2. Westfälisches Parkpflegeseminar

am 27. und 28. Februar 2021 in Havixbeck

Parkanlage Haus Stapel

Im denkmalgeschützten Park von Haus Stapel sind dringend Pflege- und Instandsetzungsmaßnahmen notwendig, um das gartenkulturelle Erbe langfristig zu erhalten. Vor diesem Hintergrund lädt die LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen und die Eigentümerfamilie alle Kulturinteressierten und Gartenfreunde herzlich zum „2. Westfälischen Parkpflegeseminar“ nach Stapel ein.

Unter fachlicher Anleitung werden die Teilnehmer*innen gemeinsam vielfältige Arbeiten zur Erhaltung des Parks durchführen. Im Vordergrund der dringend notwendigen Maßnahmen stehen Gehölzarbeiten wie Roden von Wildwuchs, Freistellen von zugewachsenen Sichten oder auch das Nachpflanzen von Bäumen und Sträuchern. Das Freilegen von überwachsenen Wegen oder die Beseitigung von altem Totholz stellen weitere Schwerpunkte des Seminars dar. Nach getaner Arbeit rundet ein gemeinsames Abendessen mit anschließendem Kulturprogramm den ersten Seminartag ab. Am Nachmittag des zweiten Tages können die Arbeitsergebnisse bei einem gemeinsamen Rundgang bestaunt werden und die Veranstaltung bei Kaffee und Kuchen ausklingen.


Veranstaltungsort
Haus Stapel
Gennerich 18 b
48329 Havixbeck

Übernachtungsmöglichkeiten
Sollten Sie in Havixbeck wohnen und eine private Übernachtungsmöglichkeit kostenfrei zur Verfügung stellen wollen, schreiben Sie uns gerne eine E-Mail.

Wichtiger Hinweis
Die Veranstaltung findet unter Berücksichtigung der aktuellen Situation im Zusammenhang mit dem Corona-Virus statt. Entsprechende Hinweise zu Schutzmaßnahmen und Hygienebestimmungen werden Ihnen im Vorfeld mitgeteilt.

Anmeldung
Alle Garten- und Kulturinteressierten sind herzlich eingeladen. Vorerfahrungen sind nicht notwendig. Die Teilnahme am Seminar sowie am Abendprogramm inklusive Verpflegung ist kostenfrei. Bitte melden Sie sich bis zum 15. Januar mit dem unten stehenden Formular an.


Programm

Samstag, 27. Februar 2021

ab 8:00 Ankunft

9:00 Begrüßung, Arbeitsschutzbelehrung, Rundgang mit Erläuterung der Arbeitsbereiche

10:00 Beginn der Arbeiten

12:00 Mittagspause (gruppenweise)

14:00 Wiederaufnahme der Arbeiten

ab 15:00 Kaffee und Kuchen

16:30 Ende der Arbeiten

17:30 Abendessen mit anschließendem Kulturprogramm und Vorträgen zur Gartenkunst
 

Sonntag, 28. Februar 2021

9:00 Beginn der Arbeiten

12:00 Mittagspause (gruppenweise)

14:00 Wiederaufnahme der Arbeiten

15:30 Ende der Arbeiten, Rundgang und Begutachtung der Arbeitsergebnisse

16:30 Kaffee und Kuchen  

17:00 Ende des Parkpflegeseminars


Anmeldung

zum 2. Westfälischen Parkpflegeseminar am 27. und 28. Februar 2021








Bildergalerie zur Parkanlage Haus Stapel

Fotos: LWL/Bodi und LWL/Djahanschah


Hintergrund

Die Ursprünge von Haus Stapel – eine für Westfalen typische Wasserburganlage mit komplexem Gräftensystem – lassen sich bis ins Mittelalter hinein nachverfolgen. Die Anlage präsentiert sich heute als Gesamtensemble bestehend aus einer Hausinsel mit klassizistischem Herrenhaus, barockzeitlicher Vorburg, Wirtschaftsgebäuden sowie einer weitläufigen Parkanlage. Diese wurde gegen Mitte des 18. Jahrhunderts mit Rasen- und Gehölzflächen, künstlichen Wassergräben sowie verschiedenen baulichen Ausstattungselementen nach geometrischen Gestaltungsprinzipien der Zeit angelegt. Wie die Gebäude, so erfuhr auch die Grünanlage im Laufe ihres Bestehens Veränderungen in ihrem Erscheinungsbild und in ihrer Nutzung. So wurde der Park im 19. Jahrhundert um neue, im landschaftlichen Stil angelegte Partien erweitert und bestehende Flächen umgestaltet. Im 20. Jahrhundert spielte die Selbstversorgung eine wichtige Rolle und Parkflächen wurden zum Anbau von Obst und Gemüse genutzt. Später führten forstwirtschaftliche Nutzungen im Park zu erheblichem Substanzverlust an historischen Gehölzen und zur Überformung von künstlerisch gestalteten Gartenflächen.

Seit einigen Jahren sind der denkmalgerechte Erhalt und die behutsame Entwicklung des Bau- und Gartenkunstwerkes durch die Eigentümerfamilie wieder mehr in den Fokus gerückt. Restaurierungen und Reparaturen an der empfindlichen Gebäudesubstanz sowie dem historischen Interieur sichern langfristig den Fortbestand des Herrensitzes. Diese Bemühungen finden nun auch im Park ihre Fortführung. So sollen frühere Gestaltungsstrukturen wieder sichtbar und gartenkünstlerische Qualitäten herausgearbeitet werden. Ein kürzlich erarbeitetes Parkentwicklungskonzept liefert die dafür notwendigen, wissenschaftlichen Grundlagen.