Mehrere Personen betrachten eine Skulptur

Gruppenführungen

Skulptur Projekte 2017

Erleben mit allen Sinnen!


Kunstwerke sehen, hören, aber auch fühlen - das war bei der Ausstellung Skulptur Projekte möglich. Menschen mit Behinderung konnten bei zweistündigen Touren interessante Einblicke in die künstlerischen Projekte erhalten. Die Kunstvermittlerinnen und Kunstvermittler waren speziell geschult, beispielsweise in Leichter Sprache und führten die Teilnehmer zu ausgewählten Kunstwerken.

Das Angebot richtete sich an Sehende und Nicht-Sehende, Hörende und Gehörlose, Menschen mit und ohne Gehbehinderung, Menschen mit und ohne seelische Behinderung sowie alle, die lieber Leichte Sprache nutzen.

Kostengünstige Gruppenführungen für Menschen mit Handicap

Tour in Deutsch für Menschen mit einer Gehbehinderung


Auf einem Parkplatz nahe des Museums steht ein gewaltiges Objekt: Ein acht Meter hoher Giebel erhebt sich über einen stufigen Baukörper. Wir denken an die nach dem Krieg wieder aufgebauten Patrizierhäuser am Prinzipalmarkt. Aber die Fassade täuscht! Anstatt aus massiven Steinblöcken, besteht sie aus dünnen bedruckten Platten. Auch die im Innenraum befindliche Bar ist eine Nachbildung aus Kunststoff.

Das Projekt der Künstlergruppe Peles Empire ist eines der zentralen Kunstwerke der Ausstellung. Wir erreichen es auf einer für Rollstuhlfahrer gut zu fahrenden Tour.

 

Tour in Deutscher Gebärdensprache


Der Lichthof des LWL-Museums ist mit transparenter Folie verhängt. Durch Gucklöcher schauen wir von außen hinein. Innen begeben wir uns in eine Form aus Beton – ist da ein Buchstabe? Andere Elemente erinnern an Straßenlaternen. Vor dem Museum sind ähnliche Objekte an Laternenmasten gekettet.

Über Michael Deans „Schrift-Zeichen“ und über die Projekte anderer Künstler unterhalten wir uns in Gebärdensprache. Ein Dolmetscher übersetzt für hörende Teilnehmer.

 

Tour in Leichter Sprache


Münster Theater ist etwas Besonderes: der Bau aus der Nachkriegszeit integriert die Ruine der alten, im Krieg zerstörten Spielstätte. Dort hat die Künstlergruppe CAMP nun ein Netz aus Stromkabeln gespannt. Mit Schaltern lassen wir Glocken läuten, steuern einen Bildschirm mit Text oder schalten das Licht eines Nachbargebäudes ein.

Über dieses und andere Projekte sprechen wir auf unserer Tour in leicht verständlicher Sprache. Auch Menschen mit Lernschwierigkeiten und alle, die das Behörden-Deutsch nicht so gut verstehen, können dabei sein.

 

Tour mit allen Sinnen


Wir kommen in eine Diskothek. Hier fühlt es sich anders an als draußen: die Tanzfläche, das Kunstleder der Barhocker, die Spiegel an den Wänden und die Luft, die an die letzte Party erinnert. Und wir hören Schlagermusik, die an Udo Jürgens und Helene Fischer erinnert. Die Künstler Bárbara Wagner und Benjamin de Búrca haben sie für die Ausstellung produziert.

Wir erleben die Projekte auf unserer Tour durch Tasten, Hören und Riechen. Blinden Menschen, aber auch Sehenden erschließt sich so eine weitere Dimension der Kunstwerke.

 

Alle Skulpturen der Gruppen-Touren für Menschen mit Behinderung im Überblick