LWL-Museum für Kunst und Kultur

Franz Marc u. August Macke

Franz Marc (1880–1916), August Macke (1887–1914), Paradies, 1912, Tempera und Öl auf Verputz (Wandbild), 400 cm x 200 cm, Inv. Nr. 1608 LM, erworben mit finanzieller Unterstützung des Landes NRW © LWL-Museum für Kunst und Kultur

Franz Marc und August Macke, Paradies, 1912

Das Wandbild von Franz Marc (1880–1916) und August Macke (1887–1914) ist ein einzigartiges Beispiel einer Gemeinschaftsarbeit zweier Künstler. Die enge Zusammenarbeit der beiden macht es schwierig, genau zu definieren, welchen Anteil jeder der Künstler an diesem Werk hatte. Thema des Bildes ist das Paradies, die Einheit zwischen Mensch und Natur. In nur vier Tagen im Oktober 1912 im damaligen Atelier Mackes in Bonn entstanden, wurde das Werk 1980 nach Münster gebracht. Grund für den aufwendigen Umzug war der damals geplante Abriss des August Macke Hauses, heute ein Museum, und die Intentition, das Wandbild zu erhalten. Seit 1957 bilden die Werke Mackes einen Schwerpunkt der Sammlung in Münster und das Wandbild ist seit seinem Umzug ein Kernstück dieses Bestandes.

Die Wandmalereien der Brücke- und Blauen Reiter Künstler sind heute größtenteils zerstört. Geschaffen als Atelierausstattungen, für Ausstellungen oder in Lazaretten während des Ersten Weltkriegs, rechneten die Künstler mit ihrer Vergänglichkeit. Vollständig erhalten, existiert heute neben dem „Paradies“, aus dem Umkreis der Brücke und des Blauen Reiters nur noch Erich Heckels Wandmalereien im Angermuseum Erfurt.