt stammen sie vom Bildhauer Johann Wilhelm Gröninger, Sohn des Johann Mauritz Gröninger. Die Reiterstandbilder waren jedoch, wie vermutlich auch der Herkules Farnese und die Susanna im Bade, nicht für Anholt erstellt worden, sondern wurden 1726 von Fürst Otto zu Salm von der Familie Diepenbrock auf Empel gekauft, die sich hoch verschuldet hatte. So gelangten insgesamt elf Figuren nach Anholt. Die eigens für Anholt angefertigten Skulpturen hatten vor allem die Natur zum Thema (Tageszeiten, Jahreszeiten). Nur die zwölf Sternzeichen-Putti sowie der Heilige Nepomuk sind nicht eindeutig Gröninger zuzuschreiben. Die Bronckhorster Löwen am Eingang zur Wasserburg stammen bereits aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts. Der Nordteil der ehemaligen Bleiche ist seit dem 20. Jahrhundert bebaut und gehört nicht mehr zum Schlosspark, der südliche Teil ist mit dem Canalgarten verbunden und deshalb nicht zugänglich.

Vom Busquett gelangt man weiter westlich in den Wassergarten, der bereits von der Schlosszufahrt zu sehen war. Er wird 1700 das erste Mal erwähnt. Zeichnungen von 1717 zeigen üppig geschmückte Holztore, die auf den beiden Brücken standen. Eine Brücke führt nach Westen zum Schlossdeich (Hoff'schen Dyck) und eine nach Osten zur damaligen Labyrinthinsel (heute Busquett). Zwei Gemälde aus dem 18. Jahrhundert geben Auskunft über die aufwändige Gestaltung des Gartens, der sich ursprünglich auf einer rechteckigen Insel befand. Der Garten enthielt ein vierteiliges Broderieparterre, das mit Sand oder Kies gefüllt und von Buchshecken gefasst war. In der Mitte des Wegekreuzes fanden die vier Tageszeiten-Figuren Aufstellung. Die Wege selbst waren von Pyramiden und Kugeln aus Eibe oder Buchs gesäumt. Daneben markierten Orangenbäume in Kübeln die Hauptachsen. In den Außenecken standen vier Figuren aus der Mythologie und an den Ecken des Wegekreuzes befanden sich acht Vasen, paarweise aufgestellt. Alle Figuren werden J. W. Gröninger zugeschrieben. Sie wurden teilweise im Zweiten Weltkrieg zerstört, die Vasen und die Tageszeiten sind jedoch nach ihrer Restaurierung wieder aufgestellt. 1721 sind zwei kleine Architekturen an den Enden der Längsachse erkennbar: Im Norden eine Art Balkon, halb im Wasser gelegen, und im Süden eine Laube als typisches Treillagebauwerk, jedoch ohne angrenzende Laubengänge. Bis 1762 waren nur kleine Änderungen vorgenommen worden. So waren die umgebenden Eibenhecken treppenartig geschnitten und erlaubten Ein- und Ausblicke und im Parterre sind Blumen zu erkennen. Etwa 1775 wurde das Broderieparterre durch eine Blumenanpflanzung ersetzt, nur zehn Jahre später folgte jedoch der Umbruch: Es wurde Tabak angepflanzt. Von 1830 bis 1945 befand sich auf der nach Plänen von Weyhe abgerundeten Insel ein landschaftlicher Garten, der mit etwa 40 verschiedenen Nadelbäumen bepflanzt war. Bomben zerstörten den Garten gegen Ende des Zweiten Weltkriegs und ab 1964 erfolgte die Neugestaltung nach Plänen des Fürsten Nickolaus Leopold als Rasenparterre mit Kieswegen in Anlehnung an ein barockes Parterre, jedoch mit Rosenpflanzungen. Heute stehen an der Westseite die vier Tageszeiten-Figuren und vier der acht Vasen, an der Ostseite befinden sich die vier Jahreszeiten aus dem historischen Irrgarten.

