Kai-Uwe Franz hat sein Berufsziel erreicht

Programm „Schule trifft Arbeitswelt“ hilft

WAZ - Von Friedrich Pieper
Oer-Erkenschwick. Die Frage, wo ein behinderter junger Mann nach dem Schulbesuch  einen Arbeitsplatz findet, ist nicht leicht zu beantworten. Für Kai-Uwe Franz (19) stand fest, das eine Behindertenwerkstatt nicht sein Ziel ist. Deshalb nahm er am Programm STAR („Schule trifft Arbeitswelt“) teil – mit Erfolg.

Kai-Uwe Franz (3.v.r.) mit (v.l.) Harald Franz, Kristine Steffen (LWL), Sabine Tietzen (Jobcenter), Sonja Felckner (IFD), Simone und Werner Hollan. (Foto Pieper)

Die Werkstatt war langweilig“, erzählt der 19-Jährige seinem Vater. Harald Franz, selbst Elektroniker, bemerkte das Talent seines Sohnes für technische Belange. Bereits drei Jahre vor dem endgültigen Schulabschluss in der Raphaelschule, einer Förderschule geistige Entwicklung in Recklinghausen, wurde der Kontakt zum Integrationsfachdienst der Diakonie geknüpft.

Ein dreiwöchiges Blockpraktikum die Elektro Hollan in Oer-Erkenschwick schloss sich an. Das entwickelte sich für alle Beteiligten zu einem Glücksgriff. Die Firma war mit einem Langzeitpraktikum für Kai-Uwe Franz einverstanden. Und der Dattelner entdeckte seine Vorliebe für die Arbeit im Lager und UCHALS Helfer auf der Baustelle. Jetzt hat der junge Mann bei dem Elektrobetrieb eine unbefristete Anstellung. „Alleine wären wir nicht drauf gekommen“, sagt Simone Hollan und lobt die Unterstützung durch Diakonie, Landschaftsverband und Jobcenter. Werner Hollan ergänzet: „Allerdings ist Kai-Uwe auch bei allen sieben Mitarbeitern im Betrieb beliebt. So sprach nichts dagegen, ihn als achte Vollzeitkraft anzustellen.“ Fortan wird „der Neue“ im Lager arbeiten und auch den Verkauf von Elektroartikeln betreuen.

Kai-Uwe Franz hilft auch im Verkauf aus. Frau Hollan freut das.

Förderung über den integrationsfachdienst  bei der Diakonie, Kaiserwall 19, Recklinghausen, 02361-93 66 40 und das LWL- Integrationsamt http://star.lwl.org

Quelle: Von Friedrich Pieper, WAZ vom 02.07.2014