150 Jahre Achille Duchêne

Ein Meister neobarocker Gartenbaukunst

7. Oktober 2016, Schloss Nordkirchen

Mit Achille Henri Duchêne (1866-1947) wurde einer der führenden französischen Landschaftsarchitekten des beginnenden 20. Jahrhunderts für die Um- und Ausgestaltung des Gartens von Schloss Nordkirchen verpflichtet. Der Herzog von Arenberg, seit 1903 Eigentümer des prunkvollen Landsitzes, beauftragte den Gartenkünstler mit der „Rebarockisierung“ der Mitte des 19. Jahrhunderts  landschaftlich umgestalteten Freiflächen. Duchêne entwarf für mehrere Partien der bereits längere Zeit vernachlässigten Anlage einen neobarocken Garten, der den zeitgemäßen Idealvorstellungen einer typisch französischen Gestaltungskomposition des 18. Jahrhunderts entsprach.

Die LWL- Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen hat den 150. Geburtstag Duchênes 2016 zum Anlass genommen, eine Fachtagung zur Arbeit des bedeutenden Gartenkünstlers auszurichten. Im Fokus der eintägigen Veranstaltung stand Leben und Wirken des Freiraumgestalters im internationalen Kontext sowie die Konzeption für die Gartenanlage von Nordkirchen und seine denkmalgerechte Erhaltung. 


Für die Veranstaltung konnten Referenten gewonnen werden, welche sich im Rahmen Ihrer Tätigkeit als Kunsthistoriker oder Landschaftsarchitekten mit dem Schaffensprozess Duchênes auseinander gesetzt haben. Ihre Erkenntnisse wurden in einem Vortragsteil mit drei Beiträgen sowie mit einer anschliessenden Führung durch die vom Gartenkünstler geschaffenen Partien vorgestellt. In der anschließenden Diskussionen wurde Gelegenheit geboten, sich kritisch mit dem bisherigen Umgang des gärtnerischen Erbes Duchênes auseinanderzusetzen und Impulse für eine denkmalgerechte Instandhaltung und Konservierung seines Werkes zu liefern.    



Bildergalerie zur Fachtagung

Fotos: LWL/Bodi