Jenseits des Hoff'schen Dycks schließt heute ein Arboretum, eine Baumsammlung, den Garten im Westen ab. Früher befand sich hier der Große Garten. Im 16./17. Jahrhundert heißt dieser Gartenteil Weyerhof oder Lustgarten und verfügt bereits über ein Lusthaus aus dem Jahr 1600, dem Bronckhorster Haus. 1700 wird der Bereich erstmals Großer Garten genannt und 1706 werden hier Treibhäuser für die vielen Orangenbäume der Anlage gebaut. 1714 folgen Ballspielplätze und ein Blumenparterre. Nur wenige Jahre später werden Hecken erwähnt, die den Garten wahrscheinlich gerahmt haben. Der Plan von 1750 zeigt ein einfaches rechtwinkliges Wegenetz mit zwei Rondellen in der Längsachse, an deren Südende das Lusthaus steht. An den Wegen stehen Orangenbäumchen. 1769 werden 1.300 Eichen in den Garten gepflanzt (entlang der Heckenlinien) und etwa zur gleichen Zeit werden die Holztore durch Eisengitter mit Backsteinpfeilern ersetzt, die noch heute stehen. Ende des 18. Jahrhunderts erhält auch in diesem Garten die wirtschaftliche Nutzung Einzug. Obst und Gemüse, darunter auch Spargel und Artischocken werden angebaut, sind aber zum Schmuck nachwievor orthogonal angeordnet. 1780 wird auch hier Tabakanbau erwähnt. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde am Westrand ein Fischteich ausgehoben, der in den 1880er Jahren, parallel zur Neuanlage eines Obstgartens durch den französischen Architekten Alexis Lepère erneuert wurde. Im 20. Jahrhundert war die Fläche vor allem Anzuchtfläche für den Gartenbau, zum Teil durch Treibhäuser ergänzt, bis 1990 das heute bestehende Arboretum mit einem Waldlehrpfad angelegt wurde. Auf über einer Flähe von übereinem Hektar stehen mehr als 100 Laubbaumarten, die alle beschrieben sind. Mit diesem Arboretum schließt der Rundgang durch den unmittelbaren Schlosspark ab.

Zwei weitere Gartenbereiche liegen separat südlich angrenzend und sind auch öffentlich zugänglich. Hierzu gehört zunächst der heutige Golfplatz, dessen westlicher Teil früher die Bridou war. Im 18. Jahrhundert wurde sie als Pferdekoppel und Baumschule genutzt, es wurde aber auch Tabak angebaut. Und 1733 wurde sogar ein Lusthaus (mit viel Glas) in diesem Nutzgarten errichtet, aber bereits 1760 wegen Baufälligkeit abgerissen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Gelände noch immer eine (Obst-)Baumschule und wurde zudem landwirtschaftlich genutzt, bis 1974 der Golfverein die Anlage übernahm und umgestaltete. Der Umriss der Bridou und die Längsachse sind teilweise noch heute anhand von Gräben und Baumreihen erkennbar, auch wenn der Golfplatz sich deutlich weiter nach Osten erstreckt.

Noch weiter südlich liegt der historische Leopoldspark, der heute Teil des Wildparks Anholter Schweiz ist. Der Leopoldspark wurde 1892 anlässlich der Hochzeit Fürst Leopolds mit Eleonore, Prinzessin von Croy, auf 18 Hektar Fläche angelegt. Bereits 1890 hatte der Fürst zahlreiche bäuerliche Anwesen aufgekauft, die Gebäude abreißen und das Gelände, inklusive des historischen Jagdparks, aufforsten lassen. In Erinnerung an den gemeinsamen Aufenthalt in der Schweiz wurde hier ein alpiner Steingarten angelegt, damals ein hochmodisches Element in herrschaftlichen Gärten. Als Vorlage für den künstlichen See im Park diente der Vierwaldstätter See, und die Felsformationen sind unter anderem kleine Versionen der Berge Rigi und Pilatus. Der Unterbau dieser Felsen wurde aus Eichenpfählen und Ziegeln errichtet, die Felsanlagen durch den Grottenbauer Biesenbach aus Lavagestein und Kalkstein erbaut. Die Baumaterialien kamen auf dem Wasserweg nach Anholt. Zum weiteren Transport wurde eigens eine kleine Bahnstrecke bis in den Park gelegt. 1894 folgte das Schweizer Haus, das erste "Fertighaus" der Region, nach Plänen einer Schweizer Baufirma und des Baumeisters Delere. Die Bepflanzung bestand überwiegend aus Nadelbäumen und Rhododendron, es waren aber auch einige Laubbäume und Stauden sowie später Rosen und Alpenpflanzen zu sehen. Von 1900 bis 1905 erfolgte eine Erweiterungsplanung durch den Kölner Gartenarchitekten Finken. Hierzu gehörten auch die Erweiterung der Wasserfläche und des Wegesystems sowie nachfolgend Rehbesatz. 1919 waren bereits zahlreiche alpine Pflanzen durch das Klima oder durch Diebstahl verloren gegangen. Nach Schäden in der Kriegs- und Nachkriegszeit erhielt der Park 1968 weiteren Tierbesatz und wurde der Öffentlichkeit als Wildpark präsentiert. 1991 bis 1994 erfolgte eine Neugestaltung nach einem wild-biologischen Konzept durch Diplom-Ingenieur Reilmann. Hierbei wurden viele seltene Baumarten erhalten, ebenso wie das Schweizer Haus und der See. Dieser Park hat heute eine Ausdehnung von 56 Hektar.

