Porträtarchiv Diepenbroick

Das Porträtarchiv Diepenbroick (PAD) umfasst mit ca. 120.000 Druckgrafiken deutschlandweit die größte, enzyklopädisch vom 16. bis ins 20. Jahrhundert hineinreichende Spezialsammlung ihrer Art.

Da der Schwerpunkt auf Blättern aus dem 17. und 18. Jahrhundert liegt, werden diese bevorzugt gesammelt. Zusätzlich wird auf den internationalen Charakter der Sammlung geachtet – etwa die Hälfte der Porträts entstammen nicht dem deutschsprachigen Kulturraum. Ein weiteres Ankaufs-Kriterium ist die Dokumentation von seltenen Probedrucken, Druckvarianten oder der Zweitverwendung von Druckplatten.

Das Porträtarchiv ist das Lebenswerk des Freiherrn Hans-Dietrich von Diepenbroick-Grueter (1902–1980), der als Antiquar bis 1945 in Hamburg und nach Kriegsende im Haus Marck bei Tecklenburg im Münsterland seine umfangreiche Sammlung druckgrafischer Porträts aufbaute. Die testamentarisch dem LWL-Museum vermachte Sammlung wird seit 1980 wissenschaftlich inventarisiert und in thematischen Ausstellungen präsentiert.

Im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts „Digitaler Portraitindex - Druckgraphische Bildnisse der Frühen Neuzeit“ im Bildarchiv Foto Marburg wurden in den letzten Jahren insgesamt 200.000 druckgrafische Porträts digital erfasst. Aus dem Porträtarchiv Diepenbroick sind darin 15.000 Porträts aufgenommen worden. Erstmals können so bedeutende Teile der Sammlung dauerhaft dem breiten Publikum und der Wissenschaft zugänglich gemacht werden.

Kontakt

Dr. Gerd Dethlefs, gerd.dethlefs(at)lwl.org
Sabine Bär, sabine.baer(at)lwl.org