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Haus Alst, Horstmar, Bauerschaft Alst
 

Die Wasserburg wurde 1217 zum ersten Mal genannt. Seit dem 14. Jahrhundert gehörte die Anlage zum Damenstift Vreden bei Ahaus und gelangte 1569 in das Eigentum der Herren von Westerholt. 1626 ließ Bernhard von Westerholt zu Hackfurt das markante Herrenhaus erbauen. 1852 erwarb Burghard Freiherr von Schorlemer-Alst, der Begründer des deutschen Bauernverbandes, die Wasserburg. Seit 1935 befindet sich die Anlage wieder im Eigentum der Grafen von Westerholt, deren Nachkommen noch heute hier wohnen.

Externe ID: T-P363L301-20080506-0001
Erfassungsdatum: 06.05.2008
Kategorie: Staats- und Herrschaftswesen
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2001: Haus Alst

Zugehöriges Objekt

Garten am Haus Alst in Horstmar (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit
Privat; das Gelände, mit Ausnahme des Innenhofes und der Wohngebäude auf dem äußeren Hof, ist öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe
Westfälisches Tiefland - Kernmünsterland; etwa 3 km nordöstlich von Horstmar; etwa 1,5 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte
Die Wasserburg wurde 1217 zum ersten Mal genannt. Seit dem 14. Jahrhundert gehörte die Anlage zum Damenstift Vreden bei Ahaus und gelangte 1569 in das Eigentum der Herren von Westerholt. 1626 ließ Bernhard von Westerholt zu Hackfurt das markante Herrenhaus erbauen. 1852 erwarb Burghard Freiherr von Schorlemer-Alst, der Begründer des deutschen Bauernverbandes, die Wasserburg. Seit 1935 befindet sich die Anlage wieder im Eigentum der Grafen von Westerholt, deren Nachkommen noch heute hier wohnen.

Gebäude und Ausstattung
Ursprünglich lag die Wasserburg auf zwei Inseln. Um die Vorburg erstreckte sich noch eine Innengräfte, die bis auf einen kleinen Rest aufgefüllt wurde. Östlich der Vorburg wurde das zweigeschossige Herrenhaus mit seinem charakteristischen "Speklagen"-System errichtet. Dieses entstand nach niederländischen Vorbildern des 17. Jahrhunderts durch den Wechsel von Streifen aus hellroten Ziegelsteinen und weißen Sandsteinlagen. Das Herrenhaus wird an der Südwestecke am Hausteich von einem dreigeschossigen Turm und an der Nordseite von einem achteckigen Treppenturm flankiert. Als einziger Zugang gelangt man von Süden über eine Brücke über den breiten Graben. Die Durchfahrt führt durch ein Torhaus, dessen älterer Unterbau aus Bruchsteinen gemauert ist. Der Oberstock ist eine neugotische Zutat der Zeit um 1870. Die schlichten Wirtschaftsgebäude stammen aus dem 19. Jahrhundert.

Art der Grünanlage
Wallanlage und Landschaftsgarten.

Beschreibung
Das Besondere der Anlage ist der fast 8 ­m hohe Erdwall, der mit seiner ursprünglich fünfeckigen Form zusammen mit dem tiefen Graben bis heute die Wasserburg umgibt. Auf den Wällen und an den Gräften hat sich ein prächtiger alter Baumbestand aus Buchen, Eichen, Platanen und kurzstämmigen Kastanien erhalten. Auffällig ist ein Rondell, das vermutlich als schattige Laube im Sommer diente. Erhalten hat sich auch noch ein Laubengang aus Hainbuchen am westlichen Wallabschnitt. Die gärtnerische Gestaltung stammt wohl noch aus den letzten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts, als die wehrhafte Funktion des Wall- und Grabensystems nicht mehr von Nutzen und wegen der noch vorhandenen Innengräfte kaum Fläche für eine Gartenanlage auf der Insel vorhanden war. Um das Herrenhaus herum erstreckt sich eine landschaftliche Anlage, die von einem Umgangsweg entlang der Gräfte erschlossen wird und mit verschiedenen Solitärgehölzen und Gehölzgruppen bepflanzt ist. An der Südseite des Herrenhauses war gegen Ende des 19. Jahrhunderts noch ein großes Rondell mit Hochstammrosen vorhanden. Die landschaftliche Gartengestaltung wurde vermutlich auf Veranlassung des "Westfälischen Bauernkönigs" Freiherr von Schorlemer-Alst um die Mitte des 19. Jahrhunderts ausgeführt und prägt mit ihrem teilweise noch heute vorhandenen Bestand das Bild der Anlage.

Literaturangaben

  • Seick, Carsten (1996): Studien zu landschaftlichen Gärten und Parks in Westfalen-Lippe unter besonderer Berücksichtigung der Anlagen privater Auftraggeber. Münster, Westfälische Wilhelm-Universität Münster, Dissertation, Band 1 - 4, Band 3, Seite 479.
  • Breuing, Rudolf / Hunsche, Friedrich Ernst / Mengels, Karl-Ludwig et al. (1984): Unterwegs im Kreis Steinfurt. Kreis Steinfurt (Hrsg.), Steinfurt.
Externe ID: LWL-GUP00258
Erfassungsdatum: 01.01.2002
Kategorie: Landschaftsgarten
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Literaturauswertung
  • Auswertung historischer Fotos
  • Auswertung historischer Karten
Touristische Bedeutung: gering - ist einen Besuch vor Ort wert
Naturnähe: Keine Angabe
Historischer Zeitraum: ab 1217
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10030910


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2002: Haus Alst
2001: Haus Alst
2001: Haus Alst
2003: Horstmar-Alst
1897: Altenberge