Heimatkongress

Der Kongress war als Dank für die vielen in der ehrenamtlichen Heimatpflege vor Ort Engagierten gedacht und sollte dem Austausch der Akteure dienen. Heimat könne nicht von oben verordnet werden, sondern müsse von den Menschen ausgehen, betonte Ina Scharrenbach. Bereits wenige Tage vor dem Kongress hatte das Ministerium ein Förderprogramm vorgestellt, das mit verschiedenen Bausteinen die Gemeinden, Städte und Regionen in ihrem unverwechselbaren Charakter stärken solle. Dafür stellt die NRW-Landesregierung bis 2021 insgesamt 113 Millionen Euro bereit.

Die zur Verfügung stehenden Mittel begrüßte auch der Vorsitzende des WHB Matthias Löb. Gleichwohl schlug er in seiner Begrüßungsrede auch nachdenkliche und kritische Töne an. Der regelrechte Heimat-Hype habe mittlerweile nach anfänglicher Freude beim ihm Skepsis erzeugt. Es müsse über konkrete Ziele von Heimat-Arbeit gesprochen werden. Heimatvereine, die mit ihrem Tun nicht im Rampenlicht stünden, seien die wahren Heimat-Macher vor Ort.  Die Landschaftsverbände, die Heimatbünde und die NRW-Stiftung unterstützen die Arbeit der Heimatvereine und örtlichen Initiativen seit vielen Jahrzehnten mit ihrer Expertise. Löb hätte sich eine stärkere Einbindung der Heimatbünde und der NRW-Stiftung in die Konzipierung des Förderprogramms gewünscht. „Die Dachverbände der Heimatbewegung in NRW können und wollen nicht nur Stichwortgeber für eine politische Agenda sein. Wir bieten eine Partnerschaft auf Augenhöhe an“, sagte er.

Fünf Foren boten Gelegenheit zur Beschäftigung mit relevanten Themen der Heimatpflege wie Nachwuchsgewinnung sowie Engagement für Denkmäler und Kulturlandschaft. Dass Heimatvereine bereits heute als Brückenbauer zwischen den Kulturen und Beförderer der Integration wirken, stellte die Geschäftsführerin des WHB, Dr. Silke Eilers, vor. Die präsentierten Beispiele könnten nicht nur in Westfalen Schule machen. Das Forum wird in der nächsten Ausgabe der Verbandszeitschrift ausführlich präsentiert.