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Gemeindepark Epe, Gronau-Epe
 

Der Gemeindepark Epe im Gronauer Süden ist einer von mehreren Parks, die sich an dem Fluss Dinkel wie Perlen an einer Kette aufreihen. Chronologisch gesehen sind die Anlagen Gemeindepark Epe, Stadtpark Gronau, Inselpark und weitere Landesgartenschauanlagen heute von Süden nach Norden in einer Abfolge zu betrachten und erlauben einen guten Überblick über die Planung öffentlicher Grünflächen vom Beginn des 20. bis zum frühen 21. Jahrhundert. Gleichzeitig bietet der Gemeindepark Epe abwechslungsreiche Freiräume von Spielplätzen für alle Altersgruppen über eine Festwiese und Sportplätze bis hin zum Zierteich und architektonischen Blumengarten.

Externe ID: T-P363L301-20080625-0001
Erfassungsdatum: 25.06.2008
Kategorie: Siedlung
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2006: Gemeindepark Gronau-Epe

Zugehöriges Objekt

Gemeindepark Epe, Gronau-Epe (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit
Stadt Gronau; die Anlage ist frei zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe
Westfälisches Tiefland - Westmünsterland; im Stadtteil Gronau-Epe; etwa 10 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte
Der Gemeindepark in Epe ist ein recht frühes, wenn auch nicht erstes Beispiel für eine Volksparkanlage. Mitte des 19. Jahrhunderts entstand der Volksparkgedanke als Antwort auf die schlechten Lebens- und Wohnverhältnisse der Stadtbevölkerung. Der Central Park in New York ist einer der berühmtesten Pioniere dieser Gestaltungsidee. 1874 bekam die holländische Nachbargemeinde Enschede ihren ersten Volkspark und zog deshalb zahlreiche Gronauer Bürger an. Gronau selbst hatte zunächst nur Friedhöfe und Alleen sowie einige wenige Schmuckanlagen zu bieten, in denen man lediglich Promenieren konnte. Anfang des 20. Jahrhunderts erhielt Gronau sein Stadtgartenamt und bereits 1906 entstanden die ersten Pläne für Volksparkanlagen in Gronau und Epe, beide im Überschwemmungsgebiet der Dinkel gelegen. Ihre Entwicklung nahm jedoch einen leicht unterschiedlichen Verlauf. In Gronau konnte durch eine Stiftung der Familie van Delden schon 1911 mit dem Bau des Stadtparks nach Plänen des Gartenarchitekten Brons aus der Nähe von Bremen begonnen werden. 1913 fand die feierliche Einweihung des Parks statt. In Epe gab es längere Zeit Widerstand, da das Überschwemmungsgebiet der Dinkel von einigen als Viehweide genutzt wurde. Als in den 1920er Jahren die Überschwemmungen zunahmen und gleichzeitig die große Anzahl der Arbeitslosen beschäftigt werden sollte, stimmte man auch hier dem Bau des Volksparks durch Notstandsmaßnahmen zu. Zunächst wurde die Dinkel eingedeicht und eine Umflut angelegt, dann wurden Teile des Geländes um bis zu 80 Zentimeter aufgehöht, also große Erdmassen bewegt. 1927 war der damals Jugendpark genannte Bereich zwischen Ahauser Landstraße im Osten und Bahndamm im Westen fertiggestellt. Die Spielwiese, der Goldfischbrunnen, die 1.400 Rosen und der Marktplatz fanden schnell Anklang bei der Bevölkerung und zogen zahlreiche Besucher an. Im Gegensatz zum Gronauer Stadtpark, der 1970 verlagert und umgestaltet wurde, ist der Gemeindepark in Epe in seinem Grundgerüst noch erhalten und nur stellenweise modernisiert oder planerisch ergänzt worden.

Art der Grünanlage
Volkspark, Stadtpark

Ausstattung und Beschreibung
Heute bietet der Markt- und Festplatz an der Bundesstraße im Osten der Anlage ausreichend Parkmöglichkeiten. Von hier aus führt eine Wegeachse in den architektonischen Blumengarten mit einer zentralen Brunnenanlage, Rosenrabatten, alten Blutbuchen und einer Zierkirschenreihe an der Umflut. In diesem ruhigen Bereich lässt es sich gut entspannen. Eine Brücke über die Dinkel führt in den größeren, landschaftlichen Teil mit zahlreichen Spielplätzen für Kleinkinder, Schulkinder und Jugendliche. In den letzten Jahren ist eine Skateranlage hinzugekommen. Weiter westlich schließt die große Spielwiese an, die nur mit einigen malerischen Einzelbäumen bestanden ist und Offenheit und Weite in die Anlage bringt. Anschließend daran befindet sich der Fontänenteich, an dem sich Wasservögel beobachten lassen. Zur Bahntrasse schließt eine weitere Wiese an, die kleinere Räume zum Rückzug anbietet. Von hier aus führt der Radweg entlang der Dinkel unter der Bahnlinie hindurch zum Gronauer Stadtpark. Geht man von hier aus wieder zurück Richtung Bundesstraße, ergeben sich oft schöne Sichtachsen zur markanten Kirche St. Antonius im Hintergrund. Zwischen Dinkel und Sportplatz führt eine alte Lindenallee den Fluss entlang bis zur Straße, an die nördlich eine Fußgängerzone mit Cafés und kleinen Läden anschließt. Alternativ gibt es bereits im Park die Möglichkeit, zahlreiche Abstecher nach Norden in den Ortskern Epes zu machen.

Literaturangaben

  • Dickel, Hans-Peter et al. (1982): Natur und Kultur des Raumes Gronau und Epe. Gronau.
  • Landschaftsverband Westfalen-Lippe LWL-Amt für Landschafts- und Baukultur in Westfalen (Hrsg.) (2007): Gartenreiches Westmünsterland. Gärten und Parks in den Kreisen Borken und Coesfeld. Steinfurt, Seite 108 - 111.
Externe ID: LWL-GUP00461
Erfassungsdatum: 18.10.2007
Kategorie: Volkspark, Stadtpark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Literaturauswertung
Touristische Bedeutung: mittel - ist einen Abstecher wert
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1920
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10031484


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2006: Gemeindepark Gronau-Epe
2006: Gemeindepark Gronau-Epe
2006: Gemeindepark Gronau-Epe
2006: Gronau-Epe
2005: Gronau-Epe