„Die komplexen Bedingungen von Architektur zu einer einfachen, plausiblen Gestalt zu verdichten,
ist ein wesentliches Anliegen unserer Arbeit.“

Büro Staab Architekten

Der Neubau

 „Ein bisschen New York in Münster“, so beschrieb eine Besucherin die Architektur des Neubaus. Entworfen von Staab Architekten aus Berlin eröffnet das LWL-Museum für Kunst und Kultur nach fünfjähriger Bauzeit 2014 mit der Neupräsentation seiner Sammlung. Das Museum vergrößert seine Ausstellungsfläche um 1.800 auf insgesamt 7.500 Quadratmeter und schafft mit dem Neubau die Bedingungen für eine zeitgemäße und zukunftsweisende Präsentation.

Den Architekten gelang es, den modernen, hellen Neubau stilvoll mit dem geschichtsträchtigen Altbau von 1908 zu verbinden, so dass erstmals ein inhaltlich geschlossener Rundgang durch 51 Ausstellungsräume möglich ist. Zusätzlich stehen sechs großzügige Räume für das Programm der Sonderausstellungen zur Verfügung.

Markant sticht die Gebäudespitze an der Nordseite des Neubaus hervor, die im Innern Steinskulpturen aus dem Mittelalter beherbergt. Charakteristisch für den Bau sind zudem sechs Meter hohe Fenster, die den Blick auf die Altstadt von Münster und in das Innere des Museums freigeben. Das Zentrum des Hauses bildet das spektakuläre, 14 Meter hohe Foyer mit der Tageslichtdecke. Von hier Zusammen mit dem Foyer bilden der Vorplatz an der Rothenburg, der offene Patio und der Hof am Domplatz eine Sequenz von vier Höfen im Erdgeschoss, die zum Flanieren einladen. Durch die Architektur entsteht so im Stadtraum eine neue Passage zwischen Aegidiimarkt und Domplatz.