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Skulpturenpark A. + J. Erning, Vreden
 

Das etwa zwei Hektar große Gelände des Skulpturenparks liegt an der Berkel im Westen der Stadt Vreden. Das Parkgelände dient vor allem der Familie als Rückzugsort, ist aber dennoch zumindest von außen einsehbar. Neben den Werken im privaten Skulpturenpark sind zahlreiche Arbeiten der Vredener Künstler auch im öffentlichen Raum aufges­tellt.

Externe ID: T-P363L301-20080623-0001
Erfassungsdatum: 23.06.2008
Kategorie: Siedlung
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2006: Skulpturenpark A. + J. Erning

Zugehöriges Objekt

Skulpturenpark A. + J. Erning, Vreden (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit
Haus und Park sind privat und nicht öffentlich zugänglich. Der Skulpturenpark ist von außen einsehbar.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe
Westfälisches Tiefland - Westmünsterland; westlich von Vreden; etwa 2 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte
Der Park wurde von Johanna Erning angelegt und zeigt insgesamt etwa 80 Skulpturen und Plastiken, die einzig von den Eheleuten oder ihrem Sohn A. Marcellus Erning gearbeitet wurden. Die Idee zum Skulpturenpark war die logische Folge der intensiven Auseinandersetzung des kunstinteressierten Ehepaars mit der Bildhauerei während des Bildhauersymposiums, das 1977/78 in Vreden stattfand. Dr. Dr. Adolf Erning hatte es initiiert. Aus der Begeisterung heraus reifte der Entschluss, der Kreativität mit eigenen Mitteln Ausdruck zu verleihen, und nur zwei Jahre später begann der langsame Aufbau des privaten Skulpturenparks.

Gebäude und Ausstattung
Für Adolf Erning war das künstlerische Schaffen über Jahrzehnte leidenschaftlicher Ausgleich zu seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Jurist und Notar. Seine Frau Johanna schuf zeitgleich zahlreiche Kunstwerke parallel zu ihrer Arbeit als Mutter und Hausfrau. Sie war es auch, die die Werke in der Anlage platzierte und die die Details am Atelier in Fachwerkbauweise entwarf, welches nahe am Eingang des Parks steht. Der gemeinsame Sohn A. Marcellus studierte Kunst an der Kunstakademie in Münster und schuf eigene Arbeiten. Die Bandbreite der ausgestellten Werke lässt sich jedoch nicht mit den drei Künstlernaturen begründen, denn die Eheleute selbst bedienen sich bereits unterschiedlichster Stile und Materialien. So stehen Plastiken aus Eisen, Edelstahl, Kupfer und Bronze neben Skulpturen aus Stein, sogar Glas wurde verarbeitet. Und die Stile reichen von naturalistisch über expressiv bis abstrakt. Eine Zuordnung zu einem der Künstler ist nicht einfach: Das Ehepaar Erning ist der Meinung, dass unterschiedliche künstlerische Aussagen mit unterschiedlichen bearbeiteten Materialien einhergehen müssen. So haben beide naturalistisch und abstrakt und in diversen Materialien gearbeitet. Die Skulpturen sind bis zu 14 Meter hoch, aber es gibt auch 50 Kleinplastiken zu sehen.

Art der Grünanlage
Park

Beschreibung
Bereits Ende der 1960er Jahre begann Johanna Erning mit der Bepflanzung der vormals baumfreien Wiese in der Berkelaue. Ihr Interesse galt zu dieser Zeit vor allem der Anlage eines schönen Parks, und so wurden Hunderte Sträucher, vor allem Hasel, aber auch Rhododendron und Feuerdorn sowie Bäume, darunter Buchen, Platanen, Eichen, Kiefern, Kastanien, Walnussbäume, Birken und Weiden gepflanzt. Dazwischen entstanden Rosen- und Staudenbeete, aber auch Wildblumenwiesen.

Die Vielfalt im Park wird durch die tages- und jahreszeitlichen Stimmungen in der Natur noch erhöht. Mittagssonne und Abenddämmerung sowie Sonnenauf- und -untergang rufen ganz unterschiedliche Stimmungen und Assoziationen hervor und während in der verschneiten Winterlandschaft die Kunst stark hervortritt, geht sie im Sommer mit dem Laub der Bäume und den blühenden Wiesen eine Einheit ein.

Literaturangaben

  • Erning, Adolf (o.J.): Standortkarte der Kunstwerke der Familie Erning in Vreden. Vreden, Infoblatt.
  • Tovar, Andrea (1990): Lustwandeln in Natur und Kunst. In: Unsere Heimat, Jahrbuch des Kreises Borken 1990, Borken, Seite 225 ff.
  • Landschaftsverband Westfalen-Lippe LWL-Amt für Landschafts- und Baukultur in Westfalen (Hrsg.) (2007): Gartenreiches Westmünsterland. Gärten und Parks in den Kreisen Borken und Coesfeld. Steinfurt, Seite 90 - 93.
  • Müller, Hubert (o.J.): Doppel-Korpus-Kreuz in Vreden-Zwillbrock errichtet. o.O.
  • Erning, Adolf / Erning, Johanna (Hrsg.) (1998): Keine Angst vor der Kunst - Skulpturenpark A. + J. Erning. Vreden.
  • Erning, Adolf (1978): Bildhauersymposium 1977/78 der Stadt Vreden - Studenten der Universität GH Essen Folkwang. o.O.
Externe ID: LWL-GUP00571
Erfassungsdatum: 18.10.2007
Kategorie: Park
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Geländebegehung/-kartierung
  • mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
  • Auswertung historischer Karten
  • Literaturauswertung
Touristische Bedeutung: Keine Angabe
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1979
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10031456


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2006: Skulpturenpark A. + J. Erning
2006: Skulpturenpark A. + J. Erning
2006: Skulpturenpark A. + J. Erning
2006: Skulpturenpark A. + J. Erning
2005: Vreden
1971: Vreden
1956: Vreden