Hiermit ist die Beschreibung der Parkbereiche, die zur Wasserburg Anholt gehören, abgeschlossen. Das Schloss selbst beherbergt neben dem Hotel ein Museum (Öffnungszeiten entnimmt man aktuell dem Internet) mit einer Hofküche aus dem 15. Jahrhundert, einer bedeutenden Gemälde- und Porzellansammlung sowie Möbeln, Waffen und Münzen überwiegend aus dem 16. bis 18. Jahrhundert und diversen anderen Attraktionen, die Einblick in die Geschichte und das Leben der Besitzer geben.

Die Geschichte der Wasserburg mit ihrem Parks und seiner Besitzer ist relativ schnell umrissen: 1169 wird Anholt erstmals erwähnt. Besitzer ist das klevesche Geschlecht von Sulen, die auch die Erbauer der ersten Burg waren. Von dieser Burg ist der Dicke Turm erhalten. 1380 stirbt die Familie von Sulen im Mannesstamm aus und die Burg Anholt kommt durch Heirat der Tochter Herberga mit Hermann III an die Herren von Gemen. Gut zwei Jahrzehnte später heiratet Margaretha von Gemen Gisbert von Bronckhorst-Batenberg aus den Niederlanden. Die von Bronckhorst-Batenberg besaßen Anholt über 250 Jahre mit kurzen Unterbrechungen, hatten aber viel dafür zu kämpfen, weil es eine sehr unruhige Zeit mit vielen Kriegen und Fehden war. Zu dieser Zeit wird es sehr wahrscheinlich Nutzgärten im Bereich der Vorburg gegeben haben. Nachweisbar ist dies bisher erst ab dem 16. Jahrhundert, aber das historische Anholt-Moyländer Kräuterbuch von 1470 deutet auf das besondere Interesse der Familie in diesem Bereich schon zu dieser Zeit hin. Kräutergärten, die in Anlehnung an das Kräuterbuch entstanden sind, sind heute am 25 Kilometer entfernten Schloss Moyland zu besichtigen. Auch ein Nachdruck des Kräuterbuchs ist dort erhältlich. 1566 wird erstmals ein Gärtner auf Anholt erwähnt, drei Jahre später der Lustgarten Weiherhof, der spätere Große Garten, an dessen Stelle sich jetzt das Arboretum befindet. 1600 wird das Lusthaus im Großen Garten erwähnt, das später als Bronckhorster Häuschen bekannt war. Es wurde mehrfach restauriert, aber leider 1957 wegen Baufälligkeit abgerissen. Ebenfalls im Jahr 1600 ist von einem Krautgarten die Rede, der nicht eindeutig zu lokalisieren ist.

