Lichtnacht

Veranstaltungen

Alle Termine finden Sie in unserem Kalender.

Dienstag, 26.2., 19 Uhr

Vortrag: Der steinige Weg der Anerkennung. Die Karriere des Mediums Comic

Das Erzählen in Bildern ist keine Erfindung des modernen Comics, sondern eine jahrtausendealte Tradition – entstanden bereits im alten Ägypten, verbreitet in Südafrika und dem westlichen Abendland. Mittelalterliche Buchkunst und Tafelbilder, barocke Bildprogramme, moderne "Graphic Novel": Sie alle stehen für bildhaftes Erzählen. Trotz ihrer langen Geschichte wurden die Comics immer wieder als trivial abgetan oder gar jugendgefährdend stigmatisiert. Doch spätestens seit dem Pulitzer-Preis für Art Spiegelmans „Maus“ 1992 ist das ästhetische, künstlerische und gesellschaftliche Potential der „Neunten Kunst“ in das öffentliche Bewusstsein, auch durch das Feuilleton, Publikationen und Ausstellungen, gerückt. Der Vortrag des Comic-Kenners Markus von Hagen wird die weitreichende und spannende Geschichte der erzählenden Bildkunst nachzeichnen.

Dienstag, 26.2., 19 Uhr, Auditorium, Eintritt frei

 

Mittwoch, 27.2., 16 Uhr

Feierliche Übergabe des Gemäldes "Farbige Formen I" von August Macke

Innerhalb eines Jahrzehnts hat August Macke (1887-1914) sein leuchtendes Werk geschaffen: Im Alter von nur 27 Jahren starb der Maler im Ersten Weltkrieg. Ein Jahr vor seinem Tod malte Macke das abstrakte Gemälde „Farbige Formen I“. Angeregt durch ein Treffen mit Robert Delaunay 1912 in Paris, widmete sich Macke der Bedeutung der Farben, ihrer Stimmungen und Töne. Seit 1981 bereichert das Bild als Leihgabe die Macke-Sammlung des LWL-Museums für Kunst und Kultur. Nun ist es gelungen die „Farbigen Formen I“ für das Museum zu erwerben.

Der Ankauf wird gefördert von der Kulturstiftung der Länder, der Ernst von Siemens Kunststiftung, der Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und den Freunden des Museums für Kunst und Kultur.

In der Feierstunde sprechen die Ministerin für Kultur und Wissenschafts des Landes NRW, Isabel Pfeiffer-Poensgen, der Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, Prof. Dr. Markus Hilgert, der Vorsitzende der Freunde des Museums, Matthias Lückertz, LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger und LWL-Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold. Die Kuratorin für die Moderne, Dr. Tanja Pirsig-Marshall, führt in das Werk von August Macke ein.

Mittwoch, 6.3., 18 Uhr

Vortrag: I like America and America likes me.

Im Mai 1974 eröffnete der Galerist René Block mit Joseph Beuys’ Aktion „I like America and America likes me“ seine New Yorker Zweigstelle. Sie zählt bis heute zu den ikonischen Werken des Künstlers. Dr. Katharina Neuburger, Referentin für das Skulptur Projekte Archiv, stellt in ihrem Vortrag das Werk vor dem Horizont der New Yorker Galerieszene der 1970er-Jahre vor und untersucht die Bedeutung eingesetzter amerikanischer Stereotypen für die europäische Beuys-Rezeption.

Mittwoch, 6.3., 18 Uhr, Auditorium, Eintritt frei
Mit Dr. Katharina Neuburger (Münster)

Freitag, 8.3., 20 Uhr

Literaturgespräch: Blaupause

Rechtzeitig zum Bauhaus-Jubiläumsjahr veröffentlichte die junge Autorin und Journalistin Theresia Enzensberger ihr Roman-Debut „Blaupause“ über eine junge Frau, die aus Milieu und familiärer Bevormundung ausbricht und sich in Weimar als Studentin auf das Abenteuer einer künstlerischen Avantgarde einlässt. Im Gespräch mit Daniel Müller Hofstede wird es um die verschiedenen Aufbruchsstimmungen jener Zeit gehen, um Ideale und Zugehörigkeit, um Anspruch und Wirklichkeit, wie auch um die Rolle der Frauen im Bauhaus.

Freitag, 8.3., 20 Uhr, Auditorium, Eintritt frei
Mit Theresia Enzensberger

Matthias Markstein während der Performance MESH, Foto: Hartmut Maier

Samstag/Sonntag, 9./10.3., jeweils 16 Uhr

Tanzperformance MESH

Die Auswirkungen der Bauhausbühne auf den modernen Tanz veranschaulichen die Choreografen Matthias Markstein und Isaac Spencer, die zusammen mit der Bühnenbildnerin Nora Maria Bräuer die Tanzperformance MESH für die Ausstellung "Bauhaus und Amerika. Experimente in Licht und Bewegung" entwickelt haben.

An zwei Orten im Foyer loten die beiden Tänzer den Raum auf unterschiedliche Weise aus. Im Dialog mit Stoffbahnen spielen sie mit Gewicht und Widerstand und formen den Raum nicht nur durch den eigenen Körper. In ständiger Verhandlung mit dem Material entwickelt sich die Bewegung im offenen Prozess. Die Vermessung und Bestimmung der Proportionen, der räumlichen Flächen und des eigenen Körpers, aber auch der Distanz oder Nähe zum Betrachter sind dabei die zentralen Ansätze.

Samstag, 9.3., und Sonntag, 10.3., jeweils um 16 Uhr, Foyer, Eintritt frei

Dienstag, 26.3., 19.30 Uhr

Vortrag: Das Varlarer Retabel – Eine technologische Spurensuche

Der Vortrag zum ältesten niederländischen Altar in Deutschland präsentiert neue technologische Erkenntnisse über das Kunstwerk. Es werden die aktuellen Forschungsergebnisse der u.A. in Brüssel durchgeführten Holzuntersuchungen und die Untersuchungen zur Herkunft und Funktion des prachtvoll vergoldeten Altars erläutert. Das Objekt wurde als Luxusartikel vom Kloster Varlar, bei Coesfeld, im Nachbarland gekauft. Referentinnen sind die Mittelalter-Kuratorin Dr. Petra Marx und die Restauratorinnen Claudia Musolff und Jutta Tholen.

Dienstag, 26.3., 19.30 Uhr, Auditorium, Eintritt frei
Mit der Mittelalter-Kuratorin Dr. Petra Marx und den Restauratorinnen Claudia Musolff und Jutta Tholen