Für die Menschen, für Westfalen-Lippe Signet: LWL-GeodatenKultur
Benutzername:  
Passwort:  
Trennlinie; Beginn des Seitenfußes
  Start     Karte     Suche     Auswahlliste     Objektansicht     Hilfe  
Stift Langenhorst, Ochtrup-Langenhorst
 

Nachdem der Münsteraner Domdechant Franco von Wettringen von seinem Bruder eine Burg am Flüsschen Vechte erbte, gründete er dort 1178 ein Augustinerinnenkloster. Nach einem Brand des Klosters und einem Teil der Kirche 1556 wurde Langenhorst 1576 in ein katholisches, freiweltliches Damenstift umgewandelt. 1811 erfolgte die Auflösung des Stiftes und die Gebäude kamen 1814 in den Besitz der Grafen von Salm-Horstmar.

Externe ID: T-P363L301-20080515-0001
Erfassungsdatum: 15.05.2008
Kategorie: Religion
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



In Karte anzeigen

2002: Stift Langenhorst

Zugehöriges Objekt

Stift Langenhorst, Ochtrup-Langenhorst (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit
Privat; die Außenanlagen sind nicht öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe
Westfälisches Tiefland - Westmünsterland; etwa 3 km südöstlich von Ochtrup.

Allgemeine Angaben zur Geschichte
Nachdem der Münsteraner Domdechant Franco von Wettringen von seinem Bruder eine Burg am Flüsschen Vechte erbte, gründete er dort 1178 ein Augustinerinnenkloster, das 1203 vom Bischof mit Schenkungen und Privilegien ausgestattet wurde. Nach einem Brand des Klosters und einem Teil der Kirche 1556 wurde Langenhorst 1576 in ein katholisches, freiweltliches Damenstift umgewandelt. 1811 erfolgte die Auflösung des Stiftes und die Gebäude kamen 1814 in den Besitz der Grafen von Salm-Horstmar.

Gebäude und Ausstattung
Die Reste der alten Klosteranlage liegen innerhalb der breiten Gräfte der vorherigen Burgstelle. Die ehemalige Klosterkirche und heutige Pfarrkirche St. Johannis zählt zu den schönsten spätromanischen Hallenkirchen des Münsterlandes. Der Bau wurde am Ende des 12. Jahrhunderts im Osten begonnen und bis etwa 1230 errichtet. Am Ende des 14. Jahrhunderts erfolgte die teilweise Erneuerung des westlichen Querhauses. Bei einem Brand stürzte 1556 der Nordostturm mit dem Teil des Querhauses ein. Nach 1867 erfolgte die gründliche Wiederherstellung und der Umbau des Inneren zur Pfarrkirche. Seit den späten 50er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde der Nordostturm ergänzt und die gesamte Kirche umfassend restauriert. Im Westen der Kirche gruppieren sich die ehemaligen Klosterbauten aus dem 15. Jahrhundert hufeisenförmig um einen Hof. Im Anschluss an den Südflügel des Klosters entstand vermutlich nach Entwürfen von Peter Pictorius d. J. 1722 als barocke Abtei ein zweigeschossiger Ziegelbau mit Werksteingliederung und flach übergiebeltem Mittelrisalit. An der Gartenseite im Westen der barocken Abtei ist eine Terrasse mit doppelläufiger Freitreppe angebaut. An der Zufahrt zur Abtei von Südosten markieren zwei barocke Torpfeiler noch den alten klösterlichen Immunitätsbezirk.

Art der Grünanlage
Klostergarten

Beschreibung
Im Westen der Abtei liegt eine kleine Gartenanlage, die vermutlich schon zur Entstehungszeit im 18. Jahrhundert genutzt wurde. Heute wird der einfache Ziergarten durch mehrere hochgewachsene, stumpfkegelig geschnittene Eiben bestimmt. Die weitere Bepflanzung besteht hauptsächlich aus Rhododendren, Obstbäumen, Rosen und Ziersträuchern.

Literaturangaben

  • Matzner, Florian / Schulze, Ulrich (1995): Barock in Westfalen - Ein Reiseführer. 1. Auflage, Münster, Seite 141 - 142.
  • Pieper, Roland (2003): Historische Klöster in Westfalen-Lippe ein Reisehandbuch. Kulturlandschaft Westfalen, Band 7, Münster, 1. Auflage, Seite 149 - 150.
  • Brockmöller, Klemens (1978): Langenhorst - 1000 Jahre Kulturgeschichte. Greven.
Externe ID: LWL-GUP00275
Erfassungsdatum: 01.01.2002
Kategorie: Klostergarten
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Literaturauswertung
  • Auswertung historischer Karten
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Archivauswertung
  • Auswertung historischer Fotos
Touristische Bedeutung: Keine Angabe
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1701 - 1800
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10031134


In Karte anzeigen

2002: Stift Langenhorst
2002: Stift Langenhorst