1641, kurz vor Ende des Dreißigjährigen Kriegs heiratet Maria Anna Gräfin von Bronckhorst-Batenberg, die einzige Tochter des Dietrich IV, Leopold Philipp Carl Fürst zu Salm. Maria Anna und die Kinder der Familie leben stets auf Anholt und nach den Kriegswirren beginnt ein Zeitalter des Wiederaufbaus. 1651 findet man in den Aufzeichnungen eine Garteninsel, wohlmöglich den heutigen Wassergarten. Umfangreiche Pflanzenlisten weisen auch ungewöhnliche Arten wie Aloe, Feigen, Canna und diverse seltene Tulpen auf. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts lässt der Sohn der beiden, Carl Theodor Otto Fürst zu Salm, die mittelalterliche Burg durch ein repräsentatives Barockschloss von Baumeister Thomas Thomassini aus Mailand ersetzen. Auch die Gartenanlagen in Anholt wurden aus Repräsentationsgründen ausgebaut, obwohl die Stadt Wien der Hauptwohnsitz des Fürsten war. Fürst Carl Theodor war unter anderem Erster Minister am Hofe Kaiser Leopolds in Wien und oberster Bauleiter beim Bau von Schloss Schönbrunn. Ab 1705 lässt der Sohn Carl Theodors, Fürst Ludwig Otto, der überwiegend auf Anholt wohnt, das Schloss weiter ausbauen und die Gartenanlagen im barocken Stil anlegen. Diese Gärten waren, für die Zeit untypisch, nicht auf das Schloss ausgerichtet und auch untereinander gestalterisch nicht verbunden. Es wird also eher eine Umgestaltung der früheren Renaissance-Gärten gewesen sein, was möglicherweise auch wirtschaftliche Gründe hatte. Zudem war das Gelände nach wie vor sehr sumpfig. Neben dem erhaltenen Großen Garten entstanden der Wassergarten, das damalige Labyrinth (auch Dollhoff genannt), der Kleine und der Große Rhiswickgarten und die Busquetts. Im Osten befindet sich zu dieser Zeit noch Weideland. Die Nutzgärten sind vor allem südliche des Schlosses in den Gartenteilen Cingel, Hagen, Bongard und Bridou zu finden.
1719 heiratet Dorothea Prinzessin zu Salm ihren Vetter Nicolaus Leopold Graf zu Salm, der 1739 in den Fürstenstand erhoben und durch 1743 kaiserlichen Beschluss Fürst zu Salm-Salm wird. Unter den beiden gedieh und wuchs vor allem die Stadt Anholt, obwohl das Schloss nicht der Hauptwohnsitz der Familie war, weshalb weite Bereiche des Gartens bis zum Ende des 18. Jahrhunderts in Nutzgärten umgewandelt wurden. Dennoch gibt es aus den 1720er Jahren Berichte und Zeichnungen prunkvoller Gartenzelte, in denen Feierlichkeiten abgehalten werden konnten. Ob die Zelte je benutzt wurden, ist nicht nachweisbar.

1803 erhielten die Fürsten Salm-Salm durch den Reichsdeputationshauptschluss die Ämter Ahaus und Bocholt als Ausgleich für Verluste in den Vogesen und in Belgien. Erst ab dieser Zeit wurde Anholt wieder zur Residenz der Familie. Die wirtschaftlichen Folgen der Französischen Revolution ließen zunächst keine größeren Umgestaltungen im Garten zu, um dieser Funktion gerecht zu werden. Erst unter Fürst Wilhelm Florentin wurde 1828 der Düsseldorfer Gartenkünstler Weyhe beauftragt, einen englischen Landschaftspark anzulegen, wie er für die Zeit typisch war. Fürst Wilhelm Florentin interessierte sich sehr für Gärten und legte zum Teil selbst Hand an. Zunächst wurde eine Schlossterrasse in der Gräfte aufgeschüttet; die Terrasse ist inzwischen zurückgebaut. Es folgte die landschaftliche Umgestaltung des Labyrinths und des Kleinen Rhiswickgartens sowie der Busquetts, wobei auch die Gräben verändert wurden und das Bergsken mit Lindenrondell entstand. Der Fürst und Weyhe starben 1846, bevor alle Planungen umgesetzt waren. So engagierte Fürst Alfred I, der Sohn des Wilhelm, 1858 den englischen Landschaftsarchitekten Edward Milner. Dessen Planungen wurden bis in die 1880er Jahre umgesetzt und sind heute vor allem auf der Fläche des ehemaligen Hagen noch weitgehend erkennbar. Milner hatte in England unter anderem am Crystal Palace gearbeitet und seine Mitarbeiter und er waren im nahe gelegenen Dülmen, auf den Schlössern Itlingen und Westerwinkel bei Ascheberg sowie auf der Surenburg bei Hörstel tätig. Milners Entwurf überplante auch einige Bereiche, derer Weyhe sich erst kurz zuvor angenommen hatte. Er vereinfachte das Wegesystem und legte großzügigere Rasen- und Gehölzflächen an. Wichtig war es Milner, den Garten nicht nach außen abzuschirmen, sondern die Umgebung mit einzubeziehen. Zudem kamen vermehrt Blumengärten hinzu und im Großen Garten entstand ein echter "Kitchen Garden".

