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Botanischer Garten Loismann, Ibbenbüren-Dörenthe
 

Die Entstehungsgeschichte des Botanischen Gartens beginnt mit dem Bau des Dortmund-Ems-Kanals Ende des 19. Jahrhunderts. Der Aushub des Kanals wurde unmittelbar am Bauernhof Loismann als Halde aufgeschüttet. Auf der mehr als ein Hektar großen Fläche entwickelte sich im Laufe des frühen 20. Jahrhunderts, durch Pflanzung von zahlreichen einheimischen und exotischen Gehölzen, der Botanische Garten.

Externe ID: T-P363L301-20080508-0002
Erfassungsdatum: 08.05.2008
Kategorie: Wald und Forst
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2004: Botanischer Garten Loismann

Zugehöriges Objekt

Botanischer Garten Loismann, Ibbenbüren, Ortsteil Dörenthe (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit
Privat; die Anlage ist öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe
Westfälisches Tiefland - Ostmünsterland; südlich des Teutoburger Waldes unmittelbar am Mittellandkanal; etwa 1,5 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte
Die Entstehungsgeschichte des Botanischen Gartens beginnt mit dem Bau des Dortmund-Ems-Kanals in den Jahren 1894 und 1895. Der Aushub des Kanals wurde unmittelbar am Bauernhof Loismann als Halde aufgeschüttet. Zunächst wusste der Hofbesitzer nicht, was er mit der aufgeschütteten Halde anfangen konnte. Eines Tages kam er auf die einfallsreiche Idee, das Gelände mit ausgewählten Bäumen und Sträuchern zu bepflanzen. 1898 pflanzte er die ersten Obstbäume. Auf der mehr als ein Hektar großen Fläche entwickelte sich dann im Laufe des frühen 20. Jahrhunderts durch die weitere Pflanzung von zahlreichen einheimischen und exotischen Gehölzen der Botanische Garten. Bauer Loismann scheute keine Mühe und Kosten für die weitere Entwicklung seines eigenen Botanischen Gartens. Beispielsweise ließ er zur besseren Wasserversorgung der Anlage eine fast 1,5 km lange Wasserleitung vom Teutoburger Wald aus bis zu seinem Hof verlegen. Neben zahllosen Blumen, Sträuchern und Bäumen aus vielen Ländern der nördlichen und südlichen Hemisphäre zog er auch giftige und ungiftige Arzneipflanzen mühsam auf. Noch heute ist überliefert, wie im Februar 1929 durch den strengen Frost eine amerikanische Kiefer (Pinus cuolteri), die bis dahin die einzige Kiefer dieser Art in Deutschland war, einging. Ohne lange zu zögern, bestellte Loismann in Kalifornien einen neuen Zapfen, um im Hausgarten unter Glas neue Kiefern zu kultivieren, bis sie im Botanischen Garten ausgepflanzt wurden. Auch wird von einer sogenannten "Negerhütte" berichtet, die zur Ausstattung des Gartens gehörte. Vermutlich handelte es sich dabei um eine einfache, mit Stroh gedeckte Gartenlaube, die sich nicht mehr erhalten hat.

Gebäude und Ausstattung
Einfache Unterkunftshütte aus Holz auf dem Hügel am Eingang in den Garten. Zahlreiche aufgestellte Bänke ermöglichen den Aufenthalt in der Anlage.

Art der Grünanlage
Botanischer Garten

Beschreibung
Wie für die systematische Pflanzensammlung eines Botanischen Gartens üblich, brachte Loismann schon damals an den verschiedenen interessanten Gehölzen lateinische Namen an und beschrieb kurz die Herkunft und Besonderheiten der jeweiligen Pflanzen. Neben dem im frühen 20. Jahrhundert noch seltenen in Europa angepflanzten Gingkobaum galt seine Leidenschaft den verschiedenen Nadelgehölzen besonders aus Nordamerika. Im Laufe der Zeit wurde die Anlage immer wieder durch verschiedene Gehölze und Stauden ergänzt. Bis heute wird das Bild des Botanischen Gartens vor allem durch die zahlreichen hochgewachsenen, immergrünen Koniferen bestimmt.

Pflegezustand
Noch immer wird der Botanische Garten Loismann von Mitgliedern der Familie gepflegt und betreut. Die Anlage zählt zu den wenigen erhaltenen und vorbildlich gepflegten historischen Grünanlagen in der Region.

Literaturangaben

  • Landschaftsverband Westfalen-Lippe Westfälisches Amt für Landschafts- und Baukultur des LWL (Hrsg.) / Bufe, Thomas / Kalle, Hartmut (Texte) et al. (2004): Parks und Gärten links und rechts der Ems (regionaler Reiseführer). Münster-Hiltrup, Seite 155 - 157.
Externe ID: LWL-GUP00261
Erfassungsdatum: 01.01.2002
Kategorie: Botanischer Garten
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Literaturauswertung
  • Geländebegehung/-kartierung
Touristische Bedeutung: gering - ist einen Besuch vor Ort wert
Naturnähe: Keine Angabe
Historischer Zeitraum: ab 1898
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10030966


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2004: Botanischer Garten Loismann
2004: Botanischer Garten Loismann
2003: Westbevern
1897: Westbevern