Kulturlandschaftsentwicklung

Das Kerngeschäft des Sachbereichs Kulturlandschaftsentwicklung ist es, kulturlandschaftliche Fachbeiträgen zu allen Gesamtplanungen (Landesentwicklungsplanung, Regionalplanung und Bauleitplanung) unter spezifischer Berücksichtigung der Fachsicht Landschaftskultur zu konzeptionieren und interdisziplinär auszuarbeiten.

Dieses neue informelle gutachtliche Planungsinstrument hat sich schnell zu einem festen Grundlagenbestandteil in der Regionalplanung und der kommunalen Flächennutzungsplanung entwickelt. Hierbei geht es darum, die historisch bedeutsamen Bestandteile unseres kulturellen Erbes maßstabsrelevant zu benennen. Dabei sind Bau- und Bodendenkmäler, Kulturlandschaftsbereiche und ausgewählte Kulturlandschaftsobjekte sowie deren räumliche Bezüge – auch untereinander – von besonderer Bedeutung. Es werden darauf ausgerichtete Erhaltungs-, Pflege- und Entwicklungsziele sowie Grundsätze empfohlen, die nun überwiegend in die vorgenannten Pläne eingehen. Der im Rahmen dieser kulturlandschaftlichen Fachbeiträge gewonnene Datenbestand wird in das GIS- und web-gestützte interdisziplinäre Kulturlandschafts-Informationssystem LWL-GeodatenKultur eingepflegt, das als Fachinformationssystem öffentlich zugänglich ist.

Der Sachbereich Kulturlandschaftsentwicklung hat weiterhin die Aufgabe, als Träger öffentlicher Belange die Interessen der Kulturlandschaftserhaltung und -gestaltung bei den Gesamtplanungen aller öffentlichen Stellen sowie in Verfahren zur Vorhabenszulassung nach anderen Fachgesetzen zu vertreten. Hierbei arbeiten die Sachbereiche Städtebauliche Denkmalpflege und Kulturlandschaftsentwicklung eng zusammen.


Zeche Waltrop. Foto: LWL/Höhn.