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Gut Bispinghof, Nordwalde
 

Der Ort Nordwalde hat sich zwischen zwei alten Gräftenhöften entwickelt, die als Bispinghof und Pröbstinghof bezeichnet werden. Beide Höfe waren vermutlich schon im Jahre 889 vorhanden. Von der ursprünglichen Doppelgräftenanlage am Hof Bispinghof ist heute nur noch die Außengräfte mit drei Inseln vorhanden.

Externe ID: T-P363L301-20080513-0002
Erfassungsdatum: 13.05.2008
Kategorie: Staats- und Herrschaftswesen
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2003: Gut Bispinghof

Zugehöriges Objekt

Garten am Gut Bispinghof, Nordwalde (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit
Ev. Diasporawerk e.V.; die Außenanlagen sind teilöffentlich zugänglich. ­

Naturräumliche Situation, Lage und Größe
Westfälisches Tiefland - Kernmünsterland; am östlichen Rand der Kernstadt; etwa 3 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte
Der Ort Nordwalde hat sich zwischen zwei alten Gräftenhöften entwickelt, die als Bispinghof und Pröbstinghof bezeichnet werden. Beide Höfe waren vermutlich schon im Jahre 889 vorhanden, als die Güter des Bistums Münster zwischen dem Domkapitel und dem Bischof geteilt wurden. Während der Pröbstinghof (Pröpstinghof) an den Domprobst ging erhielt der Bischof den Bispinghof. Als Amtshof hatten die Besitzer die Aufgabe, den Pachtzins und die Steuern für den Bischof zu erheben. Gleichzeitig war der Schulte zu Bisping Bauernrichter und hatte rechtliche Freiheiten. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der wohlhabende Hof arg in Mitleidenschaft gezogen. Vom neuen Wohlstand der Bewohner kündet ein an der Bispingallee aufgestellter und 1713 gestifteter Bildstock und das zur Zeit des Klassizismus errichtete Tor an der südlichen Zufahrt auf die Hofanlage.

Gebäude und Ausstattung
Ältestes Gebäude ist ein mehrgeschossiger Wohn- und Lagerspeicher, der frei im Wasser steht. Die unteren Stockwerke stammen wohl noch aus dem 16. Jahrhundert, das Oberschoss mit den großen Fenstern und dem Krüppelwalmdach aus dem 18. Jahrhundert. Aus der Zeit um 1800 stammt das markante Torhaus mit seinen vier Ecktürmen an der Zufahrt auf die Gräfteninsel. Die Brücke an der Südostseite über den Hellbach zeigt eine Inschrift (August Krampe, Charlotte Bisping) und das Erbauungsdatum 1863. Das Hauptgebäude stammt vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Aus einer Scheune des Hofes entstand die evangelische Christuskirche, die in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts weiter ausgebaut wurde.

Art der Grünanlage
Gutsgarten

Beschreibung
Von der ursprünglichen Doppelgräftenanlage ist heute nur noch die Außengräfte mit drei Inseln vorhanden. Auf der großen Hauptinsel befindet sich die evangelische Christuskirche mit Nebengebäuden und das anstelle des alten Bauernhauses im frühen 20. Jahrhundert errichtete Hauptgebäude. Zwei kleinere Inseln im Norden und im Südosten der Gräftenanlage sind noch als verwildete Gartenanlagen erkennbar. Auf einem Plan aus dem 19. Jahrhundert ist die nördliche Insel als Obstgarten und die südöstliche Insel als Bleiche verzeichnet. Östlich vom Bauernhaus lag an der Ostseite des Hauses ein Ziergarten. Auf einem 1951 gezeichneten Plan wird die südöstliche Insel als Roseninsel bezeichnet. Jenseits der Gräfte lag im Süden der Gesamtanlage ein großzügiger Nutzgarten. Bis auf den alten Baumbestand ist von der historischen Gartengestaltung nicht mehr viel erhalten. Der Weg zum Bispinghof führt aus südwestlicher Richtung durch die mit Kastanien bepflanzte Bispingallee. Eine weitere Kastanienallee führt vom Hof aus in östliche Richtung.

Literaturangaben

  • Breuing, Rudolf / Hunsche, Friedrich Ernst / Mengels, Karl-Ludwig et al. (1984): Unterwegs im Kreis Steinfurt. Kreis Steinfurt (Hrsg.), Steinfurt, Seite 362.
Externe ID: LWL-GUP00270
Erfassungsdatum: 01.01.2002
Kategorie: Gutspark
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Archivauswertung
  • Literaturauswertung
  • Auswertung historischer Karten
  • Geländebegehung/-kartierung
Touristische Bedeutung: gering - ist einen Besuch vor Ort wert
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 889
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10031064


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2004: Bispinghof
2001: Gut Bispinghof
2001: Gut Buispnghof
2003: Altenberge
1897: Altenberge