Ende des 19. Jahrhunderts gewinnt die Pflanzenzucht an Bedeutung, weshalb einige Treibhäuser gebaut werden, dies erschien wohl auch trotz der angeordneten Sparmaßnahmen eine sinnvolle Investition. Einziger Luxus war die Anlage des Leopoldparks. Die Schlossgärten wurden schon damals an manchen Tagen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, wozu Aufsichtspersonal bereitgestellt werden musste.

Anfang des 20. Jahrhunderts finden unter Fürst Alfred II nochmals einige Baumaßnahmen statt, so der Bau eines Palmenhauses (1909), die Anlage des neuartigen Rosengartens auf dem ehemaligen Triangel und Bongardsgarten (1910) und eines Tempels im Canalgarten (1920). Und auch sein Nachfolger, Fürst Nickolaus Leopold, modernisiert Teile des Gartens: 1923 wird ein Staudengarten vor dem Teehaus im Canalgarten angelegt und 1928 lässt er dort auch einen Tennisplatz bauen. Diese Elemente sind heute nicht mehr erhalten.

Der nächste große Einschnitt ist die Bombardierung Anholts im März 1945. Von ihr sind neben der Burg auch weite Bereiche des Gartens (vor allem der Rosengarten, aber auch der Canalgarten und andere Bereiche) betroffen. Ab 1954 setzen verstärkt Wiederaufbau und Restaurierung ein. Teilweise fand Ackerbau oder Forstwirtschaft in den Gärten statt, 1956-64 wurden beispielsweise im ehemaligen Rosengarten Pappeln angebaut. Ab 1964 beginnt die Rekonstruktion von Teilen des Barockgartens, angefangen mit dem Wassergarten, dem Busquett und Canalgarten sowie der Burginsel, bei der Weyhes Terrasse zurückgebaut wurde. Ab 1991 wird die Rekonstruktion nach neuen Gesichtspunkten vor allem im Busquett (ehemals Labyrinth) und im Canalgarten noch einmal überarbeitet und wenig später neue Elemente (Irrgarten und Rhododendron-Pflanzungen) hinzugefügt. Auch der Wildpark wird mehrfach überplant.
Man sieht also, dass die Gärten trotz ihrer langen Geschichte nicht museal behandelt werden, sondern stets weiter entwickelt wurden. Eine Erkundung der unterschiedlichen Bereiche gibt nicht nur einen Einblick in die verschiedenen Gartenstile der Jahrhunderte, sondern auch in den Umgang mit historischer Gartenkunst. Zudem sind die Rosen- und die Rhododendronblüte, die Blumenwiese und die Herbstfärbung der Bäume sowie die zahlreichen Wildtiere für die vielen Besucher Anholts von großer Anziehungskraft. Detailliertere Informationen zur Gesamtanlage sind vor allem dem 1994 erschienenen Werk von Dr. Duco van Krugten "Geschichte der Anholter Garten- und Parkanlagen" zu entnehmen.

