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ehemaliger Hörster Friedhof, Münster
 

Im frühen 19. Jahrhundert wurden die Begräbnisstätten an den einzelnen Pfarrkirchen innerhalb der Altstadt aus Platzmangel und hygienischen Gründen aufgegeben und vor die Stadttore verlegt. 1808 eröffnete man in Münster drei neue Friedhöfe. Den Friedhof vor dem Neutor (Überwasserfriedhof), den Friedhof vor dem Aegidiitor (heute überbaut) und schließlich der Hörsterfriedhof. Er wurde im Zeitraum von 1808 bis 1887 von den Kirchengemeinden St. Lamberti, St. Martini und St. Servatii genutzt und 1844 nochmals erweitert. 1887 wurden die Bestattungen auf dem Hörsterfriedhof eingestellt und weiter auf dem neu eröffneten Zentralfriedhof durchgeführt. Die in der nachfolgenden Zeit verwahrloste Anlage wurde 1926 von der Gartenbauverwaltung der Stadt übernommen und seitdem zur öffentlichen Grünanlage umgestaltet.

Externe ID: T-P363L301-20080424-001
Erfassungsdatum: 24.04.2008
Kategorie: Religion
Datenherkunft: Redaktion


Übergeordnetes Objekt:
  • (keins)
Untergeordnete Objekte:
  • (keine)



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2003: Parkanlage Hörster Friedhof

Zugehöriges Objekt

ehemaliger Hörster Friedhof, Münster (Kulturlandschaft)

 

Eigentümer und Zugänglichkeit
Stadt Münster; die Anlage ist öffentlich zugänglich.

Naturräumliche Situation, Lage und Größe
Westfälisches Tiefland - Kernmünsterland; nordöstlich der Altstadt und unmittelbar südlich vom Franzikanerkloster; etwa 1,5 Hektar.

Allgemeine Angaben zur Geschichte
Im frühen 19. Jahrhundert wurden die Begräbnisstätten an den einzelnen Pfarrkirchen innerhalb der Altstadt aus Platzmangel und hygienischen Gründen aufgegeben und vor die Stadttore verlegt. 1808 eröffnete man in Münster drei neue Friedhöfe. Den Friedhof vor dem Neutor (Überwasserfriedhof), den Friedhof vor dem Aegidiitor (heute überbaut) und schließlich der Hörsterfriedhof. Er wurde im Zeitraum von 1808 - 1887 von den Kirchengemeinden St. Lamberti, St. Martini und St. Servatii genutzt und 1844 nochmals erweitert. 1887 wurden die Bestattungen auf dem Hörsterfriedhof eingestellt und weiter auf dem neu eröffneten Zentralfriedhof durchgeführt. Die in der nachfolgenden Zeit verwahrloste Anlage wurde 1926 von der Gartenbauverwaltung der Stadt übernommen und seitdem zur öffentlichen Grünanlage umgestaltet.

Gebäude und Ausstattung
Von den Grabsteinen des 19. Jahrhunderts sind noch einige Exemplare erhalten geblieben. An der südlichen Schmalseite ist ein Friedhofskreuz aus Sandstein aufgestellt, dessen Sockel an der Vorder- und Rückseite eine Inschrift enthält. Neben einigen neugotischen Grabdenkmälern haben sich noch mehrere Pultsteine, Postamente und Grabmale entlang der Hauptwege erhalten.

Art der Grünanlage
Ehemaliger Friedhof, ab 1926 öffentlich Grünfläche.

Beschreibung
Ursprünglich war der langgestreckt rechteckige Friedhof eingefriedet und wurde von Nord nach Süd durch einen langen Mittelweg und von West nach Ost durch einen kurzen Querweg erschlossen. Während sich der alte Mittelweg heute in zwei Wege aufgabelt, ist der Querweg im ursprünglichen Verlauf noch vorhanden. Neben unterschiedlichen Neuanpflanzungen haben sich auf dem Friedhof noch zahlreiche alte Bäume erhalten.

Literaturangaben

  • Josef Steven (Hrsg.) (2003): Alte Friedhöfe in Münster. Münster.
  • Dethlefs, Silvia et al. (1991): Zur Geschichte der Friedhöfe und des Bestattungswesens in Münster. Münster.
Externe ID: LWL-GUP00233
Erfassungsdatum: 01.01.2002
Kategorie: Park
Erfassungsmaßstab: keine Beschränkung
Erfassungsmethode:
  • Literaturauswertung
  • Geländebegehung/-kartierung
  • Auswertung historischer Karten
Touristische Bedeutung: gering - ist einen Besuch vor Ort wert
Naturnähe: verändert/beeinflusst
Historischer Zeitraum: ab 1808
Datenherkunft: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Seiten-URL: https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/10030756


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2003: Parkanlage Hörster Friedhof
2005: Ehem. Hörster Friedhof
2007: Parkanlage Hörster Friedhof
2003: Münster
1897: Münster