Spaziergänger im Park. Foto: LWL/Gerbaulet

Gartenspaziergänge in Ostwestfalen-Lippe

Am 13. Juni 2010

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) bietet um 11 Uhr einen Gartenspaziergang durch den seit 300 Jahren bestehenden Palaisgarten in Detmold an.

Treffpunkt ist der Eingang zum Palaisgarten neben dem Neuen Palais.

Horst Gerbaulet von LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen leitet seit einigen Jahren das Projekt "Neue "Alte" Gärten", das auf die historischen Garten- und Parkanlagen in Ostwestfalen-Lippe aufmerksam machen will. Beim Gartenspaziergang wird er nicht nur auf die einzelnen Entwicklungsphasen, sondern auch auf die wesentlichen Gestaltungselemente eingehen.

Die Geschichte des Palaisgartens beginnt Anfang des 18. Jahrhunderts, als Graf Friedrich Adolph zur Lippe einen kleinen Barockgarten an dem von ihm erbauten Schlösschen "Favorite" anlegen ließ. In der Mitte des 19. Jahrhunderts hat Fürst Leopold III. den Garten erweitert und zu einem englischen Landschaftsgarten umgestaltet, dessen besonderes Merkmal bis heute seine Wasserspiele sind.

Horst Gerbaulet wird zusammen mit Herrn Jürgen Keilich vom Bau- und Liegenschaftsbetriebs (BLB) NRW, dem Eigentümer des Palaisgartens, auch den neuen Flyer präsentieren, den das LWL-Amt im Auftrag des BLB für den Palaisgarten erstellt hat. Der Flyer ist in der Hochschule für Musik sowie bei der Tourist Information der Stadt Detmold, außerdem beim BLB NRW, Niederlassung Bielefeld, sowie bei LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, Münster, erhältlich.
Als Fortsetzung bietet sich um 14 Uhr eine Führung durch die benachbarte Parklandschaft Friedrichstal mit der Stadtplanerin Elisabeth Steichele an. Die Parklandschaft wurde wie der Palaisgarten von Graf Friedrich Adolph zur Lippe geschaffen. Treffpunkt ist hierfür der Eingang zum Schlossplatz gegenüber dem Landestheater Detmold.

Auch im Schlosspark Wendlinghausen (Gemeinde Dörentrup) wird am 13. Juni um 17 Uhr eine Parkführung angeboten. Die Existenz des Parks ist Ernst von Reden (1806 - 1869) zu verdanken, der in einem ca. zwei Hektar großen Areal zahlreiche fremdländische Bäume und Sträucher anpflanzte. Durch die kontinuierliche Pflege auch der nachfolgenden Generationen, hat sich hieraus bis heute ein imposanter Park entwickelt.

Die Teilnahme an den Gartenspaziergängen ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.