Aber auch ein Abstecher nach Norden in die Stadt Anholt lohnt sich. Besonders interessant sind die Fürstliche Gruftkapelle und der Stadtwall. Die Fürstliche Gruftkapelle gehört im weitesten Sinne zum Schloss. Dieser barocke Sechseckbau liegt etwa zwei Kilometer nördlich des Schlosses und wurde um 1670 als Heiligkreuzkapelle für niederländische Katholiken errichtet. Seit 1813 dient er der Fürstenfamilie als Gruftkapelle. Zudem befindet sich hier eine Grabplatte des Dietrich von Bronckhorst aus dem Jahr 1552, die offensichtlich transloziert wurde. Eine Allee führt aus der Stadt direkt auf den kleinen Bau. Der Stadtwall mit Graben ist vor allem am Nordrand der historischen Altstadt zu erkennen und gibt einen Eindruck von der mittelalterlichen Befestigung Anholts. Er ist dicht mit Bäumen, stellenweise Alleen bepflanzt und beherbergt einen historischen Eiskeller. An dieser Stelle hat sich der ehemalige Bergfried der Befestigung befunden. Ganz nahe liegt die neoromanische Kirche St. Pankratius mit kunstvollen Wandmalerein und Wandplatten.



Literaturangaben

  • Paus, Susanne / Glader, Hans (2005): Blühende Paradiese. Niederrheinische Gärten öffnen ihre Pforten. 2. Auflage, Duisburg.
  • Seick, Carsten (1996): Studien zu landschaftlichen Gärten und Parks in Westfalen-Lippe unter besonderer Berücksichtigung der Anlagen privater Auftraggeber. Münster, Westfälische Wilhelm-Universität Münster, Dissertation, Band 1 - 4.
  • Stadt Anholt (Hrsg.) (1947): Sechshundert Jahre Stadt Anholt 1347-1947. Münster.
  • Dehio, Georg (1969): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Teil Westfalen. Darmstadt, Neuaufl.
  • Rodenberg, Heinz W (1982): Unbekannte Ansichten von Schloss Anholt entdeckt. In: Jahrbuch des Kreises Borken 1982, Borken, Seite122 ff.
  • Matzner, Florian / Schulze, Ulrich (1997): Barock in Westfalen - Ein Reiseführer. Kulturlandschaft Westfalen, Band 3, Münster, 2. unveränderte Auflage.
  • Krugten, Duco van (1994): Geschichte der Anholter Garten- und Parkanlagen. Darstellung einer garten- und parkgeschichtlichen Entwicklung über vier Jahrhunderte. Anholt.
  • Krugten, Duco van / Matenaers, Wolfgang (1991): Wasserburg Anholt Parkanlagen. Ein Führer zu den natürlichen und gärtnerisch gestalteten Pflanzengesellschaften im Westmünsterland. Dinxperlo.
  • Landschaftsverband Westfalen-Lippe LWL-Amt für Landschafts- und Baukultur in Westfalen (Hrsg.) (2007): Gartenreiches Westmünsterland. Gärten und Parks in den Kreisen Borken und Coesfeld. Steinfurt, Seite 14 - 27.
  • Kerckerinck zur Borg, Engelbert von / Klapheck, Richard (1978): Alt-Westfalen. Die Bauentwicklung Westfalens seit der Renaissance. Frankfurt/Main, unveränderter Nachdruck von 1912.
  • Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Westfälisches Amt für Denkmalpflege (1987): Begründung des Denkmalwerts von Schloss Anholt. Münster, nicht veröffentlicht.
  • Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) (2002): Münsterland. In: Westfalia Picta, Band VI, Münster.
Externe ID: LWL-GUP00495
Erfassungsdatum: 18.10.2007
Kategorie: Schlosspark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Auswertung historischer Fotos
  • Auswertung historischer Karten
  • Archivauswertung
  • Literaturauswertung
Touristische Bedeutung: sehr hoch - ist eine Reise wert
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1828
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10032017


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2007: Schlosspark Anholt
2007: Schlosspark Anholt
2007: Schlosspark Anholt
2007: Schlosspark Anholt
2007: Schlosspark Anholt
2007: Schlosspark Anholt
2007: Schlosspark Anholt
2007: Schlosspark Anholt
2007: Schlosspark Anholt
2004: Schlosspark Anholt
2005: Anholt
2005: Anholt
1895: Anholt
1826: Schlosspark Anholt