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Stadtpark Vreden
 

Im Südwesten jenseits der ehemaligen Wallanlagen erstreckt sich der Vredener Stadtpark entlang der Berkel. Die Anlage ist nicht nur die grüne Lunge der Stadt, sondern auch eine kulturelle Oase. Hier stehen Skulpturen aus dem Bildhauer-Symposium von 1977 einträchtig neben noch jüngeren Kunstwerken und historischen Bauernhäusern des Freilichtmuseums. Ganz nebenbei ist der Park eine angenehme Wegeverbindung abseits des Autoverkehrs und bietet zahlreiche Stellen zum Kinderspiel oder zum ruhigen Aufenthalt. Der Stadtpark liegt an der beliebten Flamingoroute für Radfahrer, die entlang zahlreicher anderer Sehenswürdigkeiten bis in die Niederlande führt.

Externe ID: T-P363L301-20080623-0002
Erfassungsdatum: 23.06.2008
Kategorie: Siedlung
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2006: Stadtpark

Zugehöriges Objekt

Stadtpark Vreden (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit
Stadt Vreden; die Anlage ist frei zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe
Westfälisches Tiefland - Westmünsterland; in der Innenstadt; etwa 11 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte
Der Stadtpark entstand nach dem Zweiten Weltkrieg anstelle ehemaliger Bürgergärten. Diese waren zum Teil in Privatbesitz, überwiegend jedoch in städtischem Besitz und wurden an die Bürger verpachtet. Durch die Bombardierung Vredens im Jahr 1945 waren viele Bombentrichter in den Gärten entstanden, die zum Teil durch das eindringende Wasser der Berkel in kleine Tümpel verwandelt und die Gärten somit nicht mehr nutzbar waren. Viele der unterteilenden Hecken wurden entfernt, es sollte ein offener, weitläufiger Park entstehen, wie er für die Nachkriegszeit typisch war. Nur zwei Privatgärten blieben erhalten. Viele der unterteilenden Hecken wurden entfernt, es sollte ein offener, weitläufiger Park entstehen, wie er für die Nachkriegszeit typisch war. 1977 wurde der Stadtpark um gut einen Hektar zwischen Berkel und Ausbach erweitert.

Gebäude und Ausstattung
1969 wurden die ersten Gebäude für das Freilichtmuseum in den Stadtpark umgesetzt. Heute bilden elf Gebäude verschiedener Höfe aus dem Kreis Borken eine typische Westmünsterländer Hofanlage: Vom Wohnhaus aus dem Jahr 1712 über die Wassermühle von 1811 bis zum Backspeicher von 1834. Im Backspeicher kann nach Anmeldung selbst gebacken werden, aber auch sonst gibt es viel zu sehen und zu lernen. Das Freilichtmuseum gehört zum Hamaland-Museum, welches nördlich der Berkel direkt am Stadtpark liegt und viel über Kultur und Natur der ganzen Region zeigt. Der alte Name Hamaland bezieht sich in etwa auf die Landschaft zwischen Ahaus, Raesfeld und Winterswijk und deckt sich weitgehend mit dem durch die Gebietsreform 1975 neu entstandenen Kreis Borken.

Im Jahre 1977 fand in Vreden auch das sogenannte Bildhauer-Symposium statt. Seinerzeit hatten Studenten der Folkwang-Schule in Essen die Gelegenheit, eigene Werke vor Ort zu schaffen und auszustellen. Zunächst wurden dreizehn Modelle angefertigt, die in einer öffentlichen Ausstellung bewertet wurden. Jeder der sieben Künstler führte dann ein Werk aus. Dies geschah unter Einbeziehung der Öffentlichkeit überwiegend im Bauhof der Stadt. "Der Bulle" von Ute Seidel war so massiv, dass er gleich vor Ort am Freilichtmuseum gefertigt wurde. "Die Sinnende" von Kuno Lange hockt nun neben der Fußgängerbrücke im Stadtpark, vier weitere Werke wurden im Erweiterungsteil des Stadtparks aufgestellt. Neueste Ergänzung ist ein hölzerner Helikopter, der im Rahmen der Skulptur-Biennale 2005 an der Berkel "gelandet" ist. Ein Teil der hiesigen Stadtparkerweiterung ist in den letzten Jahren durch die Bebauung mit einem Altenheim wieder entwidmet worden, Fußwegeverbindungen bestehen hier aber dennoch.

Art der Grünanlage
Park

Beschreibung
Neben den Kunstwerken ist die abwechslungsreiche Bepflanzung erwähnenswert. Außer Eichen, Buchen, Birken und Pappeln sind auch zahlreiche Ziergehölze und exotische Baumarten wie Gingko sowie seltene Ahornarten zu sehen. Eingebettet in diese abwechslungsreiche Landschaft liegen Spielplätze für die verschiedenen Altersgruppen und Sitzgelegenheiten. Verbunden wird alles durch ein gutes Wegenetz samt Rundwegen für Spaziergänge von unterschiedlicher Länge. Morgens und nachmittags beleben Kinder und Jugendliche den Park auf ihrem Schulweg.


Literaturangaben

  • Landschaftsverband Westfalen-Lippe LWL-Amt für Landschafts- und Baukultur in Westfalen (Hrsg.) (2007): Gartenreiches Westmünsterland. Gärten und Parks in den Kreisen Borken und Coesfeld. Steinfurt, Seite 94 - 97.
  • Kreis Borken (Hrsg.) (2002): Historische Westmünsterländische Hofanlage. Borken, Infoblatt.
  • Erning, Adolf (1978): Bildhauersymposium 1977/78 der Stadt Vreden - Studenten der Universität GH Essen Folkwang. o.O.
  • Erning, Adolf (o.J.): Standortkarte der Kunstwerke der Familie Erning in Vreden. Vreden, Infoblatt.
  • Kreis Borken (Hrsg.) (2002): Hamaland Museum Vreden. Borken, Infoblatt.
  • Dehio, Georg (1969): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Teil Westfalen. Darmstadt, Neuaufl.
Externe ID: LWL-GUP00561
Erfassungsdatum: 18.10.2007
Kategorie: Volkspark, Stadtpark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Auswertung historischer Karten
  • Literaturauswertung
  • mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Touristische Bedeutung: mittel - ist einen Abstecher wert
Naturnähe: Keine Angabe
Historischer Zeitraum: ab 1945
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10031470


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2006: Stadtpark Vreden
2006: Stadtpark Vreden
2005: Stadtpark und Freilichtmuseum
2005: Stadtpark und Freilichtmuseum
2006: Stadtpark und Freilichtmuseum
2005: Vreden
1956: Vreden